Lade Login-Box.
Topthemen: NP-FirmenlaufMordfall OttingerHSC 2000 CoburgBBC CoburgStromtrasse

HSC Coburg

HSC 2000 kriegt die Kurve noch

Nach einem schlechten Start und einem Sechs-Tore-Rückstand drehen Coburgs Handballer die Zweitliga-Partie in Dormagen. Sie siegen am Ende 27:21 (11:13).



Coburgs Tobias Varvne (Mitte) setzt sich gegen Lukas Stutzke (links) und Nuno Rebelo vom TSV Bayer Dormagen durch.	Foto: Iris Bilek
Coburgs Tobias Varvne (Mitte) setzt sich gegen Lukas Stutzke (links) und Nuno Rebelo vom TSV Bayer Dormagen durch. Foto: Iris Bilek  

Dormagen/Coburg - Ein Spiel am Faschingswochenende im Rheinland - für die Handballer des HSC 2000 Coburg war die Zweitliga-Partie am Freitagabend beim TSV Bayer Dormagen in dieser Hinsicht Neuland. Neuland in gewisser Weise war dann auch der Ausgang. Denn nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge stand erstmals seit Mitte Dezember wieder ein 27:21-(11:13)-Erfolg in fremder Halle zu Buche.

01.03.2019 - Bayer Dormagen - HSC 2000 Coburg - Foto: Iris Bilek

Bayer Dormagen - HSC 2000 Coburg Dormagen
Bayer Dormagen - HSC 2000 Coburg Dormagen
Bayer Dormagen - HSC 2000 Coburg Dormagen
Bayer Dormagen - HSC 2000 Coburg Dormagen
Bayer Dormagen - HSC 2000 Coburg Dormagen
Bayer Dormagen - HSC 2000 Coburg Dormagen

Danach hatte es in der ersten Viertelstunde jedoch überhaupt nicht ausgesehen. Denn mit sechs Toren lag Coburg, das Markus Hagelin und Anton Prakapenia aufbieten konnte, in Rückstand. Erst nach 40 Minuten kippte die Partie. "Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir die Partie dann auch verdient gewonnen, aber es war ein hartes Stück Arbeit. Das müssen wir uns hinter die Ohren schreiben. Es kann nicht sein, dass wir jedes Mal eine Viertelstunde verschlafen. Wenn wir dort oben bleiben wollen, brauchen wir nicht 30 oder 40 Minuten gute Leistung in einem Spiel, dann brauchen wir die über 60 Minuten", fand Rechtsaußen Florian Billek deutliche Worte.

Katastrophaler Beginn

Die Coburger erwischten tatsächlich einen katastrophalen Start. Im Zusammenspiel ging in den ersten zehn Minuten kaum etwas. Einzig ein Spielzug auf Max Jaeger auf Linksaußen brachte bis dahin etwas Zählbares. Bereits nach gerade einmal sieben Minuten rief Gorr sein Team in einer Auszeit an die Seitenlinie. Wie gegen Aue bekam es in der Abwehr keinen rechten Zugriff auf den Gegner, haderte mit Schiedsrichter-Entscheidungen und spielte viel zu riskant in den Angriffsaktionen. Immer wieder waren die Gastgeber erfolgreich über die Außenpositionen und setzten sich Tor um Tor ab. Sie düpierten die HSCler, die dem schnellen Spiel des Gegners wenig entgegenzusetzen hatten.

Die recht riskante Spielweise im Angriff behielten die Coburger bei, waren vor allem über den Kreis erfolgreich. Nach einem Sechs-Tore-Rückstand fanden sie nach 20 Minuten besser ins Spiel. Dormagen vergab mehrere Angriffe in Folge und jetzt war es der HSC, der schnell vor dem gegnerischen Gehäuse war und seine Konterchancen nutzte. Er kam auf zwei Tore heran, bis ein Strafwurf nach einem klaren Foul an Markus Hagelin, das nicht geahndet wurde, die Dormagener wieder mit drei Toren nach vorne brachten. Die Partie war kampfbetont und Jan Gorr weiter nicht mit den Entscheidungen der Unparteiischen einverstanden. Doch sein Team löste es jetzt besser, auch wenn es noch zu oft zu nahe an der Deckung agierte. Zudem hatte der HSC nun in einigen Szenen Glück, das riskante Pässe am Ende doch irgendwie beim Nebenmann ankamen.

