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Lichtenfels

Eingeschränktes Bade-Vergnügen

Die Stadt Lichtenfels sperrt Teile des Badesees in Oberwallenstadt. Sie befürchtet, bei Unfällen haften zu müssen.



Abgesperrt: Badesteg und Bootsrampe am Oberwallenstadter Badesee.
Abgesperrt: Badesteg und Bootsrampe am Oberwallenstadter Badesee.   Foto: M. Fleischmann » zu den Bildern

Lichtenfels - Mit Anlauf vom Steg in den Oberwallenstadter Badesee springen, das ist nicht mehr möglich. Auch die Bootsrampe kann nicht mehr genutzt werden. Meterhohe Metallgitter versperren seit Mittwoch den Zugang. "Damit kommt die Stadt Lichtenfels ihrer Verkehrssicherheitspflicht nach", erklärt Sebastian Müller, Leiter des Amtes für Bürgerservice, Organisation und strategische Entwicklung. Die Stadt sperre potentielle Gefahrenstellen ab, um Badegäste zu schützen.

Hintergrund ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs. Die Richter haben einer Familie recht gegeben, die eine Gemeinde in Rheinland-Pfalz auf Schadensersatz verklagt hatte, deren Tochter sich im Seil einer Boje verfangen und irreparable Hirnschäden davon getragen hatte. In Bayern haben bereits mehre Städte und Gemeinden, die Naturbäder betreiben, in ähnlicher Weise reagiert und Bademöglichkeiten eingeschränkt.

Lichtenfels hatte zunächst Schilder aufgestellt, vor Rutschgefahr auf dem Steg und auf der Bootsrampe gewarnt. Leider seien die Hinweise nicht beachtet worden, deshalb habe die Stadt keine andere Möglichkeit mehr gesehen, als den Bereich zu sperren.

"Uns gefällt das auch nicht", sagt Sebastian Müller, aber der Stadt sei das Risiko zu groß gewesen, bei Unfällen haften zu müssen. Ein paar kleinere Ausrutscher habe es bislang auf der Bootsrampe gegeben, aber dabei sei zum Glück nichts passiert. Die Rampe besteht aus Beton, die durch Algen glitschig wird.

Dass der Metallzaun wie ein Fremdkörper an dem idyllischen Badesee wirkt, weiß die Stadt Lichtenfels. "Schön ist das nicht", meint Sebastian Müller, aber es gehe nicht anders. In der Stadt habe man zunächst überlegt, auf dem Badesteg ein Geländer zu montieren. Aber nach dem Urteil des Bundesgerichtshof wäre die Stadt womöglich auch noch verantwortlich, wenn jemand auf das Geländer klettert und sich dabei verletzt.

Die Stadt weist daraufhin, dass es sich bei dem See, der vor allem an den Wochenenden von Hunderten von Badegästen aus dem Raum Coburg-Kronach-Lichtenfels frequentiert wird, um ein naturnahes Gewässer handelt. Gewisse Gefahrenquellen seien nicht vermeidbar.

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Martin Fleischmann

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
17:06 Uhr

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04. 07. 2019
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