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Der Mann der Extreme

Er arbeitet als Zeitungsjunge, verdingt sich als Tagelöhner, ist Seemann und Austernfischer. Sein Leben ist ein Abenteuer und er schreibt darüber - das war das Erfolgskonzept von Jack London. Dem US-amerikanischen Schriftsteller, geboren am 12.



Jack London, Autor und Abenteurer. Foto: picture-alliance / obs
Jack London, Autor und Abenteurer. Foto: picture-alliance / obs  

Er arbeitet als Zeitungsjunge, verdingt sich als Tagelöhner, ist Seemann und Austernfischer. Sein Leben ist ein Abenteuer und er schreibt darüber - das war das Erfolgskonzept von Jack London. Dem US-amerikanischen Schriftsteller, geboren am 12. Januar 1876 in San Francisco, gelang es damit, Menschen zum Lesen zu bringen, die sonst kein Buch in die Hand genommen hätten. Denn London war einer von ihnen, ob er vom harten Leben im Londoner Stadtteil East End berichtete, durch die Südsee segelte oder als Reporter im Kriegsgebiet unterwegs war. Zeitlebens fasziniert ihn die Natur. Mit seinem Werk "Ruf der Wildnis" gelingt dem Autodidakten 1903 der Durchbruch als Schriftsteller. Darin erzählt er die Geschichte über den Schlittenhund Buck, der die Menschenwelt verlässt und sich einem Rudel Wölfe anschließt. London wird zum Medienstar seiner Zeit. Zwei Jahre später beschäftigt er sich noch einmal mit diesem Thema: In seinem Roman "Wolfsblut" entschließt sich ein Hund-Wolfs-Mischling dazu, in der Welt des Menschen zu leben. London verarbeitet seine Begeisterung für Natur übrigens nicht nur literarisch, sondern auch praktisch: Auf seiner "Beauty Ranch" will er seinen Traum von einem natürlichen Lebensstil verwirklichen. Er baut sich mit dem "Wolfshaus" einen Rückzugsort. Doch das Glück, dort zu leben, bleibt ihm verwehrt: Kurz vor dem Einzug brennt das Haus ab. Auch London brennt aus: Er ist schwer krank, dazu plagen ihn Geldsorgen. Das Schreiben, das ihn so lange glücklich gemacht hat, wird ihm zur Last. Mit 40 Jahren stirbt der Schriftsteller. Der Wanderer zwischen Zivilisation und Wildnis formulierte sein Lebensmotto treffend: "Ich werde meine Tage nicht dazu verschwenden, sie zu verlängern. Ich werde meine Zeit nutzen." Das hat er getan. Seine rund 50 Bücher, in 40 Sprachen übersetzt, begeistern die Leser bis heute.

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Gertrud Pechmann
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Veröffentlicht am:
12. 01. 2018
00:00 Uhr

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Gertrud Pechmann

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12. 01. 2018
00:00 Uhr



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