Lade Login-Box.
Corona Ticker
Topthemen: CoronavirusVideosCoburger OB-Kandidaten vor der KameraCotubeBlitzerwarner

Wirtschaft

Corona-Krise: Brose stellt Arbeit weitgehend ein

Der Coburger Automobilzulieferer schließt seine Werke. Die Corona-Krise sorgt für einen Einbruch bei den Aufträgen.



Coburg - Die Corona-Krise hat jetzt eines der größten Industrieunternehmen Oberfrankens erreicht. Brose stellt die Arbeit an den meisten seiner europäischen Standorte ab Ende März weitgehend ein. In Coburg betrifft das nach Angaben von Unternehmenssprecherin Katja Herrmann rund 3300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Bamberg und Hallstadt 2300 sowie in Würzburg 1800.

Mit den Werksschließungen reagiere Brose "auf den erheblichen Auftragseinbruch infolge der Produktionsunterbrechungen seiner Kunden"; das sind nahezu alle Hersteller von Automobilen. Der Zulieferer mit Stammsitz in Coburg wolle damit wirtschaftlichen Schaden mindern, der aus der Corona-Krise entstehe.

An allen deutschen Standorten werde die Arbeit ab heute bis mindestens zum 19. April weitgehend eingestellt. Darauf hätten sich Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretungen verständigt. Die Betriebsvereinbarungen würden Kurzarbeit und Betriebsurlaub betreffen, "die standortspezifisch ab dem 27. März umgesetzt werden". Einige Projekte zur Zukunftssicherung führe das Unternehmen fort. Brose-Sprecherin Katja Herrmann begründete dies damit, dass mehrere Brose-Kunden planten, die Produktion bis Mitte April wieder aufzunehmen.

"Die Situation ist ernst. Wir ergreifen notwendige Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze", betonte Ulrich Schrickel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose-Gruppe, am Donnerstag. Und weiter: "Gesellschafter und Geschäftsführung danken allen Mitarbeitern, die in dieser schwierigen Zeit die Belieferung vor allem nach China, Mexiko und in die USA sicherstellen, wichtige Projekte fortführen und betriebsnotwendige Einrichtungen aufrechterhalten." In Nordamerika habe Brose Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten getroffen. Dazu zählten Homeoffice und zeitlich versetzte Schichtregelungen.

Autor
Wolfgang Braunschmidt

Wolfgang Braunschmidt

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 03. 2020
15:48 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeit und Beruf Autozulieferer Brose Gruppe Chief Executive Officer Coronavirus Geschäftsführung Kunden Mitarbeiter und Personal Standorte Unternehmen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Der Kronacher Autozulieferer Dr. Schneider fährt seine Produktion an den deutschen Standorten zurück. Foto: Dr.-Schneider-Unternehmensgruppe

24.03.2020

Autozulieferer drosseln Produktion

Die drastisch gesunkene Nachfrage setzt auch oberfränkische Firmen zunehmend unter Druck. Sie nutzen daher die neuen flexibleren Regeln für Kurzarbeit. » mehr

Wollen mit ihrem Unternehmen weiterhin kräftig wachsen: Dispositionsleiter René Wurzbacher, Vertriebschefin Angela Neumeister und der Hofer Standortleiter Christopher Kranholdt (von links). Foto: Matthias Will

07.02.2020

Die Erfolgsstory begann im Kellerbüro

Im Alter von 26 Jahren gründete Christopher Kranholdt 2012 sein eigenes Unternehmen. Seitdem ist die Fracht- management Europa GmbH stark gewachsen. » mehr

Nicht zuletzt die Turbulenzen in der Autoindustrie wegen des Dieselskandals und des Umstiegs auf alternative Antriebe schlagen sich auf die Konjunktur nieder - das merken auch die Zulieferer in der Region. Foto: dpa

02.04.2020

Corona-Krise: Vollbremsung beim Auto-Zulieferer Moll

Die Nachricht von der Insolvenz des Autobatterie-Herstellers Moll aus Bad Staffelstein ist ein Paukenschlag für die Region. » mehr

,,Hoffnungslos ist die Situation ganz und gar nicht""

24.03.2020

,,Hoffnungslos ist die Situation ganz und gar nicht"

Die Lage der Betriebe aus seiner Branche sei unterschiedlich, sagt Ofracar- Vorsitzender Timo Piwonski. Er glaubt an die Kraft des Mittelstands. » mehr

Der oberfränkische Porzellanhersteller BHS Tabletop befürchtet, dass die Öfen in seinen Werken wegen der Corona-Krise in der Region ausgehen. Foto: FP-Archiv

Aktualisiert am 23.03.2020

Dramatischer Hilferuf von BHS

Die Corona-Krise hat das Geschäft des Selber Porzellanherstellers BHS Tabletop einbrechen lassen. Das Unternehmen ist deshalb in Existenznot und bittet die Staatsregierung um rasche finanzielle Unterstützung. » mehr

Die 110 Jahre alte Bayreuther Porzellanmanufaktur Walküre ist insolvent. Nun streicht das Unternehmen 46 der 72 Stellen. Foto: Ralf Münch

01.10.2019

Walküre streicht 46 Arbeitsplätze

Die Investorensuche für den insolventen Porzellanhersteller verläuft bislang ohne Erfolg. Nun fällt mehr als die Hälfte der Stellen weg. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Stichwahl in Coburg Coburg

Stichwahl 2020 Coburg und Kronach | 29.03.2020 Coburg
» 22 Bilder ansehen

Rad-Reisebericht

Ehepaar aus den Haßbergen erkundet Jerusalem mit Rad | 24.03.2020 Jerusalem
» 15 Bilder ansehen

SPD-Wahlparty in der Loreley Coburg

Kommunalwahl 2020 Coburg | 15.03.2020 Coburg
» 27 Bilder ansehen

Autor
Wolfgang Braunschmidt

Wolfgang Braunschmidt

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 03. 2020
15:48 Uhr



^