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Kronach

Wilhelmsthal lässt nichts anbrennen

Der Gemeinderat freute sich über das Lob der Kreisbrandinspektion für die Wehren. Und die sich über ein neues Fahrzeug.



Wenn es zukünftig brennt, muss nicht erst ein Traktor den Feuerwehranhänger an die Brandstelle ziehen. Denn bald ist die Freiwillige Feuerwehr Eibenberg stolze Besitzerin eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs. Foto: FFW Eibenberg  

Wilhelmsthal - Vor der öffentlichen Gemeinderatssitzung in Wilhelmsthal ergriff Gerwin Zwosta das Wort. Er ist 2. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eibenberg und war nicht zufällig anwesend: Die Eibenberger Wehr erhält endlich das lang ersehnte neue Feuerwehrauto.

Aber zunächst sprach Zwosta dem Gemeinderat ein Lob aus. Die positive Berücksichtigung der Eibenberger Anliegen habe sich im Ortsteil herumgesprochen und trage Früchte. So war es bisher kaum möglich, Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr zu begeistern. Jetzt lägen vier Zusagen vor. Ausschlaggebend sei die Aussicht auf das neue Auto gewesen wie auch die Öffnung des Feuerwehrhauses für private Nutzung. Dem Lob folgte ein Angebot über tatkräftige Unterstützung seitens der Feuerwehr, wenn es um die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Gemeindeentwicklungskonzept gehe, wie der Errichtung eines öffentlichen Spielplatzes oder eines Bushaltehäuschens. "Ihr wisst ja: Die Feuerwehr macht alles selbst! Gebt uns das Material und in Abstimmung mit der Gemeinde bringen wir uns ein." Grundstückseigentümer Thomas Fischer würde sogar sein Grundstück für das Bushäuschen am Kämmerlein zur Verfügung stellen.

So viel Engagement freute Bürgermeisterin Susanne Grebner und der Gemeinderat spendete dem Auftritt Zwostas einen herzlichen Applaus. "Auf unsere Feuerwehren könne wir stolz sein!", bekräftige Grebner. Auf dem Tisch lagen die Besichtigungsprotokolle der Kreisbrandinspektion, die die Wehren in Gifting, Roßlach, Lahm, Eibenberg und Wilhelmsthal in Augenschein genommen hatte. Zwar gab es kleinere Beanstandungen, aber insgesamt hätten alle einen tadellosen Eindruck hinterlassen. Stellvertretend für die Wehren sprach die Bürgermeisterin dem anwesenden Kommandanten Frank Fischer ihren Dank aus.

Offene Baustellen sind zwei Autos, die noch angeschafft werden müssen, sowie das Feuerwehrhaus Wilhelmsthal. Das sah auch Matthias Barnickel (Freie Wähler) so. Dieses Thema ziehe sich nun seit Jahren hin. "Es ist unsere Pflicht, das jetzt anzugehen!" Die Eibenberger Feuerwehr ist da einen Schritt voraus. Es wurde aus ihrer Sicht höchste Zeit, dass ins längst gebaute Feuerwehrhaus ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug einzieht. Das rund 60 000 Euro teure Fahrzeug kostet die Gemeinde lediglich rund 34 000 Euro - ein Förderbetrag von 26 500 Euro macht es möglich.

Ein gordischer Knoten ist und bleibt wohl auch die Zufahrt nach Eichenbühl über Steinberg, der nicht einfach durchgeschlagen werden kann. Oswald Letsch (CSU) berichtete von mehreren Beschwerden, die bei ihm eingegangen seien. Der Gehweg zum Kindergarten ist mit einem Zaun von der Straße geschützt, bepflanzte Verkehrsinseln sollen Raser abbremsen. Die Durchfahrt habe sich deshalb derart verengt, dass weder ein Schneepflug noch ein Mähdrescher oder andere ausladende landwirtschaftliche Fahrzeuge diese Stelle passieren können.

Bürgermeisterin Grebner verwies auf endlose Diskussionen in der Vergangenheit: An den Verkehrsinseln sei nun nichts mehr zu machen, außer einem Rückschnitt der Bäume. "Ihr kommt bestimmt durch, wenn ihr langsam fahrt."

Letsch bezweifelte dies, zumal auch immer wieder Autos in der Straße parken würden. Schützenhilfe bekam die Bürgermeisterin von anderen Gemeinderäten. So verwies Franz Büttner (FW) auf den Sicherheitsaspekt der verengten Stelle und auch Marcus Buckreus betonte den Sicherheitsaspekt in dieser verkehrsberuhigten Zone.

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Nicole Julien-Mann
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Veröffentlicht am:
22. 11. 2017
17:09 Uhr

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Nicole Julien-Mann

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Veröffentlicht am:
22. 11. 2017
17:09 Uhr



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