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Länderspiegel

Unipräsident Leible in der Raketennacht

Der Bayreuther Unipräsident erlebt auf seiner Israelreise plötzlich die Terrorgefahr, aber auch starke Nerven der Menschen, damit umzugehen.



Unipräsident Leible in der Raketennacht
Unipräsident Leible in der Raketennacht  

Tel Aviv/Bayreuth - Palästinensische Raketen schlagen in Tel Aviv ein, Verletzte gibt es nach ersten Berichten nicht. Als es passiert, ist der Bayreuther Unipräsident Professor Stefan Leible in Israel; er schildert, was er dort mitbekommen hat.

Und so hat Professor Leible den Donnerstagabend erlebt: "Wir waren bis 21.30 Uhr in der Residenz der deutschen Botschafterin in Herzlia. Als wir nach Tel Aviv aufbrachen, sagte man uns, dass es vor einer halben Stunde einen Raketenangriff auf Tel Aviv gegeben habe. Wir sollten auf Alarmsirenen hören. In Tel Aviv haben wir dann noch auf ein, zwei Bierchen in einem Straßencafé gesessen. Es herrschte Business as usual. Die Aufregung hielt sich in Grenzen. Das Nachtleben pulsierte weiter."

Aber hat man nicht doch Angst in einem Land mit latenter Terrorgefahr? Professor Leible: "Nee, Angst hat man hier eigentlich nicht. Ich war schon in deutlich gefährlicheren Ländern." Leible war, so berichtet er, sechs Tage in Israel und Palästina zu einer hochschulpolitischen Informationsreise mit einer Delegation des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der 20 deutsche Universitätspräsidenten und -kanzler angehörten.

Nahezu zeitgleich waren mehr als 20 Bayreuther Professorinnen und Professoren zu Workshops in den Fächern Chemie, Mathematik etc. in Jerusalem und an der Tel Aviv University. Gegenbesuche in Bayreuth würden gerade geplant. Der erste palästinensische Raketenangriff auf Tel Aviv seit dem Gazakrieg 2014 hatte unmittelbar israelische Vergeltungsschläge zur Folge.

Israels Luftwaffe bombardierte in der Nacht zum Freitag rund hundert Ziele im Gazastreifen. Insgesamt seien seit Donnerstagabend elf Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden, so ein israelischer Militärsprecher. Etwa die Hälfte habe die israelische Raketenabwehr abgefangen. Damit ist der Konflikt zwischen militanten Palästinensern erneut eskaliert.

Hunderte wütender Palästinenser protestierten am Freitag gegen die harten Lebensbedingungen im Gazastreifen. Die Proteste wurden vor allem von jungen Leuten über soziale Medien organisiert.

Foto: red

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Elmar Schatz
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Veröffentlicht am:
15. 03. 2019
20:14 Uhr

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15. 03. 2019
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