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Wirtschaft

Loewe biegt auf die Zielgerade ein

Steigt der chinesische Elektronik-Hersteller Hisense ein? Auch Schaeffler, Vestel und ein polnisches Unternehmen gelten als potenzielle Investoren.



Wie geht es mit Loewe weiter? Die Suche nach Investoren steht vor dem Abschluss. Foto: Nicolas Armer/dpa
Wie geht es mit Loewe weiter? Die Suche nach Investoren steht vor dem Abschluss. Foto: Nicolas Armer/dpa  

Kronach - Die Investorensuche des insolventen TV-Herstellers Loewe steht kurz vor dem Abschluss. Zwei strategische Investoren sollen bis zuletzt im Rennen gewesen sein. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich dabei um Hisense (China/Elektronik) sowie den fränkischen Autozulieferer Schaeffler oder Vestel (Türkei/Elektronik). Ein polnisches Unternehmen soll Interesse an den Namensrechten haben. Mit Hisense hat Loewe bereits einen Kooperationsvertrag.

Die potenziellen Investoren machen Milliardenumsätze und könnten vor allem an der Fertigung elektronischer Bauteile in Kronach interessiert sein. Hinter einer künftigen Fernsehproduktion in Kronach steht dagegen weiterhin ein dickes Fragezeichen. Jedoch scheint das Überleben der Marke gesichert zu sein, heißt es aus zuverlässiger Quelle. Am Dienstag kommender Woche findet eine Sitzung des Gläubigerausschusses statt.

In einem Pressegespräch am Freitag sagte CSU-Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach, ein polnisches Unternehmen zeige ebenfalls Interesse, wolle aber nur die Namensrechte kaufen, nicht aber in Kronach produzieren. Der Abgeordnete und die Stadt Kronach setzen sich für Hisense als Investor ein, da das Unternehmen nicht nur in Kronach weiterhin Fernseher herstellen möchte, sondern laut Michelbach auch erklärt habe, sein Forschungszentrum in die Stadt zu verlegen.

Bereits im Oktober hatte Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt, dass Loewe wieder ganz in altem Glanz erstrahle, das glaube er nicht. Es gebe aber auch in Zukunft gute Chancen, "dass in Kronach was läuft". Dies könne zum Beispiel die Fertigung elektronischer Bauteile sein. Damit spielte Weiß auf das EMS-Geschäft an (Electronic Manufacturing Services), also Loewe als Fertigungsdienstleister für elektronische Komponenten.

Loewe, 1923 gegründet, ging 1999 unter Rainer Hecker an die Börse. 2004 stieg Sharp mit 29 Prozent ein. 2013 wurde erstmals Insolvenzantrag gestellt. 2014 übernahm die Münchner Stargate Capital mit Mark Hüsges das Unternehmen. Auch Hüsges scheiterte. Im Mai 2019 musste Loewe erneut Insolvenz anmelden. Der Umsatz lag zuletzt bei 133 Millionen Euro. Das Unternehmen mit seinen 460 Beschäftigten schaffte es aber nie in die Gewinnzone. Nun steht Loewe vor einem weiteren, völlig neuen Kapitel.

Autor

Roland Töpfer, Yannick Seiler
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Veröffentlicht am:
22. 11. 2019
18:50 Uhr

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Roland Töpfer, Yannick Seiler

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Veröffentlicht am:
22. 11. 2019
18:50 Uhr



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