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HSC Coburg

Ein Karsamstag zum Vergessen

Der HSC 2000 unterliegt dem VfL Lübeck-Schwartau zu Hause klar und deutlich mit 23:28. Gerade in den ersten 25 Minuten sehen die Coburger kein Land.



Leere Blicke nach der Schlusssirene: das Team des HSC 2000. Mehr Bilder: www.np-coburg.de Fotos: H. Rosenbusch
Leere Blicke nach der Schlusssirene: das Team des HSC 2000. Mehr Bilder: www.np-coburg.de Fotos: H. Rosenbusch  

Coburg - Ihr Osterfest hatten sich Trainer Jan Gorr und seine Männer samt der rund 2200 Fans des HSC 2000, die am Karsamstag den Weg in die HUK-Arena gefunden hatten, wohl ganz anders vorgestellt: Mit einem verdienten 28:23-Sieg, der nie ernsthaft in Gefahr geraten war, entführten nämlich die ersatzgeschwächten Gäste vom VfL Lübeck-Schwartau die Punkte aus Coburg. Für den HSC ein doch empfindlicher Rückschlag im Aufstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga. Die Coburger rannten mit viel Einsatz und Willen, aber wenig Köpfchen nahezu über die gesamte Spielzeit einer verschlafenen Anfangsphase hinterher. Dabei kamen sie aber nie mehr näher als auf drei Tore heran an die Gäste. Letztere überzeugten mit ihrer stabilen Abwehr und einer niedrigen Fehlerquote.

20.04.2019 - HSC 2000 Coburg - VfL Lübeck-Schwartau 23:28 - Foto: Henning Rosenbusch

HSC 2000 Coburg - VfL Lübeck-Schwartau 23:28
HSC 2000 Coburg - VfL Lübeck-Schwartau 23:28
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HSC 2000 Coburg - VfL Lübeck-Schwartau 23:28
HSC 2000 Coburg - VfL Lübeck-Schwartau 23:28

Gerrit Claasen, der seit etwa einem Monat zusammen mit Jörg Engelhardt ein Chefcoach-Duo beim VfL bildet, machte bei der Pressekonferenz nach der Partie den Eindruck, als könne er gar nicht so wirklich glauben, die lange Busfahrt zurück nach Lübeck mit zwei Punkten im Gepäck antreten zu können: "Ich bin sehr froh, das haben wir so nicht erwarten dürfen." Man sei ohnehin ersatzgeschwächt nach Coburg gekommen und "dann verletzt sich unser Abwehrchef Waschul nach fünf Minuten und kurz nach der Pause hat auch noch der von Beginn an angeschlagene Schult aufgegeben."

Den verbliebenen zwölf Lübeckern - bestückt mit etlichen Zwei-Meter-Hünen stellen die Nordmänner nach wie vor die beste Abwehr der Liga - gelang es trotzdem, die Coburger an diesem Samstagabend vor eine unlösbare Aufgabe zu stellen: "Wir haben heute unsere Linie über 60 Minuten durchgehalten und dabei wenige technische Fehler gemacht", lobte Claasen und das sei, unter diesen Umständen, durchaus überraschend gewesen für ihn. "Es ist ja nicht so, dass wir uns das nicht auch in den vergangenen Spielen so vorgenommen haben, nur hat es da lange nicht so gut funktioniert."

14:4 "leichte Fehler"

Ganze vier technische Fehler, im Handballer-Jargon auch "leichte Fehler" genannt, leisteten sich die Gäste. Beim HSC waren es am Ende 14. Die meisten Bälle warfen die Coburger dabei bis zur 18. Minute weg: Beim Stand von 5:11 nahm Gorr seine bereits zweite Auszeit, nachdem er nur drei Minuten und 21 Sekunden zuvor offensichtlich nicht die richtigen Worte gefunden hatte. Nun stabilisierten sich seine Mannen und blieben zumindest dran. Aber die Hypothek, die sich der HSC aufgeladen hatte, der Rückstand der zwischenzeitlich nochmal anwuchs auf sieben Treffer, sollte schlicht zu groß sein.

Schon vor seiner ersten Auszeit (15.) begann Gorr damit seinen etablierten Rückraum komplett von der Platte zu nehmen: Anton Prakapenia, der nicht an die zuletzt gezeigten hervorragenden Leistungen anknüpfen konnte, Pontus Zetterman, dem diesmal fast gar nichts gelang, und Mittelmann Tobias Varvne, der momentan weder die gewohnte Torgefahr ausstrahlt, noch seine Nebenleute ausreichend oft in Position bringen kann. Diese erste kleine Schwächephase des schwedischen Ex-Nationalspielers, der seit seinem Debüt für Coburg 2017 niemals Zweifel an sich aufkommen ließ, kommt natürlich zur Unzeit in dieser entscheidenden Phase der Saison.

