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Länderspiegel

Friseure öffnen wieder

Wachsen lassen oder doch selber schneiden? In den vergangenen Wochen standen auch bayerische Minister vor dieser Frage.



Wachsen seine Haare recht langsam - oder hat auch er selbst Hand angelegt? Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf dem linken Bild im Januar 2020 - also vor Beginn der Corona-Krise - und auf dem rechten Bild am 23. April. Nach sechs Wochen machen an diesem Montag wieder die Friseure in Bayern auf.
Wachsen seine Haare recht langsam - oder hat auch er selbst Hand angelegt? Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf dem linken Bild im Januar 2020 - also vor Beginn der Corona-Krise - und auf dem rechten Bild am 23. April. Nach sechs Wochen machen an diesem Montag wieder die Friseure in Bayern auf.   Foto: Peter Kneffel/Stefan Puchner/dpa

München - Nach sechs Wochen machen am Montag wieder die Friseure im Freistaat auf - und werden wohl zunächst einige Frisuren retten müssen. Denn was macht man, wenn wochenlang die Profis geschlossen haben? Es gibt zwei Möglichkeiten: wachsen lassen oder selber ran. Im Internet gibt es sogar den Hashtag #CoronaHaircut - und die Ergebnisse sehen teilweise nicht gut aus. Doch wie haben sich die Entscheidungsträger im Freistaat in den vergangenen Wochen über Wasser gehalten?

Carolina Trautner (CSU): "Ich habe selbst Hand angelegt und mir mit der Küchenschere den Pony geschnitten", sagte die Sozialministerin der Deutschen Presse-Agentur. Damit hat sie sich etwas getraut, wovor viele ihrer Kolleginnen und Kollegen offenbar Respekt haben. Auch das Ergebnis scheint geglückt zu sein: "Meinem Mann gefällt es gut und bisher hat mich noch niemand darauf angesprochen."

Albert Füracker (CSU): Der Finanzminister hat trotz Corona erstaunlich kurze Haare - offenbar ganz ohne Schnitt zwischendurch. "Ich habe die Zeit ganz gut überstanden", so Füracker. "Wie man sieht, wachsen meine Haare schon seit Jahren sehr langsam - da hält man das auch ein paar Wochen aus."

Melanie Huml (CSU): Die Gesundheitsministerin hat sich ebenfalls für die Option "wachsen lassen" entschieden: "Da ich sowieso lange Haare habe, war bei mir in den vergangenen Wochen ein Schnitt nicht unbedingt notwendig", sagte Huml. Ihre Frisier-Künste konnte sie trotzdem ausprobieren, offensichtlich mit überschaubarem Erfolg: "Auf Wunsch meines Mannes habe ich allerdings ihm die Haare geschnitten - und überlasse das künftig lieber wieder den Profis!"

Hubert Aiwanger (Freie Wähler): Die Haare des Wirtschaftsministers sind - nun ja - eher pflegeleicht. Aiwanger trägt die Haare meist kurz und auch in Corona-Zeiten sieht man kaum einen Unterschied. Das mag wohl daran liegen, dass ihm ein Familienmitglied die Haare geschnitten hat, teil sein Ministerium mit.

Michaela Kaniber (CSU): In der Familie der Landwirtschaftsministerin mussten fast alle ran: "Wir haben uns in der Familie gegenseitig geholfen. Meine Töchter haben mir die Haare geföhnt und den Haaransatz getönt und ich habe meinem Mann die Haare geschnitten."

Bernd Sibler (CSU), Wirtschaftsminister, ist da etwas vorsichtiger: "Experimente wage ich beim Haareschneiden nicht, auch wenn mein Besuch beim Friseur nun schon einige Zeit her ist." Er freue sich daher sehr auf einen professionellen Haarschnitt und auch den üblichen Austausch beim Friseur. "Der Termin ist schon vereinbart."

Judith Gerlach (CSU): Die Digitalministerin trägt ohnehin oft einen Zopf, in Corona-Zeiten allerdings ausschließlich. "Das Schöne an meinen Haaren ist, dass ich nicht färben muss und mein Pferdeschwanz längere Zeit auch ohne Schere auskommt", sagte sie.

Joachim Herrmann (CSU): In den vergangenen Wochen hatte der Chef des Innenministeriums gar kein Problem. Nach Angaben des Ministeriums war Herrmann kurz vor der Schließung erst beim Friseur gewesen. Deshalb hätten bislang weder seine Ehefrau noch andere Familienmitglieder nachhelfen müssen.

Markus Söder (CSU): Der bayerische Ministerpräsident steht fast täglich vor der Kamera - und man kann seinen Haaren förmlich beim Wachsen zusehen. Es sei ihm familiär angeboten worden, "man könne doch mal was machen", sagte Söder mal dem Bayerischen Rundfunk . Er habe sich aber dagegen entschieden. "Ich vertraue auch eher dem Handwerk selbst als irgendwelchen Hobbyfriseuren."

Autor

Jennifer Weese
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Veröffentlicht am:
03. 05. 2020
21:56 Uhr

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Jennifer Weese

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03. 05. 2020
21:56 Uhr



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