Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

HSC Coburg

HSC 2000 Coburg: 7. Heimsieg im 7. Heimspiel

Der HSC 2000 bleibt zu Hause eine Macht. Das Zweitliga-Derby gegen Eisenach gewinnen die Coburger Handballer vor 3316 Zuschauern deutlich mit 31:23.



Andreas Schröder war in Topform.   Foto: Henning Rosenbusch » zu den Bildern

Coburg - Etwas mehr als 48 Minuten waren gespielt im Derby zwischen dem HSC 2000 Coburg und dem ThSV Eisenach. Das Nachbarduell in der 2. Handball-Bundesliga am Samstagabend in der HUK-Arena war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Die Gäste nutzten einen der seltenen Abspielfehler des HSC in der zweiten Hälfte für einen Tempogegenstoß. Linksaußen Ivan Snajder traf aber nur die Latte, der Abpraller landete bei seinem kroatischen Landsmann Marko Racic, der ebenfalls an der Querlatte scheiterte. Im Gegenzug ging es blitzschnell. Andreas Schröder traf kompromisslos ins Netz und erhöhte auf 26:18 für Coburg. Es war eine Szene symptomatisch für die zweite Hälfte der Begegnung. Bei den thüringischen Gästen lief wenig bis nichts zusammen, der HSC agierte im Stile einer Spitzenmannschaft und nutzte nahezu jede Unachtsamkeit des Gegners aus. Das Resultat war ein am Ende ungefährdeter 31:23-Erfolg. Damit landete der HSC den siebten Heimsieg im siebten Heimspiel der Saison.

HSC 2000 Coburg - ThSV Eisenach 31:23 (15:14)

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek/Konstantin Poltrum - Maximilian Jaeger (4), Lukas Wucherpfennig (1/1), Felix Sproß, Sebastian Weber (1), Florian Billek (8/4), Marcel Timm (1), Pontus Zetterman (4), Girts Lilienfelds, Tobias Varvne (3), Stepan Zeman (3), Andreas Schröder (5), Christoph Neuhold (1).

ThSV Eisenach: Blaz Voncina, Denis Karic - Hannes Iffert (1), Luka Kikanovic, Adrian Wöhler (1/1), Jonas Ulshöfer, Duje Miljak, Ante Tokic (2/2), Jonas Richardt (2), Justin Mürköster, Andrej Obranovic (2), Yoav Lumbroso (6), Ivan Snajder (7), Marko Racic (2), Willy Weyhrauch, Alexander Saul.

Zuschauer: 3316.

Schiedsrichter: Marcus Hurst (Oberursel)/Mirko Krag (Frankfurt a. Main).

Spielfilm: 0:1, 2:1, 3:2, 4:3, 5:4, 6:5, 7:5, 7:8, 8:9, 9:10, 10:10, 11:11, 11:13, 13:13, 14:14, 15:14 (Halbzeit), 16:15, 18:15, 20:15, 21:16, 23:16, 24:17, 25:18, 27:18, 27:20, 28:21, 29:22, 30:23, 31:23 (Endstand).

 

"Ich bin eigentlich gerne in Coburg, aber am Ende wollte ich nur noch weg von hier", sagte Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic bei der Pressekonferenz, sichtlich bedient vom Auftritt seiner Mannschaft in den zweiten 30 Minuten. Der erfahrene Coach der Thüringer nutzte seine Analyse, um ebenso ausführlich wie schonungslos darzulegen, was ihm missfallen hatte. "Wir haben in der zweiten Halbzeit komplett den Faden verloren. Die Art und Weise wie wir gespielt haben, die ganze Präsentation war eines Traditionsklubs nicht würdig."

 

Eisenacher Antreiber

Dabei hatte die Partie für die Gäste nicht so schlecht begonnen. Angetrieben von ihrem wieselflinken Spielmacher Yoav Lumbroso, der sowohl als Vorbereiter als auch als eiskalter Vollstrecker glänzte, war Eisenach in Hälfte eins sehr gut im Spiel. Zwischenzeitlich lag der ThSV in Führung - und hätte diese sogar ausbauen können. Die Coburger wurden immer wieder vom israelischen Mittelmann der Gäste überrascht. Mal war es ein geniales Anspiel für die Kollegen, mal ein nicht vorhersehbarer Schlagwurf des 1,72-Meter-Mannes, der bis zur Pause auf fünf Treffer kam. "In der ersten Halbzeit machen wir einfach zu viele Fehler. In der Abwehr hat einiges nicht ganz zu hundert Prozent funktioniert", brachte es Michael Häfner auf den Punkt. Umso erfreuter war der HSC-Geschäftsführer von der Leistung seiner Mannschaft im zweiten Spielabschnitt. "Bis zur 48. Minute haben wir nur vier Gegentore kassiert. Das war die Basis, um das Eisenacher Spiel im Keim zu ersticken."

Hochkonzentriert in der Abwehr, kompromisslos im Angriff - so lässt sich der Auftritt der Coburger Handballer in Durchgang zwei auf den Punkt bringen. "Wir haben im Spiel gelernt und dann ein paar Nuancen verändert", erklärte HSC-Trainer Jan Gorr nach der Partie, wie seine Spieler in der zweiten Halbzeit den Wirkungskreis von Yoav Lumbroso mehr und mehr einengten. "Er hat nicht über 60 Minuten seine Dominanz zeigen können", freute sich der 41-Jährige. Den fehlenden Spielwitz merkte man den Gästen an, die dadurch überhaupt keine Lösungen für die Offensive mehr parat hatten. "Einige Spieler haben versagt", lautete das Statement von ThSV-Coach Sead Hasanefendic. Jan Gorr hingegen bescheinigte seiner Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit einen "Riesenwillen".

