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Länderspiegel

Bezirk speckt bei den Plänen für Klinik Kutzenberg ab

Der Freistaat steuert weniger Geld bei. Jetzt will man die Kosten drücken und nachverhandeln.



Bayreuth/Ebensfeld - Der Bezirk Oberfranken muss bei den Planungen für seine neue Klinik Kutzenberg bei Ebensfeld abspecken, weil der Freistaat weniger Förderung zahlt als erhofft. Der Bezirksausschuss gab am Mittwoch in Bayreuth grünes Licht für das Konzept der Finanzierung des ersten Bauabschnitts.

Bekanntlich plant der Bezirk eine Rekordinvestition von gut 140 Millionen Euro in einen Neubau des Klinikums Obermain auf dem Kutzenberg bei Ebensfeld. Im ersten Bauabschnitt sind 178 vollstationäre akutpsychiatrische Betten, Räume für tagesklinische Psychiatrie und Flächen für einen späteren zweiten Bauabschnitt für Lungenfachklinik (66 Betten) und Klinik für Rheumatologie (34 Betten) vorgesehen. Für den ersten Bauabschnitt hatten die Planer ursprünglich 92 Millionen Euro Kosten veranschlagt.

Gehofft hatte man damals auf knapp 70 Millionen Euro Förderung, doch die Regierung erkannte nur 52 Millionen Euro an, berichtete Bezirkstagspräsident Henry Schramm.

Um die Lücke zu schließen, drückte der Bezirk einerseits die Kosten um sechs Millionen Euro, indem die Planungen abgespeckt wurden: Der Wirtschaftshof wird kleiner, eine Ringleitung entfällt, bei der Lüftungsanlage und den Außenanlagen soll gespart werden. Zum anderen sei es nach "harten Verhandlungen" gelungen, den Förderbetrag auf 59 Millionen Euro zu erhöhen. "Das ist aber noch nicht, was wir wollen", sagte Schramm. Man könne mit 61,5 Millionen Euro rechnen, vielleicht noch etwas mehr. Der Bezirk und sein Kommunalunternehmen Gebo müssen damit jeweils elf Millionen Euro Eigenbeteiligung aufbringen, die auf mehrere Jahre gestreckt werden sollen.

Der Bezirksausschuss erklärte sich einstimmig mit der vorgeschlagenen Förderung einverstanden und nannte als Zielmarke 63,5 Millionen Euro. Schramm geht davon aus, dass der Ministerrat das Projekt im Juli in das Krankenhausbauprogramm aufnehmen wird.

Autor

Peter Rauscher
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Veröffentlicht am:
30. 05. 2019
00:00 Uhr

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Peter Rauscher

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Veröffentlicht am:
30. 05. 2019
00:00 Uhr



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