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Länderspiegel

Die Zahl der Vergewaltigungen steigt in Bayern drastisch

Während die Kriminalität insgesamt zurückgeht, kommt es zu immer mehr Sexualstraftaten. Innenminister Joachim Herrmann will diese Delikte gezielt bekämpfen.



München - Die Kriminalitätsbelastung in Bayern ist im ersten Halbjahr 2017 spürbar zurückgegangen. Das berichtete Innenminister Joachim Herrmann nach einer Kabinettssitzung in München. Nach den vorläufigen Meldungen aus den Polizeipräsidien sei die Zahl der Straftaten im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 20 500 auf unter 282 000 gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 7,2 Prozent. Die Tendenz sei in allen Landesteilen gleich, lediglich in Oberfranken stagniere die Entwicklung, erklärte Herrmann. Die Aufklärungsquote stieg auf 65,5 Prozent. Sie lag damit so hoch wie seit über einem Jahrzehnt nicht.

Deutliche Rückgänge meldete Herrmann bei der Zahl der Wohnungseinbrüche. Hier registrierte die Polizei im ersten Halbjahr 3617 Fälle, fast 600 weniger als im Vorjahreszeitraum (minus 14,1 Prozent). Herrmann führte dies auch auf die von der Staatsregierung ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Einbrüche zurück. Auch bei Diebstahl (minus 10,7 Prozent), Körperverletzung (minus 7,8 Prozent), Straßenkriminalität (minus 6,8 Prozent) und Rohheitsdelikten (minus 6,6 Prozent) sei die Zahl der angezeigten Fälle spürbar kleiner geworden, teilte Herrmann mit.

Besorgniserregend sei der starke Anstieg bei den Vergewaltigungen. Hier habe es eine Steigerung um 222 auf 685 Fälle gegeben (plus 47,9 Prozent). 126 Vergewaltigungsdelikte (plus 60) seien dabei von Zuwanderern verübt worden. Wie viele dieser Taten innerhalb von Asylunterkünften verübt worden und wie viele der Opfer selbst Zuwanderer gewesen seien, müsse erst noch ermittelt werden, sagte Herrmann. In der Kriminalitätsstatistik für 2016 war aufgeführt, dass gut zwei Drittel aller von Zuwanderern verübten Straftaten in und um deren Unterkünfte herum geschehen waren. Vor diesem Hintergrund sprach sich Herrmann für eine Begrenzung der Zuwanderung und eine konsequente Abschiebung von Straftätern aus. Ungeachtet dessen kündigte er an, diese "widerwärtigen Sexualstraftaten" noch gezielter zu bekämpfen, auch in Asylunterkünften. Dazu zählten neben einer erhöhten Polizeipräsenz verstärkte Präventionsmaßnahmen. Dies gelte auch für das Umfeld von Volksfesten, wo die Meldungen über Vergewaltigungen in Verbindung mit Alkoholkonsum zuletzt deutlich zugenommen hätten.

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Jürgen Umlauft
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Veröffentlicht am:
12. 09. 2017
20:30 Uhr

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Innenminister Joachim Herrmann Polizei Sexualdelikte Verbrechen und Kriminalität Vergewaltigung
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Jürgen Umlauft

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12. 09. 2017
20:30 Uhr



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