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Länderspiegel

Freistaat fördert die Tafeln in Bayern mit 100 000 Euro

Im vergangenen Jahr gingen fast 40 000 Tonnen Lebensmittel an 200 000 Bedürftige. Lob für die Ehrenamtlichen gibt es von allen Landtagsfraktionen.



München - Die Staatsregierung will die 169 bayerischen Tafeln - davon 13 in Ober- und 14 in Unterfranken - künftig aus Steuermitteln fördern. Das kündigte eine Vertreterin des Sozialministeriums im Sozialausschuss des Landtags an. Für den Doppelhaushalt 2019/20 sei ein Betrag von 100 000 Euro angemeldet worden. Die Höhe entspreche in etwa den Wünschen des Landesverbandes "Tafel Bayern e.V.". Mit den Fördergeldern sollen Schulungsangebote für die rund 7000 ehrenamtlichen Helfer und der Aufbau einer Geschäftsstelle des Landesverbandes unterstützt werden. Zudem will das Agrarministerium den Bau dreier weiterer Logistikzentren für die bedarfsgerechte Verteilung der gespendeten Lebensmittel mit 30 Prozent fördern. Der laufende Betrieb der Tafeln wird von Spenden und Sponsorengeldern bestritten.

Im vergangenen Jahr haben die Tafeln in Bayern rund 40 000 Tonnen Lebensmittel an mehr als 200 000 Bedürftige abgegeben. Beliefert werden sie mit überschüssigen, aber qualitativ einwandfreien Lebensmitteln, die vom Handel oder den Herstellern gespendet werden und sonst vernichtet würden. Bezugsberechtigt sind alle sozial bedürftigen Menschen. Diese müssen ihre Bedürftigkeit bei den Tafeln nachweisen. Nach einer Statistik des Landesverbandes sind 53 Prozent der Tafelkunden erwerbsfähige Erwachsene, vor allem Hartz-IV-Empfänger, Spätaussiedler und Migranten. 24 Prozent der Kunden sind Rentner, 23 Prozent Kinder und Jugendliche.

Die Arbeit der Tafeln wurde von allen Fraktionen gelobt. "Die Tafeln sind eine segensreiche Einrichtung, auch wenn mir lieber wäre, wir bräuchten sie nicht", sagte Thomas Huber (CSU). Es müsse daher das Ziel der Sozialpolitik sein, "dass sich jeder ein Leben ohne Tafel leisten kann". Ungeachtet dessen werde sich die CSU für die Förderung der Anschaffung von zwei Kühlfahrzeugen für die Tafeln starkmachen. Doris Rauscher (SPD) erklärte, die Tafeln seien das Abbild der gesellschaftlichen Entwicklung, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergehe. Deshalb dürfe nicht nur an den Symptomen der Armut kuriert werden, es müsse vielmehr die Ursachenbekämpfung in den Mittelpunkt rücken. Dazu gehörten die Kindergrundsicherung, die Grundrente sowie ein Tariftreuegesetz mit gerechten Löhnen. Meinung

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Jürgen Umlauft
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Veröffentlicht am:
07. 02. 2019
20:48 Uhr

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Jürgen Umlauft

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07. 02. 2019
20:48 Uhr



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