Nur zweimal Normalform

Diesmal konnte sich aber auch die junge Garde um Felix Sproß, Patrick Weber und Jakob Knauer im Rückraum gegen die langsam davoneilenden Lübecker nicht in gute Wurfpositionen bringen. Und Letztgenannter, sonst die Zuverlässigkeit in Person unter Gorrs "jungen Wilden", leistete sich dann auch noch zahlreiche dieser "leichten Fehler" und nahm wenig aussichtsreiche Würfe. So waren die ebenso kräftigen wie abgezockten Hansestädter jedenfalls nicht in Verlegenheit zu bringen. Bis auf Florian Billek, der sowohl seine Siebenmeter als auch seine wenigen Wurfchancen konzentriert verwandelte, und Konstantin Poltrum, der nach der ersten Auszeit den schwachen Jan Kulhanek im Tor ersetzte, erreichte kein Coburger Normalform.

Was aber nicht heißt, dass es an Wille und Kraft auf Seiten des HSC fehlte. Auf diesem Niveau brauche es aber mehr, analysierte Jan Gorr am Ostersonntag: "Wir wollten es oft zu schnell übers Knie brechen, agierten gerade zu Beginn übermotiviert und dadurch auch ungenau". Es brauche auch Kaltschnäuzigkeit und Cleverness, Disziplin und Konzentration: "Das ist eine spannende und wertvolle Zeit in der Entwicklung der Mannschaft, gerade für unsere jungen Spieler", so Gorr, der dabei durchblicken ließ, dass dies eine entscheidende Reifeprüfung für die 1. Bundesliga werden wird. Ohne die genannten Qualitäten ist im deutschen Oberhaus immerhin kaum etwas zu holen.

Und so machten es die Coburger den Schleswig-Holsteinern, die am Ende ihr wohlverdientes und unerwartetes Punkte-Glück kaum fassen konnten, nicht allzu schwer am Samstagabend. Ein paar Mal kamen die Gastgeber bis zur Schlusssirene zwar noch auf drei Tore heran, Chancen, endgültig in Schlagdistanz zu kommen, wurden dann aber überhastet und unüberlegt bis grob fahrlässig vergeben.

Spitzenreiter Balingen-Weilstetten ließ am Freitag in Aue Federn, Verfolger Nordhorn-Lingen jedoch ist nach einem knappen Sieg über Hamm-Westfalen nun wieder bis auf einen Zähler an Coburg dran in der Tabelle.

In einer stundenlangen Videoschnitt-Sitzung stellte HSC-Coach Jan Gorr noch am Sonntag den Unterrichtsstoff für die kommenden Tage zusammen. Ab spätestens Mittwoch steht dann die Vorbereitung auf die nächsten Prüfungen auf dem Stundenplan. Es wartet ein Doppelspieltag: die Frankenderbys in Großwallstadt am Freitag und zu Hause gegen Rimpar am Sonntag. Viel Zeit, um ihre Lektionen zu lernen, bleibt den Coburgern also nicht. Die entscheidende Phase der Prüfungen zur Erstliga-Reife hat begonnen und der Kredit der guten Zensuren aus der Vorrunde ist aufgebraucht.

Statistik

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (10 Gegentore, 3 Paraden), Konstantin Poltrum (18 Gegentore, 7 Paraden) - Markus Hagelin, Maximilian Jaeger (1 Tor), Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß (1), Sebastian Weber (3), Anton Prakapenia (5), Florian Billek (5/3 Siebenmeter), Marcel Timm, Jakob Knauer (2), Pontus Zetterman (1), Tobias Varvne (3), Patrick Weber (2).

VfL Lübeck-Schwartau: Dennis Klockmann (23 Gegentore, 11 Paraden), Marino Mallwitz (n.e.) - Thees Glabisch (4/1), Jonas Ottsen (2), Toni Podpolinski, Markus Hansen (6/1), Fynn Ranke (1), Martin Waschul, Jan Schult, Steffen Köhler (6), Janik Schrader, Finn Kretschmer (2), Jasper Bruhn, Antonio Metzner (7).

SR: Nils Blümel/Jörg Loppaschewski. - Zuschauer: 2231.

Spielfilm: 0:2 (4.), 2:3 (7.), 2:4 (10.), 3:6 (12.), 3:7 (15.), 4:11 (18.), 6:12 (21.), 7:14 (25.), 9:15 (28.), 11:16 (Halbzeit), 13:16 (34.), 15:19 (39.), 16:20 (43.), 18:21 (46.), 19:22 (48.), 20:23 (49.), 20:24 (52.), 21:26 (53.), 22:27 (58.), 23:28 (Ende).

Siebenmeter: 3/3 - 2/6 (Glabisch trifft die Latte, Schrader, Hansen und Glabisch scheitern an Poltrum).

Strafminuten: 6 (Prakapenia, Timm, P. Weber) - 12 (Metzner 4, Köhler 4, Kretschmer, Hansen).



Autor

Henning Rosenbusch
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
21. 04. 2019
10:51 Uhr

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Henning Rosenbusch

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21. 04. 2019
10:51 Uhr



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