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Länderspiegel

Großprojekt XXXLutz: Kaufvertrag liegt beim Unternehmen

Das Möbelhaus XXXLutz rückt immer näher. Die Stadt Bayreuth und das Unternehmen beschreiben die Gespräche als positiv. Und der Kaufvertrag für das Gelände der ehemaligen Markgrafenkaserne ist fertig.



XXXLutz. Symbolfoto.
  Foto: Marcus Führer/dpa/Archiv

Bayreuth - Am 17. Juli gab der Stadtrat grünes Licht dafür, auf dem Gelände im Nordosten der Stadt einen großen Möbelmarkt anzusiedeln. Dass es sich um die Lutz-Unternehmensgruppe mit Sitz im österreichischen Wels handelt, war schon länger ein offenes Geheimnis. In den vergangenen Wochen wurden die Verhandlungen mit dem Möbelriesen, der deutschlandweit 48 XXXLutz-Möbelhäuser betreibt, immer konkreter. 

„Die Stadt Bayreuth befindet sich in konstruktiven Gesprächen mit der Unternehmensgruppe Lutz“, bestätigt Stadt-Pressesprecher Joachim Oppold auf Kurier-Anfrage. Doch nicht nur das: Oppold teilt weiter mit, dass der Entwurf des Kaufvertrags für das Grundstück an der Bindlacher Allee und der Christian-Ritter-von-Popp-Straße fertig ist und zur finalen Abstimmung bei der Lutz-Gruppe liegt. 

Angaben zu Vertragsdetails könne Oppold mit Blick auf den gebotenen Vertrauensschutz zwar nicht machen. Er bezeichnet die Entwicklung aber als „einen bedeutenden Fortschritt auf dem Weg der Realisierung des Projektes.“

XXXLutz-Pressesprecher Volker Michels hält sich auf Nachfrage bedeckt, sagt aber ebenfalls: „Die Gespräche verlaufen insgesamt sehr konstruktiv und positiv.“ 

Planungsrecht muss ?geändert werden

Die Verhandlung mit XXXLutz ist aber nicht das einzige Thema, das die Mitarbeiter im Rathaus rund um das Großprojekt gerade beschäftigt. Für die Ansiedlung des Möbelmarktes muss das Planungsrecht geändert werden. Die hierfür erforderlichen Planverfahren wurden vom Stadtrat eingeleitet und werden jetzt bearbeitet.

Zudem fand im Sommer die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden statt. „Alle eingegangenen Stellungnahmen werden derzeit im Stadtplanungsamt geprüft. Das Ergebnis wird dann in den Stadtratsgremien vorgestellt“, sagt Oppold. 

Das Bauvorhaben hat jedoch auch überregionale Bedeutung. Unter anderem hat sich die Nachbargemeinde Bindlach offen gegen die Ansiedlung von XXXLutz gestellt. Unter anderem befürchtet sie, dass die Sichtachse zur Kirche durch den für die XXXL-Häuser typischen überdimensionalen roten Stuhl verbaut werde. Auch möchte die Kommune die Bindlacher Allee in ihrer Gesamtheit erhalten und befürchtet ein größeres Verkehrsaufkommen. 

Um Konflikte wie diesen zu bewerten, wird das Vorhaben auch von der Oberen Landesplanungsbehörde am bayerischen Wirtschafts-, Landesentwicklungs- und Energieministerium im Raumordnungsverfahren geprüft. 

„Eine Ansiedlung stärkt die Einkaufszentralität Bayreuths, bringt eine zusätzliche Anzahl von Arbeitsplätzen und bindet Kaufkraft“, sagt Stadt-Pressesprecher Oppold über die Bedeutung des Projekts für das Oberzentrum Bayreuth. „Das Vorhaben wird mit verschiedenen Fachbehörden abgestimmt. Sobald dieser Abstimmungsprozess abgeschlossen ist, können die nächsten Schritte im Bauleitplanverfahren erfolgen.“

2020 erfolgen nächste Schritte im Verfahren

Trotz der erzielten Fortschritte: Die nächsten relevanten Entwicklungen werden wohl erst 2020 geschehen. „Da es sich um ein Ansiedlungsvorhaben von überregionaler Bedeutung handelt, ist das Verfahren sehr komplex und zeitintensiv“, betont Oppold. Die nächsten Schritte im Bauleitplanverfahren werden voraussichtlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres erfolgen.

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Veröffentlicht am:
25. 09. 2019
11:10 Uhr

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25. 09. 2019
11:10 Uhr



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