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HSC Coburg

Drei Tage, zwei Derbys, ein Erkältungsvirus

Der HSC 2000 erwartet am Freitag Großwallstadt und reist am Sonntag zur DJK Rimpar. Coburgs Trainer Jan Gorr spricht von einer heiklen Trainingswoche.



Coach Jan Gorr (Bildmitte) und sein Team stehen vor einem Doppelspieltag.	Foto: Henning Rosenbusch
Coach Jan Gorr (Bildmitte) und sein Team stehen vor einem Doppelspieltag. Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg/Rimpar - Ein wenig scheint es, als sei der HSC 2000 dieser Tage auf dem Boden der Realität angekommen. Nach neun Spielen ohne Niederlage, davon acht Siege, folgten zuletzt gleich zwei in Serie. Der Lauf der Coburger Zweitliga-Handballer ist nach dem 22:28 beim - zugegeben äußerst heimstarken - VfL Lübeck-Schwartau endgültig gestoppt. HSC-Trainer Jan Gorr dürfte sich entsprechend insgeheim ein wenig bestätigt fühlen, schon während des Laufs seines Teams hatte er stets vor allzu großer Euphorie gewarnt.

"Das war einfach zu erwarten", sagt der 40-Jährige dann auch am Donnerstag. "Es ist ganz normal, dass man mit einer neu zusammengestellten Mannschaft nicht nur Sternstunden erlebt." Solche Erlebnisse seien zudem auch wichtig, um weiterzukommen, sich als Mannschaft zu entwickeln. Dennoch: Auch knapp eine Woche nach Lübeck und trotz der Tabellenführung ist Gorr anzumerken, dass ihm die abschließenden 20 Minuten in der Hansehalle noch nachhängen. Die Analyse: Seine Spieler seien hektisch geworden, hätten ihre Linie verloren, mit Struktur habe das nur noch wenig zu tun gehabt. "Es ist wichtig, dass wir daraus jetzt lernen."

Der HSC steht vor einem Doppelspieltag. Bereits am Freitagabend ist der TV Großwallstadt in Coburg zu Gast, Anwurf ist um 20 Uhr. Am Sonntag fahren Florian Billek und Co. dann zur DJK Rimpar Wölfe, die Partie beginnt um 17 Uhr.

Drei Tage, zwei Derbys. Und ein Erkältungsvirus.

Ein solcher ging und geht beim HSC nämlich um, wie Gorr klagt. "Das hat das Training belastet", moniert er und spricht von einem "Ritt auf der Rasierklinge": Zwischen einem geordneten Training mit möglichst vielen Spielern und der Gefahr, dass sich noch mehr Spieler anstecken. Wie sich all das personell letztlich auf die kommenden zwei Spielen auswirkt, vermag oder will Gorr am Donnerstag noch nicht sagen. Sicher fehlen wird dem HSC aber der weiter verletzte Sebastian Weber.

"Wir stehen vor zwei wahnsinnig emotionalen Partien", prognostiziert Coburgs Coach und sagt mit Blick auf die gesundheitlichen Probleme: "Ich bin gespannt, wie wir an unsere Grenzen kommen, es ist eine Herkulesaufgabe." Allerdings, das sei der Vollständigkeit halber gesagt, eine gegen zwei Kellerkinder der Liga.

In Teil eins wartet der TV Großwallstadt, aktuell Tabellen-17., 7:15 Punkte. Der einst so große Klub, der nach der Insolvenz im Jahr 2015 nun immerhin zurück ist in Liga zwei, zeigte jüngst beim deutlichen 30:22-Erfolg gegen Wilhelmshaven aufsteigende Tendenz. Gorr bescheinigt dem Ex-Verein von HSC-Linksaußen Felix Sproß eine ausgeglichene Mannschaft, die mit vielen im Eins-gegen-Eins starken Spielern aufwarte. Wie etwa den Spieß-Brüdern Tom und Lars. Von diesen kann sich am Freitag dann auch Gorrs Vorgänger ein näheres Bild machen: Hrvoje Horvat, 72, verbringt aktuell einige Tage in Coburg und hat sich für die HUK-Arena angekündigt. Der kroatische Ex-HSC-Coach dürfte, so sagt es zumindest sein Nachfolger voraus, Gäste zu sehen bekommen, die auf eine "sehr emotionale Spielweise und aggressive Abwehr" bauen.

Letzteres, meint Gorr, treffe aber genauso auf den Gegner am Sonntag zu, die DJK Rimpar Wölfe, vor den Freitagsspielen Tabellen-16., 7:13 Zähler. Angesichts der Historie scheint diese Aufgabe für den HSC die deutlich diffizilere an diesem Wochenende, immerhin steht Coburg noch ohne Erfolg gegen den Angstgegner aus Würzburg da. "Von der Tabelle her sind wir wie gegen Großwallstadt auch irgendwo favorisiert", meint Gorr mit Blick auf den Sonntag. "Von der Bilanz her aber krasser Außenseiter." Letzteres sagt der Mittelhesse gefolgt von einem Lachen, das jedoch fast etwas ins Bittere abgleitet. "Aber natürlich verfolgen wir das Ziel, Würzburg dieses Mal erfolgreich zu verlassen." Dies dürfte nicht zuletzt davon abhängen, ob Florian Billek und Co. erneut an Rimpars eher offensiven 6:0-Abwehr und insbesondere Torwart Max Brustmann dahinter verzweifeln.

Sollte der HSC beide Derbys für sich entscheiden können, gerade das in Würzburg, die Niederlagen gegen Essen und Lübeck-Schwartau wären in Coburg wohl schnell vergessen.

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Felix Sproß, Max Jaeger, Marcel Timm, Markus Hagelin, Anton Prakapenia, Christoph Neuhold, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Jakob Knauer, Florian Billek, Lukas Wucherpfennig. - Es fehlt: Sebastian Weber.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
08. 11. 2018
17:18 Uhr

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David Büttner

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08. 11. 2018
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