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Kronach

Weiler sollen ans Leitungsnetz der FWG

Jürgen Baumgärtner sorgt sich um die Versorgung mit Trinkwasser in Zeiten des Klimawandels. Er will sich in München für eine 90-prozentige Förderung der Maßnahme einsetzen.



FWG-Vorsitzender Jürgen Baumgärtner will alle Weiler und Gehöfte an die Wasserleitung anschließen. Er will sich in München für eine 90-prozentige Förderung stark machen. Auch für Geschwend (Bild) strebt er den Anschluss an die FWG an. Foto: Veronika Schadeck  

Kronach - Geht es nach dem Vorsitzenden des Wasserzweckverbandes Frankenwaldgruppe (FWG), Jürgen Baumgärtner, so sollen künftig alle Gehöfte und Weiler an die Wasserleitung angeschlossen werden. Sein Vorhaben stellte er am Freitag den Verbandsräten in der Zweckverbandsversammlung in Ruppen vor. Angesichts der Klimaveränderungen und der damit verbundenen Verschlechterung des Trinkwassers halte er diese Maßnahme für notwendig, sagte Baumgärtner. Deshalb will er sich in München für ein Förderprogramm einsetzen. Sein Ziel ist es, für die Bewohner eine 90-prozentige Förderung zu erhalten. Der Restbetrag sei für die Betroffenen dann überschaubar. Sie wären an ein stabiles Wassernetz angeschlossen und auch der Wert ihres Eigentums würde stabil bleiben.

Zwei Geschenke

Grünes Licht gab es für die Geschäftsführung, die beiden Hochbehälter in Eibenberg/Wilhelmsthal und Reichenbach an die jeweiligen Gemeinden zu verschenken. Diese könnten dann für die Sicherstellung des Brandschutzes Verwendung finden. In diesem Zusammenhang wies FWG-Vorsitzender Jürgen Baumgärtner darauf hin, dass der Abriss der beiden Behälter jeweils rund 50 000 Euro kosten würde.


Einstimmig billigten die anwesenden Bürgermeister den Fortbestand der Investitionsumlage, um somit ihre Bürger bei der Sanierung der FWG zu entlasten. "Ich kann die Entscheidung der Teuschnitzer nicht verstehen", meinte der Tettauer Bürgermeister Peter Ebertsch mit Blick auf den Widerspruch, den die Teuschnitzer gegen den Bescheid über die Investitionsumlagen eingelegt haben (die NP berichtete). Außerdem sei die Wasserversorgung eine kommunale Pflichtaufgabe. Ebertsch würdigte den Einsatz des Vorsitzenden bezüglich der Förderungen: "Baumgärtner hat eine Herkulesaufgabe bewältigt." Dieser wies darauf hin, dass der Widerspruch der Teuschnitzer am 2. Mai bei der FWG eingegangen sei. Bis heute liege jedoch keine Begründung vor. Er respektiere die Meinung der Teuschnitzer, so Baumgärtner. Aber er frage sich, wie sie ihre Position den Bürgern in Haßlach und Rappoltengrün vermitteln wollen. Diese beziehen ihr Wasser von der FWG. Wie berichtet, müssten diese Haushalte - sollte Teuschnitz mit dem Widerspruch Erfolg haben - statt insgesamt rund 2500 Euro dann 5000 Euro zusätzlich zu Wasserpreis und Grundgebühr für die Sanierung der FWG aufbringen.

Der Steinwiesener Bürgermeister, Gerhard Wunder meinte, nicht nur die Teuschnitzer würden einer Konsolidierung unterlegen. Alle würden trotzdem freiwillige Leistungen erbringen, denn "sonst würde gar nichts laufen". Für den Steinwiesener Bürgermeister hatte Baumgärtner eine freudige Nachricht: Die Kanalsanierung in seiner Gemeinde wurde als Härtefall der Stufe 1 anerkannt. Er kann sich über einen 50-prozentigen Zuschuss freuen. Auch die Steinbacher sollen Förderungen erhalten.

Weiterhin teilte Baumgärtner den Verbandsräten mit, dass die RZWas (Richtlinie des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) voraussichtlich bis zum Jahr 2028 aufrechterhalten wird. Er wies zudem darauf hin, dass es ohne die FWG keine RZWas und somit auch keine Förderungen für Kanalsanierungen geben würde. Dadurch würden auch zum großen Teil die Ausgaben für die Investitionsumlage bei einigen Gemeinden kompensiert.

Laut den weiteren Ausführungen wurde deutlich, dass in diesem Jahr die FWG kräftig investiert, wobei der Schwerpunkt in Wilhelmsthal liegt. Bis zum Jahre 2022 würden die Investitionsspitzen abgearbeitet sein, so Baumgärtner. Er wies darauf hin, dass man sich bei allen Maßnahmen im Zeit- und Kostenrahmen befinde. Allerdings müsse eine Ausschreibung wiederholt werden, weil das Mindestangebot 20 Prozent über der Kostenschätzung gelegen habe. Seine Stellvertreterin, die Bürgermeisterin aus Wilhelmsthal, Susanne Grebner, hält es für sinnvoll, dass Ausschreibungen angesichts der vollen Aufträgsbücher von Bau-Unternehmen ein Jahr vor Maßnahmebeginn durchgeführt werden sollten. Dadurch könnte eventuell so manche exorbitante Kostensteigerung zumindest minimiert werden.

Autor

Veronika Schadeck
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Veröffentlicht am:
05. 07. 2019
16:56 Uhr

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Veronika Schadeck

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Veröffentlicht am:
05. 07. 2019
16:56 Uhr



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