Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Wirtschaft

Rehau kooperiert mit Forschern aus Bayreuth

Wo klassische Spritzguss-Verfahren an ihre Grenzen gelangen, könnte der 3D-Druck die Lösung der Zukunft sein. Bei großen Bauteilen steht allerdings noch viel Entwicklungsarbeit bevor.



Der Polymer-Spezialist Rehau und die Neue Materialien Bayreuth GmbH wagen sich an dieses Themenfeld und werden dabei vom Freistaat Bayern mit einer Million Euro gefördert. Das gibt die Rehau AG mit Stammsitz in Rehau im Landkreis Hof in einer Mitteilung bekannt.

Immer kleinere Fertigungslosgrößen, bis hin zu Losgröße 1, also bis hin zu Einzelstücken, werden von der Industrie gefordert - das Ganze im Zuge zunehmender Individualisierung. Klassische formgebende Verfahren, wie beispielsweise Spritzguss, geraten aufgrund ihrer hohen einmaligen Investitionskosten pro Artikel für die entsprechenden Werkzeuge an ihre Grenzen, wenn es darum geht, kleine Stückzahlen wirtschaftlich herzustellen. Eine konsequente Erweiterung und damit viel versprechende Alternative stellt in dem Fall das "Additive Manufacturing" - auch als 3D-Druck bezeichnet - dar, mit dem auch Einzelstücke werkzeuglos gefertigt werden können. Für kleine Bauteile ist dieses Verfahren mittlerweile etabliert. Anders sieht es bei großen Bauteilen aus. Um auch diese in beliebiger Bauform, mit verschiedenen integrierten Funktionen und auch aus dem jeweils gewünschten Material im 3D-Druck fertigen zu können, sind noch erhebliche Entwicklungsleistungen zu erbringen. Rehau und die Neue Materialien Bayreuth GmbH haben sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, diese Herausforderungen anzugehen. Sie wollen Lösungen erarbeiten, die eine wirtschaftliche Herstellung vielfältiger, individueller Kunststoffprodukte im 3D-Druck ermöglichen. Diese Entwicklungsarbeit wird nun innerhalb eines speziellen Projekts vom Freistaat Bayern gefördert.

Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes Mitte 2022 will die Bayreuther Forschungseinrichtung die Ergebnisse zum kunststoffbasierten 3D-Druck unmittelbar in die eigene Forschung und Lehre einfließen lassen. Damit soll der Forschungsstandort Bayreuth gestärkt werden. Rehau werde die Ergebnisse unmittelbar in die werkzeuglose Fertigung neuer Produkte überführen, heißt es. red

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 08. 2019
20:14 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
3D-Druck Fertigungstechnik Forschungseinrichtungen Maschinen- und Geräteteile Rehau (Unternehmen) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Rehau Bayreuth
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Hoch über dem Neubau des Concept-Laser-Firmengebäudes in Lichtenfels, das seit vergangenem Jahr zu General Electric (GE) Additive gehört, thront im Hintergrund Kloster Banz. Der US-Konzern investiert 150 Millionen Euro in den Standort. Foto: Wilm Visuals

29.07.2019

Frank Herzog steigt bei Concept Laser aus

Der Gründer des Multi-Millionen-Dollar-Unternehmens aus Lichtenfels geht. Vier Geschäftsführer steuern künftig die Geschicke des Unternehmens. » mehr

Er wohnt nicht nur im Silicon Valley, er schätzt auch den Geist, der davon ausgeht: Der Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht stammt aus Würzburg und lehrt an der Stanford University in Kalifornien. Die Gäste der DLD-Konferenz hörten dem 71-Jährigen im Audimax gebannt zu.	Fotos: Peter Kolb

28.06.2019

Mit Mut in die digitale Welt

Wer künftig bestehen will, muss einfallsreich und wendig sein. Bei der Digitalkonferenz an der Uni Bayreuth stand daher Optimismus im Vordergrund. » mehr

Aus- und Weiterbildung stehen im Fokus: Um die Fachkräftelücke in Deutschland nicht noch größer werden zu lassen, wollen Unternehmen und Kommunen an einem Strang ziehen. Symbolfoto: zinkevych/Adobe Stock

18.01.2019

Beruf und Schule Hand in Hand

Der bayerische Kultusminister ist Gast beim IHK-Forum in Bayreuth. Dort spricht er sich für eine Stärkung der beruflichen Bildung aus. » mehr

Startschuss für die Projektförderung (von links): Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth, Florian Linseis, Ministerialdirektor Rolf-Dieter Jungk, Forschungsstiftungspräsident Anrdt Bode und Professor Ralf Moos.	Foto: Peter Kolb

27.03.2019

Neueste Messtechnik aus Selb

Ein von der Firma Linseins und der Uni Bayreuth entwickeltes Gerät soll die thermische Analyse von Stoffen revolutionieren. Der Freistaat fördert das Projekt. » mehr

F. J. Radermacher

08.01.2019

Tipps für den Umgang mit dem digitalen Hype

Flug-Taxis, Industrie 4.0., künstliche Intelligenz - immer neue Ideen und Schlagworte bestimmen das digitale Zeitalter. Umso mehr gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. » mehr

Der Gewinner des Businessplan-Wettbewerbs Adrian Beetz (Mitte) und das Team von Zukunft Coburg Digital, Eric Rösner, Eva Kollmann, Domenique Dölz und Andreas Kücker (von links) blicken positiv in die Zukunft.	Foto: Zukunft Coburg Digital

14.03.2019

Coburger Start-ups bei Gründerwettbewerb vorne dabei

Mit 3D-Druckern und einer Plattform für Smart-Home-Systeme sichern sich die Jungunternehmer gute Positionen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Run of Hope in Kronach

Run of Hope in Kronach | 15.09.2019 Kronach
» 28 Bilder ansehen

Theaterfest-Nachmittag

Theaterfest-Nachmittag | 15.09.2019 Coburg
» 22 Bilder ansehen

Oldtimertreffen in Coburg

Oldtimertreffen in Coburg | 15.09.2019 Coburg
» 10 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 08. 2019
20:14 Uhr



^