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BBC Coburg

Auf ein Wort mit dem BBC

Coburgs Basketball-Klub empfing am Freitagabend die Presse. Möglichkeit, ein paar Fragen zu stellen, die Anhängern unter den Nägeln brennen dürften.



BBC-Boss Wolfgang Gremmelmaier verfolgt die Partie gegen Baunach.
BBC-Boss Wolfgang Gremmelmaier verfolgt die Partie gegen Baunach.   » zu den Bildern

Coburg - Ein wenig kurios war sie schon, die ganze Szenerie, am Freitagabend in der HUK-Arena. Der BBC hatte die Presse auf die Lauterer Höhe geladen, um sich "ein Bild von unserer neu formierten Mannschaft zu machen", wie es in der Einladung hieß und einen Test für die kommende Saison hinter verschlossenen Türen gegen Baunach zu begutachten.

Neuer Sportlicher Leiter

Carsten Richter, 29, wird als neuer Sportlicher Leiter beim BBC die Aufgaben von Johannes Wunder abseits des Feldes übernehmen. Er stammt aus Rostock und lebt seit einigen Jahren in Bamberg. Dort ist Richter beim TTL sowie DJK Eggolsheim als Trainer tätig. Er war zudem am Anschreibetisch von Brose Bamberg aktiv.

 

Zunächst jedoch war nicht viel her mit Basketball - mal wieder dominierte in der Handball-Stadt Coburg der HSC 2000 das Bild: Auf dem Feld bereiteten sich Sebastian Weber und Co. für ihren Auftritt in Aue vor. Das ging dann auch noch eine ganze Weile so, nachdem die Presse-Runde des Pro B-Ligisten längst begonnen hatte. Die Schreie von HSC-Trainer Jan Gorr erinnerten wiederholt und mit Nachdruck daran.

 

Man verfolge den "Plan, den BBC medialer aufzustellen", setzte sich Martin Vogel dann eingangs gegen das Quietschen von der Platte durch. Vogel, der schon in der Vorsaison Pressemitteilungen für den Verein geschrieben hatte, erledigt künftig ganz offiziell die Öffentlichkeitsarbeit des Klubs. Anschließend hieß es: Antreten für die bis auf Christopher Wolf und Louis Herbst komplett neu zusammengestellte Coburger Mannschaft (die NP berichtete: "Jünger, athletischer, fränkischer"). Vorstellungsrunde.

Für Fragen war danach Raum. Und von denen gibt es rund um den BBC dieser Tage ja doch einige, die Beobachter des Klubs umtreiben dürfte. Fans erst recht.

Etwa die nach der Identifikation mit einem Team, das so gut wie keine Berührungspunkte mehr hat mit dem aus der Vorsaison. Und dann ist da ja noch die Trennung zwischen BBC und Johannes Wunder, die kürzlich mit einer äußerst unscharfen Pressemitteilung bekannt gegeben wurde. Überraschend macht die Entwicklung, dass Wunder erst im vergangenen Jahr einen neuen Vertrag bekommen hatte. Und von da an nicht mehr nur als Co-Trainer, sondern als "Leiter Personal- und Konzeptentwicklung" fungierte, ausgestattet also mit deutlich mehr Kompetenzen.

Aber zunächst zum Thema Identifikation. Und zu einem der beiden letzten Mohikaner, dem neuen Coburger Kapitän Christopher Wolf. "So ein kompletter Umbruch war ja, glaube ich, an sich nicht gewollt", sagte der Flügelspieler. "Man wollte schon noch so drei, vier andere Spieler auch halten. Aber es ist jetzt halt so gekommen. Ob der Schritt richtig war oder falsch, das werden wir im Laufe der Saison sehen." Und Fan-Stimmen, die fragen, weshalb man überhaupt noch in die Halle kommen sollte, wenn man niemanden mehr kenne da unten auf dem Feld? "Das verstehe ich voll und ganz mit der Identifikation. Aber ich denke, die Fans können sich dieses Jahr auf tolle Jungs freuen, weil eben sehr viele noch nicht so die Chance bekommen haben auf dieser Ebene und die werden alles reinwerfen."

Wolfs Boss Wolfgang Gremmelmaier, Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, stieß in der Frage ähnliche Töne an. Die Neuen seien ja fast alle Franken, die eine hohe Identifikation mit ihrer Heimat hätten: "Natürlich müssen sie sich jetzt erst beweisen und ihre Zuschauer zurückgewinnen, aber das wird aus meiner Sicht sehr schnell passieren."

Und die Causa Johannes Wunder? "Ich hätte ihn schon ganz gerne als Co-Trainer behalten, das ging aber dann nicht mehr von seiner Seite", so BBC-Head-Coach Ulf Schabacker, der das jüngste Trainingslager nur verstärkt durch seine Athletiktrainerin betreuen musste. Die Suche nach einem Ersatz laufe, sei in der Kürze der Zeit, noch dazu in der Pre-Season, aber schwierig.

Noch komplizierter macht die Sache, dass Schabacker nicht in Vollzeit coacht, ein Unternehmen zu leiten hat und in Bamberg wohnt: "Insofern ist es von der zeitlichen Frage schon massiv anstrengend, weil ich ja teilweise zwei Mal am Tag nach Coburg fahre." Zu den Gründen der Trennung hielt sich der erfahrene Trainer bedeckt: "Da kann ich mich jetzt nicht so exakt dazu äußern, weil es letzten Endes eine e.V.-Sache ist und von der Geschäftsführung."

Also auch von Wolfgang Gremmelmaier, der sich so äußerte: "Jo hat wirklich eine gute Arbeit gemacht hier in Coburg. Er hat aber auch eine Firma, er wollte sich einfach neu ausrichten. Von unserer Seite hätten wir auch weiter gemacht."

Ein Anruf bei Johannes Wunder, zwei Tage nach dem Test gegen Baunach, den der BBC übrigens mit 62:61 für sich entschied. Konfrontiert mit dem Statement seines ehemaligen Chefs sagt Wunder, der aktuell vertragslos ist: "Ich wäre gerne in Coburg geblieben. Leider waren die Verhandlungen zu neuen Aufgabenbereichen nicht erfolgreich, weshalb ich diese schlussendlich aus eigenem Wunsch beendet habe."

Autor
David Büttner

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Veröffentlicht am:
01. 09. 2019
21:55 Uhr

Aktualisiert am:
01. 09. 2019
21:55 Uhr

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David Büttner

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01. 09. 2019
21:55 Uhr

Aktualisiert am:
01. 09. 2019
21:55 Uhr



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