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Proteste am Nil

In Ägypten sind derzeit mindestens 33 Medienschaffende wegen ihrer journalistischen Arbeit im Gefängnis, darunter 28 professionelle Journalistinnen und Journalisten sowie fünf Bloggerinnen und Blogger, teilt die Organisation Reporter ohne Grenzen mit.



In Ägypten sind derzeit mindestens 33 Medienschaffende wegen ihrer journalistischen Arbeit im Gefängnis, darunter 28 professionelle Journalistinnen und Journalisten sowie fünf Bloggerinnen und Blogger, teilt die Organisation Reporter ohne Grenzen mit. Das seien mehr inhaftierte Medienschaffende als in "notorisch repressiven Ländern wie Saudi-Arabien oder Iran". ROG hatte Bundesaußenminister Heiko Maas aufgefordert, bei seinen Gesprächen in Ägypten in aller Deutlichkeit die jüngste Repressionswelle gegen Journalistinnen und Journalisten zu verurteilen.

Der arabische Frühling ist längst Geschichte. Im September war es in Kairo und anderen Städten trotz strenger Auflagen erstmals seit Jahren wieder zu Protesten gegen die politische Führung gekommen. Dabei hatten Demonstranten auch den Sturz Al-Sisis gefordert.

Am Dienstag hat Bundesaußenminister Heiko Maas bei seinem Besuch in Kairo dann in der Tat zur Achtung der Menschenrechte aufgerufen. Politische Stabilität setze immer voraus, das die Rechte der Bürger gewahrt werden, sagte der SPD-Politiker am Dienstag nach einem Treffen mit Präsident Abdel Fattah al-Sisi. "Alles andere führt zur Unzufriedenheit, so wie wir sie auch vor Kurzem in Ägypten erlebt haben."

Der Menschenrechtsorganisation Egyptian Commission for Rights and Freedoms (ECRF) zufolge wurden nach den Protesten im September mehr als 4300 Menschen festgenommen. ROG-Geschäftsführer Christian Mihr betont: "Es ist völlig inakzeptabel, dass die ägyptische Justiz seit Wochen mehrere Journalisten und Bloggerinnen festhält, die nichts anderes als ihre Arbeit tun und über eine breite Protestbewegung berichten wollten." Die Bundesregierung sollte sich deshalb "von der Mär von Ägypten als Stabilitätsanker in der Nahost-Region verabschieden". K. D./dpa

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29. 10. 2019
21:11 Uhr

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29. 10. 2019
21:11 Uhr



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