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Länderspiegel

Horch amoll!

Kommentar: Gaffer am Werk

Irgendwie ist es kaum zu fassen. Ein ganzer Bauernhof brennt. Flammen schlagen meterhoch aus dem Dach. Der Brandort, direkt an der Straße gelegen, ist noch nicht abgesperrt, die Feuerwehr noch nicht eingetroffen.



Gerade wird der erste Notruf abgesetzt, die Feuerwehrleute machen sich für ihren Einsatz bereit. Fenster bersten. Die Scherben fliegen meterweit. Ein Funkenregen geht nieder. Ein Autofahrer ist gerade zu diesem Zeitpunkt in Menchau unterwegs. Mit normalem Menschenverstand könnte man jetzt denken, der Mann erkennt die gefährliche Situation, in der er steckt und sieht zu, dass er so schnell wie nur möglich aus der Gefahrenzone kommt. So nah an einem so gewaltigen Feuer zu sein, kann das Leben kosten. Aber ein rasches Video vom Inferno scheint diesem Mann in diesem Moment wichtiger zu sein als seine eigene Gesundheit. Fassungslos berichtet eine Feuerwehrfrau, was sie am Donnerstagnachmittag in Menchau beobachtet hat: Der Mann stoppt seinen Wagen, lässt die Seitenscheibe herunter, zückt sein Handy und nimmt sich Zeit für seine Aufnahmen, bevor er schließlich weiterfährt und die entsetzten Nachbarn hinter sich lässt, deren erste Sorge der Familie gilt, die da gerade ihre Existenz verliert. Wenig später, die Straßenabsperrungen sind errichtet. Feuerwehrleute leiten den Verkehr um. Immer wieder versuchen Neugierige, angelockt von der weithin sichtbaren Rauchsäule, irgendwie doch durchzukommen, um das Feuer aus erster Hand zu sehen. Es fallen unschöne Worte, wenn die Durchfahrt nicht gewährt wird. Zunehmend wird dieses Verhalten zum Problem für die Einsatzkräfte. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat recht mit ihrer Forderung, die sofortige Einziehung von Handys gesetzlich zu regeln, wenn Gaffer außer Rand und Band geraten.

 

Lesen Sie hier die weiteren Artikel zum Großbrand in Menchau >>>

 

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
12. 10. 2019
00:00 Uhr

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Autofahrer Brände Debakel Feuerwehren Feuerwehrleute Gefahren Gefahrenzonen Menchau: Ein Bauernhof in Schutt und Asche Notrufe Verkehr
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Melitta Burger

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12. 10. 2019
00:00 Uhr



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