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Überall Betonköpfe

Donald Trump schaut vor dem Fernseher zu, wie Menschen sterben - zusammengeschossen werden Palästinenser, die wütend gegen seine Entscheidung protestieren, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Ja, sie werfen Sprengsätze, das darf nicht verharmlost werden.



Donald Trump schaut vor dem Fernseher zu, wie Menschen sterben - zusammengeschossen werden Palästinenser, die wütend gegen seine Entscheidung protestieren, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Ja, sie werfen Sprengsätze, das darf nicht verharmlost werden. Aber gegen die Übermacht der israelischen Soldaten haben sie nicht die geringste Chance. 60 tote Palästinenser zeugen davon auf erschütternde Weise. Doch das lässt den Präsidenten im Luxus-Ambiente des Weißen Hauses kalt. Er gibt den Palästinensern die Alleinschuld. Doch deren Lage ist aussichtslos. Die zwei Millionen Einwohner des nur 40 Kilometer kurzen Gazastreifens leben eingezäunt, umgeben von der schwer bewaffneten israelischen Armee und abhängig von UN-Hilfe. Sie folgen verblendet ihrer korrupten Hamas-Regierung und werden von ihren arabischen Brüdern für Propagandazwecke missbraucht. Dabei könnte das Gaza-Gebiet gedeihen. In der Antike war es Handelszentrum zwischen Afrika, Asien und Europa. Das verhindern heute Betonköpfe.

Trump interessiert nur eins: Militär und Kapital. Daher setzt er auf Israel und Saudi-Arabien sowie US-Milliardäre, die Geschäfte machen wollen - seine Unterstützer. Damit zerstört er im Handumdrehen die diplomatischen Anstrengungen von Jahrzehnten. Er weiß nicht, was er tut; denn zu komplexem Denken ist er schlicht unfähig. In dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu hat er einen willigen Mitmacher, der nicht begreift, dass er sein seit 70 Jahren bedrohtes Land schlimmstenfalls in den Abgrund führt.

Autor

Elmar Schatz
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Veröffentlicht am:
16. 05. 2018
12:56 Uhr

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16. 05. 2018
12:56 Uhr



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