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HSC Coburg

HSC 2000 gibt den Sieg aus der Hand

24:24 heißt es am Ende des Top-Spiels der 2. Bundesliga zwischen Gummersbach und Coburg. Die Gäste verspielen in den letzten zehn Minuten eine Vier-Tore-Führung.



Coburger Aktivposten: der Ex-Gummersbacher in Diensten des HSC, Maximilian Jaeger (in Schwarz).	Foto: Iris Bilek
Coburger Aktivposten: der Ex-Gummersbacher in Diensten des HSC, Maximilian Jaeger (in Schwarz). Foto: Iris Bilek  

Gummersbach/Coburg - Der HSC 2000 Coburg hat sich am Dienstagabend im Top-Spiel der 2. Handball-Bundesliga mit einem Punkt begnügen müssen. Beim VfL Gummersbach reichte es für die Vestestädter nach zwischenzeitlicher Vier-Tore-Führung nur zu einem 24:24-Unentschieden. "Was die Frage angeht, ob das ein gewonnener oder verlorener Punkt ist, muss man das von zwei Seiten betrachten. Wenn man zu einer Mannschaft fährt, die gerade zu Hause so unglaublich viel Qualität hat, muss man mit einem Remis zufrieden sein", zog Coburgs Trainer Jan Gorr Bilanz, fügte jedoch auch an: "Wenn man aber sieht, wie das Spiel vorher gelaufen ist, wie wir das Geschehen in der zweiten Hälfte kontrolliert haben, dann ist es natürlich extrem schade, dass es zum Schluss in Anführungsstrichen nur ein Punkt geworden ist."

3378 Zuschauer, darunter die Weltmeister von 1978 Heiner Brand und Joachim Deckarm, sahen in der Schwalbe-Arena ein packendes Spiel, das der HSC lange Zeit im Griff hatte. Vor allem in Hälfte zwei überzeugten Christoph Neuhold und Stepan Zeman sowie Jan Kulhanek im Tor der Gäste. Dennoch schaffte es Coburg nicht, einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Vorsprung gegen den Traditionsklub zu verteidigen.

VfL Gummersbach - HSC 2000 Coburg 24:24 (10:12). Der HSC startete mit Jan Kulhanek im Tor, davor spielten Florian Billek, Pontus Zetterman, Andreas Schröder, Stepan Zeman, Maximilian Jaeger und Tobias Varvne. Von Anfang an zeigten beide Teams großes Engagement und gingen hohes Tempo. Nach neun Minuten stand es nach einem Varvne-Tor 5:4 für die Gäste. Doch danach taten sich beide Teams beim Torabschluss schwer. Für Coburg verwarf Florian Billek einen Siebenmeter, Tobias Varvne wurde einmal geblock und verfehlte ein anderes Mal das VfL-Tor. 6:6 war der Spielstand nach 17 Minuten.

Florian Billek vergab kurz danach erneut einen Strafwurf und musste anschließend seinen Platz räumen, für ihn kam Lukas Wucherpfennig. Die Gummersbacher suchten im Angriff immer wieder Spielgestalter Janko Bozovic, verzettelten sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit aber häufiger. Somit konnten die Gäste, die kurz vor der Pause durch Christoph Neuhold und Tobias Varvne erfolgreich waren, mit einer 12:10-Führung in die Pause gehen.

Der HSC zog acht Minuten nach Wiederbeginn auf drei Tore davon, Maximilian Jaeger vergab gar eine mögliche Vier-Tore-Führung. Jan Kulhanek zeigte einige sehenswerte Paraden, die die Hausherren verzweifeln ließen. Doch Kreisläufer Alexander Becker, Aktivposten im Gummersbacher Spiel, hielt sein Team im Rennen. Pontus Zetterman stellte in der 40. Minute auf 17:14 für die Vestestädter.

In der Defensive tat sich neben Jan Kulhanek auch Stepan Zeman hervor, der ein ums andere Mal stark beim Block zur Stelle war. Christoph Neuhold war ebenfalls zur Stelle - im Angriff, als er nach 49 Minuten das 21:18 für den HSC besorgte. Tobias Varvne legte den 22. Treffer nach. Alles deutete zu diesem Zeitpunkt auf einen Auswärtssieg hin.

Die zu Hause noch ungeschlagenen Gummersbacher sahen ihre Felle davonschwimmen und mussten größeres Risiko gehen. Lukas Blohme brachte den VfL per Siebenmeter gegen den erstmals auf der Platte stehenden Konstantin Poltrum auf 20:23 heran, sieben Minuten waren noch zu spielen.

Die Hausherren entschieden sich nun für eine offene Deckung, um den HSC zu Fehlern zu zwingen. Es folgten zwei Zeitstrafen gegen Coburg - und Yonatan Dayan traf zum 21:23. Fünf Minuten vor Schluss kam Gummersbach zum 22:23. Spätestens nach einem HSC-Abspielfehler im Angriff stand die Schwalbe-Arena Kopf. Doch der VfL leistete sich ebenfalls einen einfachen Fehler in der Offensive.

Lukas Wucherpfennig behielt drei Minuten vor dem Ende beim Siebenmeter die Nerven und traf für die Gäste. Doch nachdem Florian Billek die Entscheidung vergab und Gummersbach traf, stand es 24:24 - 30 Sekunden vor Schluss. Jan Gorr nahm eine Auszeit und stellte seine Mannschaft noch einmal neu ein. Aber ein technischer Fehler im Spiel der Coburger brachte dem Traditionsklub noch einmal den Ball. Der letzte Wurf der Gummersbacher ging über den Kasten des HSC, sodass sich beide Teams im Top-Spiel des 21. Spieltages mit einem Remis trennten.

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Pascal Grosch

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Veröffentlicht am:
18. 02. 2020
21:14 Uhr

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Pascal Grosch

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Veröffentlicht am:
18. 02. 2020
21:14 Uhr



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