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BBC Coburg

BBC hat keine Angst vor Frankfurt

Die Coburger Basketballer haben am Sonntag in der 2. Bundesliga Pro B erneut Besuch aus Hessen. Sie treten auch gegen eine mutmaßlich stark besetzte Bundesliga-Reserve mit breiter Brust an.



Cheftrainer Ulf Schabacker (Mitte) will den Coburger Basketballern auch im Heimspiel gegen die Bundesliga-Reserve aus Frankfurt ein Erfolgsrezept an die Hand geben.	Foto: Henning Rosenbusch
Cheftrainer Ulf Schabacker (Mitte) will den Coburger Basketballern auch im Heimspiel gegen die Bundesliga-Reserve aus Frankfurt ein Erfolgsrezept an die Hand geben. Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg - Nur eine Woche nach dem Sieg gegen die Gießen 46ers Rackelos bekommt der BBC Coburg am Sonntag um 16 Uhr schon wieder Besuch aus Hessen. Diesmal stellen sich die Fraport Skyliners Juniors aus Frankfurt in der Vestestadt vor. Die Erstliga-Reserve dürfte mit sämtlichen BBL-Doppel-Lizenzlern in Oberfranken aufschlagen, trotzdem wollen die Hausherren ihre Heimserie unbedingt verteidigen.

Als im August die Bitte der Fraport Skyliners um Spielverlegung der Begegnung von Samstag auf Sonntag eintraf, mussten die Verantwortlichen beim BBC Coburg nicht lange nachdenken: "Wenn sich ein Verlegungs-Wunsch in puncto Hallenbelegung realisieren lässt, werden wir einem solchen nicht aus taktischen Erwägungen im Wege stehen. Erstens möchten wir uns mit den besten Spielern der Liga messen, zweitens ist es für unser Publikum doch toll, Akteure in der HUK-Coburg-Arena zu erleben, die vielleicht irgendwann einmal in der NBA oder in diversen Nationalmannschaften auflaufen werden." Den Einwand, dass die eigenen Siegchancen durch die Vermeidung einer Überschneidung des Skyliners-Auftritts in Coburg mit der Partie des "großen Bruders" in der BBL und dem damit verbundenen verstärkten Einsatz von Doppel-Lizenzlern geschmälert würden, lässt Matthias Haufer, Sportlicher Leiter beim BBC Coburg, nicht gelten: "Bis jetzt war unsere Leistung meist deutlich besser, wenn die Gegner mit "voller Kapelle" am Start waren. In diesen Situationen kann man über sich hinauswachsen und namhafte Kontrahenten schlagen, das setzt eine besondere Energie frei. Wenn viele Leistungsträger fehlen, besteht dagegen immer die Gefahr, die Aufgabe zu leicht zu nehmen - auch das haben wir bereits mehrfach erlebt."

Namhafte Talente hat das Team von Headcoach Sebastian Gleim allemal im Angebot: Da wäre zum Beispiel Small Forward Richard Freudenberg, der im Erstliga-Hessen-Derby bei den Gießen 46ers am vergangenen Wochenende mal eben 21 Zähler in 22 Minuten markierte. Oder der schwedische Combo Guard Elijah Clarance, dessen spektakuläre Flugeinlagen bei einschlägigen Internetportalen zu bewundern sind. Leon Kratzer, soeben aus Bamberg verpflichtet und den Coburgern aus seiner Zeit in Baunach und Würzburg bestens bekannt, hat ebenfalls eine Doppel-Lizenz für beide Spielklassen erhalten. Auch Point Guard Garai Zeeb, Center-Hüne Armin Trtovac und "Stretch Big" Cosmo Grühn, der den Vestestädtern in der Vorsaison mit seinen Dreiern ordentlich zusetzte, haben mehr im Repertoire als ungewöhnliche Vornamen. Frontcourt-Routinier Tobias Jahn und der US-amerikanische Distanzwurf-Spezialist J.T. Roach ergänzen einen hochkarätig besetzten Kader, der im Saisonverlauf bereits sechs Siege einfahren konnte.

Die letzten drei Duelle gingen für die Mainstädter jedoch allesamt verloren. Gegen die Topteams aus Schwenningen und Leverkusen setzte es deutliche Niederlagen. Der BBC Coburg dagegen befindet sich gerade zu Hause nach zwei überzeugenden Heimerfolgen klar im Aufwind. Point Guard-Neuzugang Chase Adams hat es geschafft, das gesamte Mannschaftsspiel auf ein neues Level zu hieven. Shooting Guard Kevin Franceschi hat sich als verlässlicher Scorer etabliert, auf den Flügelpositionen sorgen Dino Dizdarevic und Steffen Walde für defensive Intensität und für Punkte im richtigen Moment. Center Max von der Wippel blüht in neuer, verantwortungsvollerer Rolle geradezu auf. Kapitän Yasin Turan gibt den "Energizer" von der Bank, dazu könnte es für Christopher Wolf nach einigermaßen überstandener Bänderverletzung zumindest für einen Kurzeinsatz reichen. Genügend Argumente, die BBC-Coach Ulf Schabacker und seine Mannen mit der nötigen Munition ausstatten sollten, um auch eine Frankfurter Truppe in Bestbesetzung vor erhebliche Probleme zu stellen. mh

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Veröffentlicht am:
23. 11. 2018
15:54 Uhr

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23. 11. 2018
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