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Verfahren nach Studentenmord: Habgier und Kannibalismus?

Nach dem Mord an einem chinesischen Studenten in Jena soll noch in diesem Monat das Verfahren eröffnet werden. Ein 23-jähriger Vietnamese hatte sich im August 2018 der Polizei gestellt und berichtet, seinen Nachbarn - einen 25-jährigen chinesischen Studenten - getötet und zerstückelt zu haben.



Jena/Gera -  Es handele es sich um ein sogenanntes Sicherungsverfahren, teilten Staatsanwaltschaft und Landgericht Gera am Montag mit. Dabei geht es nicht um eine Haftstrafe, sondern um die dauerhafte Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus Habgier vor. Er hatte den Computer und das Mobiltelefon des Opfers entwendet und im Internet hochwertige Waren bestellt.

 

Ob Kannibalismus bei der Tat eine Rolle gespielt habe, wie von einigen Medien berichtet, sei nicht sicher, könne aber nicht ausgeschlossen werden, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Wie Focus Online unter Berufung auf die Antragsschrift der Staatsanwaltschaft Gera vom 21. Januar 2019 berichtet, hatte der Täter seinem Opfer gezielt die Leber entnommen. Dabei soll ihm die Filmfigur Hannibal Lecter als Vorbild gedient haben. Laut Antragsschrift war der kannibalistische Serienmörder das „Idol“ des Täters. In den Wochen vor der Tat habe er im Fernsehen ständig die Psychothriller-Krimiserie „Hannibal“ gesehen, zitiert das Nachrichtenportal. Zwar sei nicht belegt, dass der Täter die Leber - wie Hannibal Lecter - zu einer Mahlzeit zubereitet habe, heißt es in den Akten der Staatsanwaltschaft. Tatsache aber ist, dass die Leber des Opfers nie gefunden wurde.

 

Der zum Tatzeitpunkt 23 Jahre alte beschuldigte Vietnamese wurde bereits im September vorläufig in eine Psychiatrie gebracht. Dort befinde er sich nach wie vor, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Student sei schwer psychisch krank. Er leide an einer Form der Schizophrenie - einer Krankheit, die oft mit Wahnvorstellungen verbunden ist.

Der Mann hatte sich Ende August 2018 der Polizei gestellt und berichtet, seinen Nachbarn aus einem Studentenwohnheim - einen 25-jährigen chinesischen Studenten - getötet und zerstückelt zu haben. Die Polizei fand Leichenteile an verschiedenen Orten in Jena, einige tauchten auch erst später auf.

Auch aus Rücksicht auf die Eltern des Opfers will sich die Staatsanwaltschaft mit Details zurückhalten. Der Fall wurde auch von chinesischen Medien aufgegriffen. dpa/red

 

 

 

 

 

 

 

könnte einen kannibalistischen Hintergrund haben. Das berichtet das Nachrichtenportal FOCUS Online unter Berufung auf die Antragsschrift der Staatsanwaltschaft Gera vom 21. Januar 2019.

Eine Antragsschrift entspricht der üblichen Anklageschrift. Sie wird immer dann eingesetzt, wenn absehbar ist, dass der Täter aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung nicht ins Gefängnis muss, sondern für längere Zeit in einer Klinik untergebracht wird.

 

Opfer mit Hammer erschlagen und zerstückelt

Laut Staatsanwaltschaft soll ein 23 Jahre alter Physikstudent aus Vietnam einen 25-jährigen Germanistikstudenten aus China am 24. August 2018 in Jena mit einem Hammer erschlagen haben. Anschließend zerteilte er den Leichnam, verpackte die Teile in Tüten und legte sie im Stadtgebiet von Jena ab.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter in erster Linie aus Habgier gehandelt hat, weil er den Computer und das Mobiltelefon des Opfers entwendete und im Internet hochwertige Waren bestellte. Doch nach Informationen von FOCUS Online hält die Staatsanwaltschaft auch ein kannibalistisches Motiv für denkbar.

Er liebte die Psychothriller-Krimiserie „Hannibal“

So habe der Täter seinem Opfer gezielt die Leber entnommen. Dabei soll ihm die Filmfigur Hannibal Lecter als Vorbild gedient haben. Laut Antragsschrift war der kannibalistische Serienmörder das „Idol“ des Täters. In den Wochen vor der Tat habe er im Fernsehen ständig die Psychothriller-Krimiserie „Hannibal“ gesehen.

Zwar sei nicht belegt, dass der Täter die Leber – wie Hannibal Lecter – zu einer Mahlzeit zubereitet habe, heißt es in den Akten der Staatsanwaltschaft. Tatsache aber ist, dass die Leber des Opfers nie gefunden worden ist.

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Veröffentlicht am:
04. 02. 2019
14:31 Uhr

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04. 02. 2019
14:31 Uhr



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