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Kronach

Zuwendung steht immer noch an erster Stelle

In Steinwiesen ist am Sonntag die Caritas-Herbstsammlung im Erzbistum Bamberg eröffnet worden. Sie steht unter dem Motto "Digital ist nicht egal".



Beim Gottesdienst in Steinwiesen, dem bistumsweiten Auftakt der Caritas-Herbstsammlung, sandte Weihbischof Gössl die Sammler aus. Fotos: Heike Schülein   » zu den Bildern

Steinwiesen - Die Auswirkungen des digitalen Wandels zeigen sich in allen Lebensbereichen - auch in der Arbeit der sozialen Dienste und Einrichtungen. Die Caritas Deutschland will die damit einhergehenden Chancen und Herausforderungen konstruktiv gestalten und erkor daher den Slogan "Sozial braucht digital" zum Jahresthema. Vorteile und Schattenseiten der Digitalisierung standen auch im Fokus des eindrucksvollen Gottesdienstes zum bistumsweiten Auftakt der Caritas-Herbstsammlung, zelebriert von Weihbischof Herwig Gössl, gemeinsam mit Pfarrer Richard Reis und Pater Jan Poja.

Mit einem Anspiel führten Gabriele Alka und Caritas-Kreisgeschäftsführerin Cornelia Thron ins Thema ein. Alka beklagte, dass viele Menschen Angst vor dem digitalen Wandel hätten, wogegen sich Thron sicher zeigte, dass Digitalisierung und Technologie, sofern sie gut eingesetzt würden, zum Segen werden könnten. Dabei ging sie auf technische Errungenschaften zur Unterstützung pflegebedürftiger Menschen ein; ist doch der Kreisverband Kronach führend in der Erprobung von Telemedizin und der elektronischen Vernetzung von Hilfen wie Pflegediensten, Altenheim, Ärzten und Apotheken. "Analog hat Priorität", sagte der Weihbischof in seiner Predigt. Die Hilfe für Menschen in Not sei die vorrangige Aufgabe der Caritas. Sie könne durch digitale Hilfsmittel unterstützt werden. "Aber die Zuwendung kann sie niemals ersetzen", betonte er. Das wirkliche Leben funktioniere auch nicht nach dem Grundmuster der digitalen Welt, da es hier nicht nur um Ja oder Nein gehe. Stattdessen gebe es Schattierungen, Ungenauigkeiten, Licht und Schatten.

Mitglieder der Caritas brachten sich in die Ausgestaltung des Gottesdiensts ein - so unter anderem bei den Lesungen, Fürbitten und als Überleitung zum Gabengang. Dabei brachten sie symbolisch die Welt, in der wir leben, zum Altar: Dinge, die das Leben miteinander erleichtern, aber vielleicht auch zu Verunsicherung beitragen - etwa ein Smartphone, ein Tablet, ein Notruf-Armband, aber auch Scheuklappen für Menschen, die nur noch auf ihr Handy starren und ihre Umwelt nicht mehr wahrnehmen.

Am Ende des vom Chor "GemeinSangkeit" aus Nordhalben umrahmten Gottesdienstes sandte der Weihbischof die ehrenamtlichen Caritas-Sammler aus. Dem Gottesdienst schloss sich ein Empfang an. Die Sammler gehen vom 30. September bis zum 6. Oktober von Haus zu Haus und bitten um eine Spende für die Caritas. Manche Pfarreien verteilen auch Flyer mit angehängtem Zahlschein. Die Sammlungswoche endet mit der Kollekte in den katholischen Sonntagsgottesdiensten.

Vom Ertrag der Sammlung erhalten die Pfarreien 40 Prozent für ihre eigenen sozial-caritativen Aufgaben. Je 30 Prozent gehen an den Diözesan-Caritasverband und an die 15 Stadt- und Kreis-Caritasverbände zur Finanzierung ihrer Einrichtungen. Die Sammlung stellt heuer unter der Überschrift "Armut und Hilfe haben viele Gesichter" die Benachteiligten der Gesellschaft in den Mittelpunkt.

Autor

Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
18:30 Uhr

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Autor

Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
18:30 Uhr



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