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Auf ein Wort

Auf ein Wort

Dichtung und Wahrheit

Wenn die Corona-Zeit etwas Gutes hervorgebracht hat, dann gehört die verstärkte Medien-Nutzung definitiv dazu. Gerade in der heißen Phase des Lockdowns schnellten die Klickzahlen nach oben.



Was der Abonnent und die Abonnentin seit Langem schätzen, darauf bauten plötzlich mehr Leser als bisher: Sie kauften unsere Zeitung am Kiosk oder anderen Verkaufsstellen. Das hat uns sehr froh gemacht.

Zeigt es doch, dass der Wert von Nachrichten geschätzt wird. Zeigt es doch gleichermaßen, dass es unseren Lesern wichtig ist, nicht nur Schlagzeilen zu lesen, sondern, dass sie es goutieren, wenn eine Redaktion in der Lage ist, Dinge nachzufragen, Sachverhalte verständlich aufzubereiten und manchen Vorgängen oder auch Kuriositäten auf den Grund zu gehen. Dass wir dafür gerade einen Journalistenpreis erhalten haben, erfüllt uns mit Freude. Doch dies ist uns Ansporn, diesen Weg weiterzugehen und weiter für Sie, unsere Leserschaft der gedruckten oder virtuellen Zeitung, am Ball zu bleiben.

Doch wo viel Licht ist, ist auch Schatten, das ist ganz klar. Natürlich gibt es kritische Leser, die uns hinterfragen. Das ist richtig so, und jeder bekommt auch eine Antwort. Schwierig wird es, wenn uns unterstellt wird, dass wir absichtlich "Fake News", also Falschnachrichten unter die Leute bringen würden. Und dann die Absender solcher Unterstellungen sich von nichts überzeugen lassen. Nicht mal von der Wahrheit. Das macht betroffen.

Zwei Beispiele: In Mallorca wurde Party gemacht, doch ein Bild wird auf Echtheit oder Aktualität angezweifelt. Im Internet schreibt eine Userin: "Meine Nichte war letzte Woche vor Ort. Nichts los!Wir waren uns gestern einig, die Presse lügt uns an." Ein anderer postet harsch: "Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass das Bild aktuell ist?!"

Wurden uns die Bilder von einer Nachrichtenagentur oder Lesern zur Verfügung gestellt, ist es natürlich Pflicht, diesen Kritikpunkten auf den Grund zu gehen - und im Idealfall die Anschuldigungen zu widerlegen oder uns zu entschuldigen. Das gehört sich so. Wenn wir einen Fehler gemacht haben, geben wir das auch zu.

Dass es sogar Leser gibt, die klare Fakten, wie etwa die Schließung eines Kindergartens, dem Reich des Märchens zuordnen, macht fassungslos. Diese Tendenzen aus der Verschwörungsblase sind leider neu. K. D.

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
17. 07. 2020
21:45 Uhr

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17. 07. 2020
21:45 Uhr



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