Schröder dreht auf

Vor allem im Angriff tat sich in der Schlussphase Andreas Schröder hervor. Der Neuzugang aus Erlangen schloss immer wieder wuchtig ab und traf für den HSC in der wichtigsten Phase der Begegnung. Aber auch defensiv überzeugte der 28-Jährige mit sauberer Abwehrarbeit. "Ab Beginn der zweiten Hälfte haben wir ihnen den Zahn gezogen, haben schnelle Tore geworfen und den Vorsprung so erweitert. Das war für mich der Knackpunkt", betonte der Rückraumspieler.

Prächtige Kulisse

Und so sahen die 3316 Zuschauer in der HUK-Arena - davon zirka 200 mit drei Bussen aus Eisenach angereist - nur bis zur 40. Minute ein spannendes Derby. Danach konnte der HSC 2000 schalten und walten, wie er wollte. Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch. Beide Fanlager feuerten ihr Team bis zum Schluss an und sorgten für eine prächtige Kulisse auf der Lauterer Höhe. "Die Halle war voll. Da ist so ein Sieg natürlich nochmal geiler", sagte Andreas Schröder. HSC-Geschäftsführer Michael Häfner fügte angesichts der Besucherzahl hinzu: "Überragend, dass Eisenach mit so vielen Fans hier war. Ich freue mich, dass wir erstmals in der Saison über 3000 Zuschauer hatten."

Die Coburger Handballer festigen mit diesem deutlichen Derby-Sieg ihren zweiten Tabellenplatz, der zum Aufstieg in Liga eins berechtigt. Spitzenreiter Essen setzte sich in Emsdetten durch und hat weiterhin zwei Punkte Vorsprung auf den HSC. Coburg-Verfolger Hamm-Westfalen patzte am Freitag in Ferndorf (24:24), sodass der HSC nun ein Zwei-Zähler-Polster auf den ersten Nichtaufstiegsplatz hat.

Autor
Pascal Grosch

Pascal Grosch

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 11. 2019
09:38 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
HSC 2000 Coburg ThSV Eisenach
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Die Profis des HSC 2000 Coburg haben in der laufenden Saison bislang jedes Heimspiel für sich entschieden. Dennoch sagt die Erfahrung: Ball flachhalten und weiterhin Bestleistung abrufen. Archivfoto: Henning Rosenbusch

26.11.2019

HSC rollt auf die Zielgerade

Das Handballinteresse ist riesig, die Leistung stimmt. die Nachwuchsarbeit ist gut. Und was macht der Schuldenabbau? 2020 könnte auch dieses Thema endlich vom Tisch sein. » mehr

Am Samstag im Spiel der 2. Handball-Bundesliga bei der HSG Konstanz wieder gefordert: Coburgs Christoph Neuhold.	Foto: Henning Rosenbusch

21.11.2019

Gorr fordert mehr Entschlossenheit

Der HSC-Trainer hofft, dass seine Handballer ihre bisher negative Auswärtsbilanz am Samstag aufpolieren. Die Reise der Coburger geht nach Konstanz. » mehr

Coburgs Trainer Jan Gorr hofft am Samstag wieder auf lautstarke Unterstützung von den Rängen, wie hier im Spiel gegen Hamm.

14.11.2019

Perfekte Rahmenbedingungen

Der HSC 2000 empfängt den ThSV Eisenach. Derby, Spitzenspiel, stimmungsvolle Kulisse - für Coburgs Trainer Jan Gorr könnten die Voraussetzungen am Samstag nicht besser sein. » mehr

Nach dem letzten Gastspiel des ASV Hamm-Westfalen in Coburg war HSC-Trainer Jan Gorr (links) nach einer bitteren Klatsche nicht nach Lachen zumute. Dagegen strahlte sein ehemaliger Torhüter Oliver Krechel, nun in Diensten des Gegners, nach dem Wiedersehen übers ganze Gesicht.

31.10.2019

Eine offene Rechnung

Der HSC 2000 will in der 2. Handball-Bundesliga im Duell Zweiter gegen Dritter seine makellose Heimbilanz ausbauen. Das Team von Jan Gorr plant Revanche für die letzte 23:32-Klatsche gegen den ASV Hamm-Westfalen. » mehr

Lief gegen Gummersbach erneut zur Höchstform auf: HSC-Torhüter Jan Kulhanek.

19.09.2019

Selbstbewusst nach Mittelhessen

Die Coburger Handballer reisen am Samstag zum TV Hüttenberg. Nach zwei Heimsiegen am Stück geht das Gorr-Team mit breiter Brust in die Partie. » mehr

Meisterte seine Aufgabe an der Fleischausgabe souverän: HSC-Trainer Jan Gorr (links) bedient Vorstandssprecher Stefan Apfel.

09.08.2019

Alles (fest) im Griff

Die HSC-Profis inklusive Trainerstab packen beim Helferfest nach dem Test gegen Eisenach kräftig mit an. Am Samstag und Sonntag nimmt das Team am Spielothek-Cup teil. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

FRG Ebern wird Fair-Trade-Schule Ebern

FRG Ebern wird Fair-Trade-Schule | 11.12.2019 Ebern
» 10 Bilder ansehen

Küpser Markt-Weihnacht

Küpser Markt-Weihnacht | 09.12.2019 Küps
» 20 Bilder ansehen

Kunstvolle Weihnacht Kronach

Kunstvolle Weihnacht in Kronach | 08.12.2019 Kronach
» 18 Bilder ansehen

Autor
Pascal Grosch

Pascal Grosch

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 11. 2019
09:38 Uhr



^