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Auf falschem Kurs

Die CSU treibt ein gefährliches Spiel: Um die AfD nicht noch stärker werden zu lassen, übt sie sich immer wieder im Rechtsruck. Auf lange Sicht schadet das ihrem Ansehen und dem des Landes, aber auch der Partei selbst.



Die CSU treibt ein gefährliches Spiel: Um die AfD nicht noch stärker werden zu lassen, übt sie sich immer wieder im Rechtsruck. Auf lange Sicht schadet das ihrem Ansehen und dem des Landes, aber auch der Partei selbst. Dass der Kurs nicht verfängt, zeigen die aktuellen Umfragewerte: Trotz der Obergrenzen-Diskussion und der von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt geforderten "konservativen Revolution" tritt die CSU mit 40 Prozent auf der Stelle. Sie schaffte es nicht, die AfD (zehn Prozent!) kleinzuhalten.

Wie sehr das Ansehen der CSU
leidet, brachte das Satire-Portal "Der Postillon" treffend auf den Punkt: "Um sich von CSU zu distanzieren: Jesus lässt seinen Nachnamen ändern", schrieb der "Postillon." Der satirische Beitrag wurde via Facebook knapp 30 000 Mal geliked und fast 5000 Mal geteilt. Er hat also gesessen. Eine Satire-Seite nimmt man in der CSU sicherlich nicht ernst. Aber der ehemalige Vorsitzende Erwin Huber sollte für die Strategen an der Parteispitze schon Gewicht haben: Huber, ein erfahrener Politiker, weiß, was er sagt. Und wenn er öffentlich den Kurs seiner Partei, mit der er ein Politikerleben lang verbunden ist, kritisiert, dann macht er das nicht, um ihr zu schaden. Er will ihr helfen. Seine Kritik am Kurs der Partei ist angemessen. Es wurde sogar höchste Zeit dafür: Bayern braucht wirklich keine
AfD light, Bayern braucht eine Volkspartei, die sich wirklich an christlichen Werten orientiert, modern denkt und dem Anspruch der Liberalitas Bavariae gerecht wird. "Die Mehrheit der Bevölkerung in Bayern ist nicht rechts", sagt Huber. Dem ist nichts hinzuzufügen. Thomas Scharnagl

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12. 01. 2018
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