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HSC Coburg

HSC 2000 bietet Stuttgart lange Paroli

Handball-Zweitligist Coburg muss sich im Pokal dem höherklassigen TVB mit 24:29 beugen. Eine Woche vor Start der Punkterunde zeigt das Gorr-Team gute Ansätze.



HSC-Neuzugang Stepan Zeman zeigte im DHB-Pokal-Spiel am Kreis eine starke Leistung und konnte den Stuttgarter Torwart Johannes "Jogi" Bitter in dieser Szene und vier weitere Male überwinden. Foto: Wolfgang Birkenstock
HSC-Neuzugang Stepan Zeman zeigte im DHB-Pokal-Spiel am Kreis eine starke Leistung und konnte den Stuttgarter Torwart Johannes "Jogi" Bitter in dieser Szene und vier weitere Male überwinden. Foto: Wolfgang Birkenstock  

Aachen/Coburg - Die Sensation lag in der Luft: Knapp sechs Minuten vor Schluss verkürzte Handball-Drittligist TSB Heilbronn-Horkheim noch auf 27:29. Doch nach hinten raus zeigte sich der Klassenunterschied: Bundesligist TVB Stuttgart gewann das Vierer-Turnier der ersten Runde des DHB-Pokals in Aachen mit 31:27.

"Das war nach dem Spiel gestern für uns ein harter Kampf", resümierte Stuttgarts Coach Jürgen Schweikardt. Denn schon tags zuvor hatte der HSC 2000 Coburg den Bundesligisten im Halbfinale voll gefordert. Der ambitionierte Zweitligist, der vergangene Saison knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt war, verlangte dem klassenhöheren Favoriten vor allem in der Anfangsphase einiges ab und agierte durchaus auf Augenhöhe. Dennoch ereilte die Vestestädter das vierte Erstrunden-Aus gegen einen Bundesligisten nacheinander: 2016 unterlag Coburg der HSG Wetzlar mit 22:31, in den Jahren 2017 und 2018 scheiterte das Gorr-Team jeweils am VfL Gummersbach (27:30 und 23:27).

HSC 2000 Coburg - TVB Stuttgart 24:29 (13:15). Im Duell mit Stuttgart ließ HSC-Trainer Jan Gorr vom Start weg Felix Sproß auf der Mittelposition spielen. In der Anfangsphase fiel bei den Coburgern vor allem Pontus Zetterman auf, der nach guten Eins-gegen-Eins-Aktionen nach neun Minuten den Weltmeister von 2007, Johannes "Jogi" Bitter, im Tor des Erstligisten bereits dreimal überwunden hatte (5:6). Über 6:6 (10.) und 8:8 (13.) gestaltete der Zweitliga-Vertreter das Spiel ausgeglichen und ging nach einer Viertelstunde mit 10:9 sogar erstmals in Führung, das 12:11 (23.) folgte. Großen Anteil daran hatte Neuzugang Stepan Zeman. Der kraftvoll am Kreis agierende 22-jährige Tscheche netzte in der ersten Halbzeit fünf Mal ein. Dann setzte sich der TVB jedoch erstmals auf zwei Tore ab (14:12), was Coburgs Coach zu einer Auszeit und einem Torwartwechsel (Poltrum für Kulhanek) veranlasste, und ging mit 15:13 in Pause.

Auch in Hälfte zwei konnte Stuttgart nie mehr als zwei, drei Tore davonziehen, bis zum 19:22 hielt Coburg mit. Erst in der Schlussphase zeigte sich der Klassenunterschied aufgrund der stärkeren Physis, der Favorit baute den Vorsprung auf fünf Treffer aus und siegte mit 29:24.

"Zufrieden bin ich nicht, aber wir hatten gute Phasen", zog Gorr nach der Partie ein geteiltes Resümee. "Wir haben gut in die Partie gefunden. In der Anfangsphase haben beide Mannschaften mit offenem Visier gekämpft." Mit Blick auf den Ligastart setzte er hinzu: "Das Zusammenspiel hat schon ganz gut funktioniert, aber aus Trainersicht haben wir in der kommenden Woche noch viel Arbeit vor uns."

Was dem 41-Jährigen, der den HSC seit 2013 betreut, weniger gefiel, war das Angriffsverhalten seines Teams. "Um hier zu gewinnen, hat der Druck gefehlt. Stuttgart war deutlich energischer beim Abschluss. Zudem hätte ich mir einen Tick mehr Aggressivität in der Deckung gewünscht, da haben wir noch Luft nach oben."

Für die Coburger war Runde eins im DHB-Pokal fast ein 24-Stunden-Tag: "Wir sind um 8.15 Uhr losgefahren, haben sieben Stunden bis Aachen benötigt. Um 17 Uhr mussten wir aufs Spielfeld. Jetzt essen wir mit dem BTB Aachen zusammen und fahren dann die gleiche Strecke wieder nach Hause zurück."

Gastgeber BTB Aachen, vor gut einem Jahr in die Handball-Nordrhein-Liga aufgestiegen, hatte sich im ersten Halbfinale mit Heilbronn-Horkheim ein mitreißendes Duell geliefert. Mit dem Schlusspfiff glichen die Aachener - frenetisch von der Halle angefeuert - per Siebenmeter zum 28:28 aus. 31:31 stand es nach den ersten fünf Minuten der Verlängerung, und erst 30 Sekunden vor Schluss erzielte der Drittligist den Siegtreffer. "Das war sensationell wie die Halle die Aachener angefeuert hat und wie diese gekämpft haben", zog auch der Coburger Trainer Gorr seinen Hut.

 

Statistik

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Poltrum - Billek (6/1), Zeman (5), Zetterman (5), Sproß (2), Varvne (2), Timm (2), Jaeger (1), Schröder (1), Weber, Wucherpfennig, Neuhold.

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Dr. Helga Raue
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Veröffentlicht am:
18. 08. 2019
18:06 Uhr

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Dr. Helga Raue

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Veröffentlicht am:
18. 08. 2019
18:06 Uhr



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