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Volksfeste verschärfen Sicherheits-Vorkehrungen

Taschen-Kontrollen und Polizei-Präsenz: Die Veranstalter schmieden Pläne gegen die allgegenwärtige Angst.



Rucksäcke müssen draußen bleiben.
Rucksäcke müssen draußen bleiben.  

Kulmbach/Wunsiedel/ München - Nach den Bluttaten in Bayern nehmen die Verantwortlichen Volksfeste und Großveranstaltungen nochmals genau unter die Lupe. Viele Veranstalter überdenken ihr Sicherheitskonzept, ergab eine Umfrage der dpa. Die Zahl der Einsatzkräfte wird erhöht und Kontrollen werden verschärft - hermetische Abriegelungen wird es aber nicht geben.

Beim Oktoberfest in München kommt das gesamte Sicherheitskonzept erneut auf den Prüfstand. Polizei und Sicherheitsbehörden überarbeiten das Konzept für das größte Volksfest der Welt, das in diesem Jahr am 17. September beginnt und bis zum 3. Oktober dauert. Bislang sind etwa 500 Polizeibeamte zur Wiesn im Einsatz. Heuer sollen rund 100 Sicherheitskräfte zusätzlich eingesetzt und Taschen stichprobenartig an den Eingängen kontrolliert werden. Allein für die zusätzliche Bewachung muss die Stadt voraussichtlich 2,2 Millionen Euro mehr ausgeben als im Vorjahr.

Erstmals wollen die Veranstalter in diesem Jahr per Lautsprecher in vielen Sprachen vor Überfüllung warnen. Zunächst angedachte mobile Zäune soll es aber nicht geben. Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, SPD, bringt gar ein Verbot von Rucksäcken in die Diskussion ein. Die Festwirte begrüßten diese Überlegung.

Auch das Sicherheitskonzept des zweitgrößten Volksfestes im Freistaat, des Gäubodenvolksfestes, wird der neuen Lage angepasst. Konkrete Maßnahmen seien aber noch offen, sagte der Sprecher der Stadt Straubing, Johannes Burgmayer. "In die Überlegungen wird aber auch ein verstärkter Personaleinsatz bei Polizei und privaten Sicherheitsfirmen einfließen." Angedacht sind stichprobenartige Personen- und Taschenkontrollen.

Beim Nürnberger Bardentreffen wird der private Ordnungsdienst verstärkt und die Polizei wird ihre Präsenz mit uniformierten und zivilen Beamten deutlich erhöhen. Zudem sind sporadische Taschenkontrollen vorgesehen. Zu dem nach Veranstalterangaben größten Weltmusikfestival in Deutschland werden von Freitag bis Sonntag etwa 200 000 Besucher erwartet.

Auf der Kulmbacher Bierwoche werden die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal aufgestockt, es wird mehr Sicherheitspersonal eingesetzt. Oberbürgermeister Henry Schramm, CSU, plant außerdem, die Zahl der Bereitschaftspolizisten zu erhöhen. Die Veranstalter bitten die Besucher, keine Taschen und Rucksäcke mit auf das Veranstaltungsgelände zu nehmen. An den Zugängen werden Besucher und Taschen stichprobenartig kontrolliert. Bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel sind im Zuschauerraum keine Rucksäcke und keine großen Taschen mehr erlaubt, außerdem keine Speisen und Getränke. Rucksackkontrollen wird es auch bei der "BR-Radltour" geben.

Bei den Polizeipräsidien für Oberbayern Nord und Oberbayern Süd in Rosenheim heißt es übereinstimmend, dass keine konkreten Anhaltspunkte für Terroranschläge vorlägen. Die größeren Feste der kommenden Wochen in Oberbayern sind das Rosenheimer Herbstfest vom 27. August bis zum 11. September mit voraussichtlich mehr als einer Million Besuchern und das Reggae-Open-Air Chiemsee-Summer vom 24. bis zum 27. August in Übersee.

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Von André Jahnke
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Veröffentlicht am:
29. 07. 2016
00:00 Uhr

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Von André Jahnke

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Veröffentlicht am:
29. 07. 2016
00:00 Uhr



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