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Wirtschaft

Weiterhin viele Aufträge für das Handwerk

Während andere Zweige bereits schwächeln, herrscht bei den meisten hiesigen Handwerks- betrieben gute Stimmung. Nur wenige spüren eine Abkühlung.



Thomas Koller
Thomas Koller  

Oberfranken - Die Geschäfte der oberfränkischen Handwerksbetriebe laufen auch zur Jahresmitte weiterhin hervorragend. Das geht aus der Konjunkturumfrage der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken im zweiten Quartal hervor. 60 Prozent der befragten Betriebe berichten von einer guten, 32,5 Prozent von einer befriedigenden Geschäftslage. HWK-Präsident Thomas Zimmer sagt dazu laut einer Mitteilung: "Das oberfränkische Handwerk hat nach wie vor volle Auftragsbücher und kann seine konjunkturelle Stärke behaupten. Die Wirtschaftslage im Handwerk bleibt also stabil." Ein weiteres Wachstum erwarten die Betriebe ihm zufolge vorerst allerdings nicht. Deshalb sei auch der Geschäftsklima-Index leicht um einen Punkt auf den Wert von 118 gesunken.

Erfreulich ist für den Präsidenten die Entwicklung der weiteren Kennzahlen: "Es haben wieder mehr Betriebe ihre Personaldecke erhöht und auch beim Umsatz konnten viele zulegen." Fast ein Drittel der Befragten habe den Umsatz gesteigert, weitere 57 Prozent konnten ihn konstant halten. Insgesamt ist die Nachfrage nach Handwerkerleistungen höher als im Vorquartal. Allerdings sind die Erwartungen in Bezug auf die zukünftige Geschäftslage nicht mehr ganz so optimistisch wie in den Vorquartalen. Nur noch elf Prozent gehen davon aus, dass sich die Geschäftslage weiter verbessern wird. "Die Handwerkswirtschaft entwickelt sich solide, wächst aber weniger dynamisch", fasst Zimmer zusammen.

Obwohl das Konsumklima in den letzten Monaten etwas zurückgegangen ist, konnten die Handwerksbetriebe in Oberfranken ihre Kapazitäten weiter voll auslasten. "Mit 82 Prozent wird der bisherige Spitzenwert aus dem dritten Quartal 2018 abermals erreicht und sorgt für volle Auftragsbücher", berichtet HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller. "Der Auftragsbestand liegt bei 9,2 Wochen und ist damit weiterhin historisch hoch." Während der exportabhängigen Wirtschaft Zollkonflikte, die zunehmende Unsicherheit in der Automobilindustrie und die Abkühlung der Weltkonjunktur zu schaffen machten, sei davon im Handwerk noch wenig zu spüren. Insbesondere die Bau- und Ausbauwerke arbeiten nach wie vor an der Kapazitätsgrenze. Lediglich bei den Zulieferern bekämen erste Unternehmer die konjunkturelle Abkühlung der Industrie zu spüren.

"Um die Handwerkskonjunktur auch weiterhin so stabil zu halten, ist eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik notwendiger denn je. Die Sozialbeiträge müssen daher auch zukünftig unter der 40-Prozent-Marke bleiben, der Soli sollte für alle abgeschafft und die Bürokratie verringert werden", fordert Hauptgeschäftsführer Koller. red Foto: Archiv

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Veröffentlicht am:
13. 07. 2019
00:00 Uhr

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13. 07. 2019
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