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Kronach

Wanderer erkunden "Hingucker am Wegesrand"

Bei der neunten Kapellenwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Kronach haben mehr als 100 Interessierte christliche Denkmäler in und um Neufang entdeckt. Dabei steht das gemeinsame Gebet im Mittelpunkt.



Die Kapellenwallfahrt in Neufang stieß auf großes Interesse: Mehr als 100 Interessierte nahmen daran teil.  

Neufang - Es ist ein wunderschönes Fleckchen Erde mit einem grandiosen Ausblick: Wenige hundert Meter südlich von Berglesdorf auf der Höhe liegt die Kreuzkapelle mit einem herrlichen Panoramablick über zehn Kilometer. Am kleinen, von den Einheimischen liebevoll gepflegten Sakralbau aus Sandstein mit seinem Zeltdach endete die diesjährige Kapellenwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Kronach rund um Neufang. Welch großes Interesse an den Zeugnissen tiefer Frömmigkeit vorhanden ist, zeigte der trotz der instabilen Wetterlage große Zuspruch.

Treffpunkt war die örtliche Pfarrkirche St. Laurentius, wo der Vorsitzende des Seelsorgebereichsrates, Lukas Löffler, alle Teilnehmer willkommen hieß. Neufang gehört ab September zum neuen Seelsorgebereich. Oft fielen einem die vielen Martern und Wegekreuze in der Region nicht richtig auf, bedauerte Löffler. Nur wenige wüssten über die Hintergründe ihrer Errichtung Bescheid. So verhalte es sich auch bei ihm mit den Denkmälern in Neufang, obwohl er hier schon oft die Kirchenorgel gespielt habe.

Viele Informationen über das rund 600 Meter über dem Meer liegende Pfarrdorf, die Pfarrei sowie die Pfarrkirche St. Laurentius wusste Pfarrgemeinderatsvorsitzender Michael Angles zu berichten. Der Ort gehörte ursprünglich zur Pfarrei Steinwiesen. Bei der Separation im Jahr 1492 wurde Neufang als eigene Pfarrei mit der Filialkirche Birnbaum gegründet. Wegen Streitigkeiten um den Neufanger Kirchenbau löste sich Birnbaum jedoch von Neufang und wurde selbst zur Pfarrei. Am 7. Juli 1630 wurde die Kirche vom Weihbischof Förner zu Ehren des heiligen Märtyrers Laurentius konsekriert.

"In so vielen Jahren unterliegt auch die Kirche dem Wandel der Zeit. Das Gotteshaus erhält durch Neuanschaffungen viele schöne Veränderungen; aber auch Ereignisse wie Naturkatastrophen und Kriege hinterlassen ihre Spuren", verdeutlichte Angles. Seit einigen Jahren bemühe man sich um die Finanzierung der dringend notwendigen Generalsanierung des Gotteshauses, was nicht einfach sei.

Von der Pfarrkirche aus machten sich die Wallfahrer auf den Weg über die Flur, wobei man an der örtlichen Kindertagesstätte St. Laurentius inne hielt, für die die katholische Kirchenstiftung die Trägerschaft hat. 2015 war die damals 35 Jahre alte Einrichtung generalsaniert, umgebaut und um acht Krippenplätze erweitert worden. Weiter ging es zum Kreuz in Berglesdorf und schließlich hoch zur Kreuzkapelle südlich von Berglesdorf, wo die Kapellenwallfahrt beschlossen wurde.

Die jeweiligen Stationen stellte ebenfalls Michael Angles vor, begleitet von Gebeten, die die Pfarrgemeinderätinnen Petra Hofmann, Monika Kukowski und Martina Zwosta vortrugen. Danach kehrte man zum Jugendheim zurück, wo die Möglichkeit zum gemeinsamen Beisammensein und geselligen Ausklang dankbar angenommen wurde.

An der Wallfahrt nahmen auch der leitende Pfarrer des Seelsorgebereichs, Regionaldekan Thomas Teuchgräber, sowie Pfarrer Sven Raube teil, die den Verantwortlichen und Helfern der Wallfahrt dankten. Größten Respekt zollten sie darüber hinaus allen, die sich um die Pflege der Denkmäler kümmern.

Autor

Heike Schülein
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
20:02 Uhr

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Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
20:02 Uhr



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