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Wirtschaft

Flaue Konjunktur belastet fränkische Autozulieferer

Wie die Rehau AG auf Nachfrage der Frankenpost mitteilt, hat das Unternehmen vorübergehend an zwei Standorten Kurzarbeit angemeldet.



Rehau AG.
Rehau AG.   Foto: Uwe von Dorn

Oberfranken - Der deutschen Autobranche machen der tief greifende technologische Wandel und die abflauende Konjunktur zu schaffen. Das bekommen nicht nur die großen Zulieferer wie Bosch und Continental zu spüren, sondern auch Firmen in Oberfranken. Die Rehau AG hat vorübergehend an zwei Standorten Kurzarbeit angemeldet, wie das Unternehmen am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte. Am Stammsitz in Rehau im Landkreis Hof, wo 2500 Menschen in Lohn und Brot stehen, arbeiten nach Auskunft von Unternehmenssprecher Thomas Mavridis zirka 50 Mitarbeiter voraussichtlich bis Ende August kurz. Im Automotive- und im Industriewerk im mittelfränkischen Feuchtwangen seien aktuell 600 Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen. Die Maßnahme sei bis Oktober 2019 angemeldet.

Die schwächelnde Autokonjunktur setzt auch Kneitz in Wirsberg im Landkreis Kulmbach zu. In dem Unternehmen, das Sitzstoffe herstellt, gibt es schon seit Monaten Kurzarbeit. In der Regel werde in der Produktion (Drei-Schicht-Betrieb) am Freitag nicht gearbeitet, heißt es aus zuverlässiger Quelle. Der wichtigste Kunde für Kneitz ist Audi, wo die Verkäufe in den letzten Monaten stark rückläufig waren. Entlassungen habe es bislang aber nicht gegeben.

Das rauere Konjunkturklima sei auch bei Scherdel zu spüren, wie das Marktredwitzer Unternehmen auf Nachfrage sagte. Die Belegschaft wolle man aber zusammenhalten. Nur fünf Mitarbeiter im Werkzeugbau arbeiten den Angaben zufolge derzeit kurz. Eine Ausweitung sei aktuell nicht geplant. Die Scherdel-Gruppe, die unter anderem auf technische Federn sowie Montage- und Fügetechnik spezialisiert ist, beschäftigt weltweit 6000 Mitarbeiter.

Infolge der schwächelnden Autobranche stehen bundesweit die Zulieferer unter Druck. Bosch hat - wie berichtet - Stellenkürzungen angekündigt. Betroffen davon sind auch Beschäftigte im Bamberger Werk. Brose in Coburg hat ebenfalls ein Programm zur Kostensenkung gestartet. Bremsspuren gibt es auch bei Schaeffler in Herzogenaurach. So sollen etwa an Brückentagen die Bänder stillstehen. Mit am schwersten hat es Leoni in Nürnberg getroffen. Im ersten Halbjahr liefen bei dem Spezialisten für Kabel und Bordnetzsysteme unterm Strich 176 Millionen Euro Verlust auf.

Lesen Sie dazu auch: Im Sog der kriselnden Autobauer >>>

Autor

Michael Donhauser, Matthias Will, Roland Töpfer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
16. 08. 2019
14:33 Uhr

Aktualisiert am:
16. 08. 2019
20:35 Uhr

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Autor

Michael Donhauser, Matthias Will, Roland Töpfer

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Veröffentlicht am:
16. 08. 2019
14:33 Uhr

Aktualisiert am:
16. 08. 2019
20:35 Uhr



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