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HSC Coburg

"Es ist aktuell nicht einfach"

Nach der klaren Niederlage im Spitzenspiel in Lingen stellt sich die Frage: Was lief schief beim HSC 2000? Das sagt Coburgs Trainer Jan Gorr.



Gerade die Torausbeute seines Teams in der Partie bei der HSG Nordhorn-Lingen ärgert HSC-Coach Jan Gorr auch noch zwei Tage nach der 21:29-Pleite in Niedersachsen.	Foto: Henning Rosenbusch
Gerade die Torausbeute seines Teams in der Partie bei der HSG Nordhorn-Lingen ärgert HSC-Coach Jan Gorr auch noch zwei Tage nach der 21:29-Pleite in Niedersachsen. Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg - Pi mal Daumen 5 Uhr war es, als die Mannschaft des HSC 2000 in der Nacht von Samstag auf Sonntag endlich zurück war im heimischen Coburg. Aus der mehr als 450 Kilometer entfernten, größten Stadt im niedersächsischen Landkreis Emsland. Im Gepäck: Müdigkeit und eine 21:29-Pleite im Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga bei der HSG Nordhorn-Lingen. Einem Top-Spiel, das nicht einlöste, was es vor Anwurf verheißen hatte. Denn ab Minute 23 gehörte die Partie in der Emsland-Arena in Lingen eigentlich nur noch einem Team, dem von Trainer Heiner Bültmann. Nach dem zwischenzeitlichen 10:10 lag der HSC durchgehend im Hintertreffen, ein Comeback deutete sich nie wirklich an.

Coburgs hervorragende Ausgangssituation in der Tabelle ist damit einigermaßen passé. Der HSC (33:11 Punkte) steht nach 22 Spieltagen zwar weiter auf Platz zwei, der zum Aufstieg berechtigt, die HSG (32:12) folgt nun aber unmittelbar. Statt fünf Punkte im Falle eines Erfolgs, hat das Team von Trainer Jan Gorr nur noch einen Zähler Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz.

Und auch Lübbecke (30:14), Ferndorf (29:15) und Essen (27:17) rücken näher. An der Tabellenspitze enteilt derweil Balingen-Weilstetten (37:7).

"Man muss diese Niederlage von zwei Seiten sehen", sagt Jan Gorr am Montagmittag rückblickend. Seine Spieler hatten den Vormittag frei - zur Regeneration. Am Nachmittag steht dann das erste Mannschaftstraining nach Nordhorn-Lingen auf dem Programm. "Dass man bei der HSG verliert, das kann ganz schnell gehen. Was mir aber nicht gut gefallen hat, ist, dass wir nach ordentlichem Beginn unsere Struktur ein bisschen über den Haufen geworfen haben." In Minute 14 etwa lag nach der HSC nach einem Treffer von Pontus Zetterman noch mit 8:5 in Führung. "Wir waren irgendwann nicht mehr wählerisch genug mit unseren Würfen, da haben schon mal zwei Pässe gefehlt. Vielleicht gerade, weil wir gesehen haben, wie gut es laufen kann." Insbesondere Coburgs Winterneuzugang Patrick Weber auf Rückraum rechts fiel in Sachen Wurfauswahl nicht sonderlich positiv auf, trotz seiner immerhin drei Treffer. "Gegen so eine gute Deckung und so einen guten Torwart wird das natürlich bestraft. 21 Tore sind unter dem Strich einfach zu wenig für uns, das ist was mich ärgert."

Hoffen auf Hagelin

Ein klarer Erfolg gegen den insolventen Tabellenletzten aus Düsseldorf, eine deutliche Niederlage gegen den aufstrebenden Dritten, das ist die Pflichtspielbilanz des HSC im Jahr 2019. Wo also steht Coburgs Mannschaft nach der WM-Pause wirklich? "Das ist in der Tat schwierig zu sagen, das waren zwei extrem unterschiedliche Spiele", antwortet Jan Gorr fast ein wenig nachdenklich. "Es ist aktuell nicht einfach."

Nicht wenig Hoffnung dürfte der 40-Jährige in die baldige Rückkehr von Markus Hagelin setzen. Coburgs Abwehrchef verpasste sowohl die Partie gegen die Rhein Vikings als auch die gegen Nordhorn-Lingen krankheits- beziehungsweise verletzungsbedingt. Der 29 Jahre alte Kreisläufer laboriert noch immer an Fersenproblemen. Sein Coach hofft, dass der Schwede im Laufe der Woche wieder "einigermaßen schmerzfrei" ins Training einsteigen kann.

Ob Hagelin jedoch schon am Samstag wieder im Kader zu finden sein wird, steht wohl in den Sternen. Immerhin aber muss der HSC am 23. Spieltag nicht erneut mehrere Hundert Kilometer durch halb Deutschland reisen: Um 19.30 Uhr gastiert der EHV Aue zum prestigeträchtigen Derby auf der Lauterer Höhe.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
18. 02. 2019
17:22 Uhr

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David Büttner

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18. 02. 2019
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