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HSC Coburg

Doppelte Wiedergutmachung?

Nach der Heimpleite am Ostersamstag steht der HSC vor zwei Derbys an drei Tagen. Zunächst geht es nach Großwallstadt, dann kommt Rimpar.



Kurz vor dem Anwurf gegen Lübeck-Schwartau war die Coburger Handball-Welt zu Ostern noch in Ordnung. Nach der deutlichen Niederlage wartet auf den HSC 2000 nun ein Doppelspieltag.	Foto: Henning Rosenbusch
Kurz vor dem Anwurf gegen Lübeck-Schwartau war die Coburger Handball-Welt zu Ostern noch in Ordnung. Nach der deutlichen Niederlage wartet auf den HSC 2000 nun ein Doppelspieltag. Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg - Die Sozialen Medien sind zuweilen ein hartes digitales Pflaster. Eine neuerliche Kostprobe dessen gab es für den HSC 2000 pünktlich zum Osterfest: "Ihr Luschen" oder "Ihr Pfeifen, worauf hofft ihr?" war da etwa zu lesen auf dem Facebook-Auftritt des Handball-Zweitligisten am fortgeschrittenen Abend des vorigen Samstag. Schon unmittelbar nach der verdienten 23:28-Niederlage in der HUK-Arena gegen Lübeck-Schwartau.

"Ich habe mir abgewöhnt, das zu lesen, weil sich dort viele von ihren Emotionen leiten lassen", sagt Coburgs Trainer Jan Gorr, an dessen Person sich kurz nach der Schlusssirene am Karsamstag der eine oder andere Anhänger des HSC aber auch offline abarbeitete - und zwar gut vernehmbar, hielt man die Ohren offen auf der Lauterer Höhe. Der 41-Jährige weiter zum Thema soziale Medien: "Diese wenig wertschätzende Behandlung haben meine Spieler nicht verdient, wenn ich sehe, wie meine Mannschaft unter der Woche arbeitet. Mir ist es wichtig, mit Respekt miteinander umzugehen."

Der immense Frust einiger HSC-Fans lässt sich - soweit das möglich ist - wohl auch damit erklären, dass die jüngste Niederlage für Coburg einen doch empfindlichen Rückschlag im Aufstiegskampf bedeutete. Zwar rangiert der HSC (45:15 Punkte) weiter auf Platz zwei, der Vorsprung auf Verfolger Nordhorn-Lingen (44:16) ist aber auf nur noch einen Zähler zusammengeschmolzen, acht Spieltage vor Saisonende.

Mitten in diesen potenziell vorentscheidenen Wochen steht für den HSC 2000 ein Doppelspieltag mit zwei Derbys auf der Agenda: Am Freitag reisen Florian Billek und Co. zum TV Großwallstadt (19.30 Uhr), am Sonntag sind dann die DJK Rimpar Wölfe in Coburg zu Gast (17 Uhr).

"Das ist auf jeden Fall ein Wochenende, an dem man Weichen stellen kann", prognostiziert Jan Gorr am Mittwochvormittag und spricht von "zwei wahnsinnig emotionalen,und brisanten Spielen", in denen die Möglichkeit bestehe, die Leistung vom Samstag mit positiven Resultaten ein Stück weit wieder auszugleichen. Vielleicht ja ähnlich der Hinrunde, als der HSC nach Niederlagen gegen Essen und Lübeck-Schwartau zunächst Aufsteiger Großwallstadt klar bezwang (33:27) und zwei Tage darauf in einer regelrechten Abwehrschlacht einen fast schon historischen Erfolg in Rimpar bejubelte (23:20).

Soll es abermals etwas werden mit vier Punkten an drei Tagen, dürfte es für den HSC allerdings gerade am Sonntag einer gehörigen Leistungssteigerung bedürfen. Daraus macht auch Gorr keinen Hehl, der gerade die 14 technischen Fehler gegen Lübeck-Schwartau im Vergleich zu nur vier des VfL als "einfach zu krass" moniert. Er rückt dieses Verhältnis aber in einen größeren Kontext: "Wir haben lange gebraucht, um daraus zu lernen, was uns der Gegner vorsetzt. Das hat etwas mit Cleverness zu tun, man hat das schon ein paar Mal gesehen, dass uns da ein bisschen was fehlt. Das muss man aber haben, wenn man ganz vorne stehen will. Wir haben jetzt die Chance zu beweisen, dass wir diese Cleverness schon besitzen."

Wichtig werden könnte darüber hinaus, ob Coburgs Spielmacher Tobias Varvne wieder zu gewohnter Form findet. Seit Wochen geht dem Schweden, dem eigentlichen Kopf im Spiel des HSC, auf der Platte eine gewisse Präsenz ab. Sein Trainer räumt ein, dem 32-Jährigen fehle momentan die Effizienz in seinen Aktionen. Einen physischen Grund dafür gebe es aber ausdrücklich nicht, stellt Gorr klar und sagt: "Ich bin optimistisch, dass er aus dieser Phase wieder rauskommt."

Möglicherweise ja schon gegen den abstiegsbedrohten TV Großwallstadt (17., 21:39 Punkte) um die Spieß-Brüder Tom und Lars. Oder den nach miesem Saisonstart wieder erstarkten Coburger Angstgegner DJK Rimpar (8., 34:26) um Keeper und HSC-Schreck Max Brustmann.

Verfolger Nordhorn-Lingen muss am Doppelspieltag übrigens in Dessau-Roßlau sowie zu Hause gegen Hamburg ran. Wirklich kümmern muss das aber eigentlich niemanden im Lager des HSC, schließlich ist jener Facebook-Kommentar eines Fans, ebenfalls vom Samstagabend, keineswegs Fake News: "Wir haben es noch immer in eigener Hand!"

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Felix Sproß, Max Jaeger, Marcel Timm, Sebastian Weber, Markus Hagelin, Anton Prakapenia, Patrick Weber, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Jakob Knauer, Florian Billek, Lukas Wucherpfennig.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
24. 04. 2019
17:28 Uhr

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David Büttner

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24. 04. 2019
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