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Auf ein Wort

Auf ein Wort

Krisenmanagement

Ein Virus legt die Welt lahm. War es anfangs nur ungläubiges Erstaunen, mit welcher Vehemenz das ferne China Städte absperrt und neue Krankenhäuser in Windeseile baut, ist die Besorgnis eine globale geworden.



Ein Virus legt die Welt lahm. War es anfangs nur ungläubiges Erstaunen, mit welcher Vehemenz das ferne China Städte absperrt und neue Krankenhäuser in Windeseile baut, ist die Besorgnis eine globale geworden. Auch die Bundesrepublik bleibt nicht von der Pandemie verschont. Und, wenn man in manche Supermarkt-Regale sieht, auch nicht vor Panik.

Wie soll man hierzulande mit dem Virus umgehen? Diese Frage stellen sich nicht allein Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitsämter. Inzwischen ist sie in allen Betrieben, Schulen und Kindergärten präsent. Messen werden abgesagt, große Konzerte stehen auf der Kippe, die schnelle Ausbreitung soll so verhindert werden - was folgt?

Auch in unserer Redaktion hat man in diesen Tagen Gespräche geführt. Ganz ehrlich: Wir sind vorbereitet auf Stromausfall. Bei technischen Störungen gibt es verschiedenste Notfall-Rufnummer für die Experten in der Rufbereitschaft. Nur vor der Frage, was geschieht, wenn alle Mitarbeiter gleichzeitig in Quarantäne geschickt werden und sich dann eine gesamte Redaktion in Zwangsurlaub befinden würde, standen wir noch nie. Das konnte man sich gar nicht vorstellen. Wenn dieser sogenannte Worst Case, der schlimmstmögliche Fall eintritt, sollten wir vorbereitet sein. Und eine möglichst umfangreiche Antwort auf die Frage "Wie bekommen die Leser und Leserinnen weiter eine Zeitung?" haben.

Klar, von zu Hause aus kann man recherchieren, sofern man keine Beschwerden hat. Aber wer besucht dann noch die Sitzungen in den Rathäusern, wer geht noch ins Gericht, wer macht Fotos und so weiter? Wer druckt die Zeitung am Ende, wenn schlimmstenfalls mal eine ganze Schicht ausfallen sollte? Wer stellt dann noch die Zeitung zu, wenn etliche der Zusteller zu Hause bleiben müssten? Gibt’s dann das E-Paper "einfach so" zum Runterladen?

Auf diese komplexen Fragestellungen gibt es keine einfachen Antworten. Wenn das Robert-Koch-Institut davon ausgeht, dass am Ende 70 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger von Corona betroffen sein werden, dann ist dieses Krisenmanagement jedoch auch in Medienhäusern nötig.

Wir können Ihnen versprechen: Im Fall der Fälle versuchen wir unser Möglichstes und sogar noch ein bisschen mehr. Aber wir hoffen, dass dieser Quarantäne-Albtraum nie eintreten wird. Kerstin Dolde

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Veröffentlicht am:
06. 03. 2020
20:28 Uhr

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06. 03. 2020
20:28 Uhr



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