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Kronach

Weniger Zeit für den Badespaß?

Die Öffnungszeiten im Naturbad Nordhalben könnten verkürzt werden. Mit diesem Vorschlag wollen sich einige Gemeinderäte aber nicht anfreunden.



Über die Öffnungszeiten im Naturbad Nordhalben wurde am Dienstag im Marktgemeinderat rege diskutiert. Foto: Archiv / Michael Wunder  

Nordhalben - Bei der Sitzung des Marktgemeinderats Nordhalben sind am Dienstagabend die Öffnungszeiten im Naturbad auf der Tagesordnung gestanden. Bürgermeister Michael Pöhnlein berichtete von einer Besprechung mit der Badeaufsicht und dem Naturbadförderverein. Dabei hatte man angeregt, 2018 die Öffnungszeiten dem geänderten Besucherverhalten anzupassen. Der Vorschlag lautete, von 12 bis 19.30 Uhr zu öffnen. Bis Ende August hatte die Einrichtung täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet, an Wochenenden und in den Ferien von 10 bis 20 Uhr. Seit 1. September öffnen sich die Türen des Naturbads erst um 12 Uhr.

Feiertags-Arbeit

Hans Blinzler (CSU) bemängelte, dass eine Baufirma am Feiertag Maria Himmelfahrt, 15. August, eine Baumaßnahme begonnen habe. Ludwig Pötzinger (FW) berichtete, dass der Baubeginn bereits einige Tage vorher gewesen sei. Man habe nicht gewusst, dass die Firma am Feiertag arbeite.

 

Die Anregung aus der Besprechung stieß nicht bei allen Gemeinderäten auf Begeisterung. Bernd Daum (Freie Wähler) meinte, es sei zwar gut, wenn man Kosten sparen wolle. Aber man müsse auch die Ferienzeiten berücksichtigen und hier eventuell die Zeiten überdenken. Auch Rudolf Ruf (CSU) war nicht begeistert. Bei Zeiten ab 12 Uhr sei der Kioskbesitzer benachteiligt. Dann solle man wenigstens ab 11 Uhr öffnen. Michael Wunder (CSU) fragte nach, ob die Entscheidung unbedingt in dieser Sitzung fallen müsse. Pöhnlein regte an, nach der nächsten Begehung des Naturbades noch einmal darüber zu sprechen und später zu entscheiden.

Rudolf Ruf ging auf Jugendprojekte ein. Der Jugend will man ermöglichen, Struktur und Netzwerke in Nordhalben zu nutzen - eventuell über die Vereine und Privatleute. Damit sollen Jugendliche auch in das Brauchtum in Nordhalben integriert werden. Die Öffentlichkeitsarbeit "Jugend in die Mitte" habe zum Ziel, alle jungen Leute in Nordhalben und im Rodachtal zu erreichen und ihnen viel zu ermöglichen. Ein Projekt sei das Aufleben der "Nightmotion" im November in der Nordwaldhalle. Das will man gemeinsam mit der Jugend realisieren. Pöhnlein wies darauf hin, dass die Gemeinde im Zuge des Stadtumbaus ein leer stehendes Haus erwerben wolle. Das Gebäude sei etwas abseits, habe einen Garten und sei gut geeignet für die Jugend. Die Verhandlungen hierfür liefen.

Einige Probleme und Verzögerungen habe es beim Breitbandausbau gegeben, teilte der Bürgermeister mit. Seit Montag sei jedoch die Asphaltkolonne unterwegs. Bis Ende September sei der Zeitplan einzuhalten. "Ich gehe davon aus, dass bis zur Kerwa alle Löcher zu und die Arbeiten beendet sind. Wir werden aber natürlich die Qualität der Arbeiten überprüfen", sagte Pöhnlein.

Die Änderungssatzungen zur Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung und zur Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung wurden vom Gremium einstimmig genehmigt. Die Anpassung der Beiträge - Wasser 2,99 Euro, Abwasser 2,47 Euro - wurden bereits in der Sitzung vom 1. August vorgenommen.

Für eine zusätzliche Liegesitzbank wurden Angebote eingeholt. Allerdings gab es nur einen Anbieter, bei dem der Preis bei 2700 Euro liegt. Bei einer Förderung von 50 Prozent muss die Gemeinde immer noch 1350 Euro tragen. Bernd Daum (FW) meinte, dass es zwar eine richtig schöne Bank sei, aber man müsse auch im Ort Bänke aufstellen, eventuell entlang der Hauptstraße. Die Angelegenheit solle zurückgestellt werden. Dem schloss sich Michael Wunder an. Es bestehe auch Handlungsbedarf an Busunterstellhäuschen beziehungsweise Überdachungen der Wartebänke. Man könne ja im Frühjahr noch einen Versuch starten. Auch Rudolf Ruf bemängelte, dass nur ein Angebot vorliege und regte an, eventuell solche Liegesitzbänke in Eigenregie zu fertigen. Der einstimmige Beschluss des Gremiums lautete, das Aufstellen einer Liegesitzbank vorerst zu verschieben.

Zweiter Bürgermeister Ludwig Pötzinger (FW) berichtete über die Schulverbandssitzung vom 7. August in Steinwiesen. Der Schulverband bleibe vorerst bestehen. Dies sei günstiger für die Partnergemeinden und biete bessere Verhandlungsmöglichkeiten. Pötzinger dankte Schulverbandsvorsitzendem Gerhard Wunder, der die Interessen des Oberen Rodachtals hervorragend vertreten habe. Momentan ändere sich nicht viel. Erst im Frühjahr 2018 werde es sich zeigen, wie es weitergeht. Es bestehe jedoch kein Zeitdruck. "Aber eines ist sicher, die Kosten werden steigen", betonte der Zweite Bürgermeister. Die Grundschule Steinwiesen werde dann aus dem Verband herausgenommen werden. Michael Wunder betonte, dass eine Auflösung des Verbandes längerfristig auf jeden Fall anstehe. Man solle sich darüber bereits Gedanken machen.

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Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
06. 09. 2017
17:15 Uhr

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Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
06. 09. 2017
17:15 Uhr



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