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BBC Coburg

Schabacker redet Klartext

Der Cheftrainer des BBC übt offene Kritik an seinem Team. Die Heimpleite gegen die Löwen Erfurt offenbart große Schwächen bei den Coburger Basketballern.



Die Zeit der leisen Töne ist vorbei: BBC-Chefcoach Ulf Schabacker (Zweiter von rechts) liest seinen Basketballern die Leviten.	Fotos: Henning Rosenbusch
Die Zeit der leisen Töne ist vorbei: BBC-Chefcoach Ulf Schabacker (Zweiter von rechts) liest seinen Basketballern die Leviten. Fotos: Henning Rosenbusch   » zu den Bildern

Coburg - Der BBC Coburg steht einmal mehr am Scheideweg. Nach der 76:77-Heimniederlage gegen die bis dato sieglosen Löwen aus Erfurt, ein Team, dass von Manager und Gesellschafter Wolfgang Heyder zusammen mit Trainer Florian Gut in einer einwöchigen Hau-Ruck-Aktion im Juni aus der Taufe gehoben wurde, ist am kommenden Samstag mit den Rhein Vikings Köln der nächste direkte Konkurrent aus dem Tabellenkeller der 2. Basketball-Bundesliga ProB zu Gast.

Heyder ließ es sich natürlich nicht nehmen, seiner alten Wirkungsstätte als Manager der Handballer des HSC 2000 einen Besuch abzustatten. "Aus heutiger Perspektive: eine BBL-taugliche Halle", sagte der langjährige Meister-Macher im Hintergrund der Brose Baskets am Rande des Kellerduells am Samstagabend. Heyder war noch nie einer gewesen, der ein Blatt vor den Mund nimmt - und so kennen ihn auch die Coburger aus seiner Zeit beim HSC. Sein Urteil über die Gastgeber vom BBC war jedoch regelrecht vernichtend: "Coburg ist eigentlich ein Spitzenteam in dieser Liga, aber so gewinnt man keine Spiele." Die Coburger würden es in der Defensive nicht schaffen, über die Dauer eines Angriffs den letzten Biss zu zeigen. "Der einzige, der 100 Prozent Einsatz zeigt, ist Ulf Schabacker an der Seitenlinie."

28.10.2018 - BBC Coburg - Löwen Erfurt 76:77 - Foto: Henning Rosenbusch

BBC Coburg - Löwen Erfurt
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Der BBC-Coach lachte am Montagnachmittag, konfrontiert mit diesen Aussagen, nur einmal ganz kurz und redete dann ebenso Klartext: "Ich vermisse Einstellung und Willen. Mir ist dabei sehr bewusst, dass ich als Headcoach dafür verantwortlich bin." Dass der neue US-Amerikaner im Team, Point-Guard Chase Adams, mit seiner Größe von nur 1,75 Metern die meisten Rebounds geholt hätte, sei einfach nur "bezeichnend". Natürlich gebe es mit der "Umstellung von big auf small" in Sachen US-Amerikaner Probleme unterm Korb. Da nur ein US-Amerikaner spielberechtigt ist, durfte Center Jason Penn, für den nun ein neuer Verein gesucht werden soll, nur zuschauen. Dazu war es natürlich bitter, dass 1,97-Meter-Mann Matthias Fichtner am Freitag im Training umgeknickt war und ausfiel. "Ich hoffe, wir finden noch eine deutsche Verstärkung auf der Center-Position", sagte der 61-jährige Basketball-Lehrer. Schabackers offene Kritik an seiner Mannschaft ging noch weiter: "Wir zeigen eine Frustrationstoleranz, die dünner ist als ein Blatt Papier." Das ginge so nicht, meinte der Bamberger, "das dürfen wir uns nicht mehr erlauben."

Und das hätte sich bisher durch die komplette Saison gezogen: "Leverkusen, Ulm, Schwenningen und jetzt auch zu Hause gegen Erfurt, die wir einfach hätten schlagen müssen. Es fallen zwei Körbe nicht, der Gegner stellt seine Abwehr um und wir fallen in ein tiefes Loch." 25:9 hatten die Coburger vor 820 Zuschauern geführt und nur wenige völlig verunsicherte Minuten später stand es plötzlich nur noch 28:23. Möglicherweise eine Charakterfrage, denn diese Probleme gibt es in Coburg nicht erst seit Ulf Schabacker.

Der neue Hoffnungsträger beim BBC, Chase Adams, soll das Ruder jetzt herumreißen. Der erfahrene Aufbauspieler übernahm am Samstagabend sofort eine Führungsrolle und auch Verantwortung in den Schwächephasen des BBC. "Ich bin jetzt eine Woche im Training, eine tiefgreifende Veränderung gibt es nicht über Nacht", sagte der 29-Jährige, der in den letzten drei Spielzeiten in der Pro A mit Bestwerten von sich reden machte. "Das braucht Zeit und Geduld." Das Team müsse verstehen, dass jeder der zehn oder zwölf Spieler im Aufgebot wichtig ist. "Und ein paar müssen vielleicht auch etwas mehr tun."

Die Saison sei noch jung. Aber eines garantierte der selbst ernannte Optimist mit voller Überzeugung schon nachdem ersten Auftritt in Coburg: "Ich bin noch nie abgestiegen. Und das wird sich hier auch nicht ändern. Nicht mit diesem starken Team."

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Henning Rosenbusch
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Veröffentlicht am:
29. 10. 2018
21:45 Uhr

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Henning Rosenbusch

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Veröffentlicht am:
29. 10. 2018
21:45 Uhr



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