Wende nach 40 Minuten

Zwar gelang nach dem Wechsel schnell der direkte Anschluss, aber danach diktierten die Gastgeber das Geschehen. Coburg fand gegen die "gummiwandartige" Deckung des TSV wieder kein Durchkommen, probierte es immer wieder über den Kreis, der in der Regel gut abgeschirmt war, zu oft auch mit unerlaubten Mitteln. Das machte es dem HSC mit diesen fixierten Spielzügen deswegen schwer. Doch nach 40 Minuten war es dann doch soweit: Mit einem schnellen Vorstoß, den Jaeger erfolgreich abschloss, gelang der Ausgleich und Florian Billek machte im nächsten Angriff die erste Führung perfekt.

Gastgeber lassen nach

Die Gastgeber waren nun lange nicht mehr so ballsicher wie im bisherigen Verlauf und hatten immer mehr Probleme mit den sich klar steigernden Coburgern. Die nutzten jetzt auch die verstärkt auftretenden Lücken in der TSV-Abwehr. Doch die Gastgeber suchten den Erfolg in der Flucht nach vorne mit schneller Mitte und Gegenstößen. Da war der HSC, bei denen sich Varvne einige Passfehler leistete, aber dennoch wichtige Impulse setzte, nicht immer im Bilde. Coburg war aber jetzt trotzdem mit geduldigem Spiel ganz klar spielbestimmend.

Den Gastgebern gelang kaum noch etwas und fünf Minuten vor dem Abpfiff führte Coburg nun seinerseits mit sechs Toren, auch wenn bei dem HSC 2000 nicht alles gelang. Doch er war gegen extrem stark nachlassende Dormagener zur Stelle und stellte mehr und mehr sein spielerisches Potenzial in den Vordergrund.

"Das war ein richtig schwieriges Spiel, vor allem nach dem 1:6-Einstieg", sagte HSC-Trainer Jan Gorr. "Wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen auf die Leute von Dormagen und im Positionsangriff zu wenig Durchschlagskraft bewiesen. Zurückzufinden ist extrem schwierig, aber wir haben das mit viel Kampf und Engagement geschafft und uns Stück für Stück herangearbeitet. Mir war klar, dass in der zweiten Halbzeit der Moment kommt, wo wir das Spiel zu unseren Gunsten kippen können. Das hat das Team richtig gut gemacht. Unterm Strich sind das zwei verdiente Punkte, über die wir uns sehr freuen."

Statistik

TSV Bayer Dormagen: Sven Bartmann, Matthias Jan Broy; Joshua Reuland, Nico Pyszora, Daniel Eggert, Thomas Heider, Carl Löfström (2), Ian Hüter (1), Julian Köster, Nuno Rebelo (1), Benjamin Richter (1), Patrick Hüter (1), Lars Jagieniak, Eloy Morante Maldonado (4), Lukas Stutzke (3), Tim Roman Wieling (8/5). - Trainer: Dusko Bilanovic.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum; Markus Hagelin, Maximilian Jaeger (5), Lukas Wucherpfennig, Felix Spross, Sebastian Weber (2), Anton Prakapenia (3), Florian Billek (8/4), Marcel Timm (1), Jakob Knauer (3), Pontus Zetterman, Tobias Varvne (4), Patrick Weber (1). - Trainer: Jan Gorr.

SR: Fabian Friedel /Rick Herrmann. - Zuschauer: 1.208

Siebenmeter: 5/6 (Wieling scheitert an Poltrum) - 4/4.

Strafminuten: 10 (Stutzke 6, Heider 4) - 2 (Hagelin)

Beste Spieler: Stutzke, Maldonado - Billek, Jaeger.

Spielfilm: 2:0 (4.), 4:1 (7.), 6:1 (10.), 6:2 (12.), 9:4 (16.), 11:5 (19.), 11:7 (22.), 12:10 (25.), 13:11 - 13:12 (31.), 15:12 (33.), 16:14 (37.), 17:16 (40.), 17:17 (41.), 17:18 (42.), 17:20 (44.), 18:22 (50.), 19:25 (54.), 20:25 (56.), 21:27.

Autor

Ralph Bilek
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
01. 03. 2019
21:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bayer Erfolge Gefahren HSC 2000 Coburg Handballspieler Jan Gorr
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Vor mehr als 1700 Zuschauern in der Elsenfelder Untermainhalle wurde das Team von Trainer Jan Gorr nur ergebnistechnisch seiner Favoritenrolle gerecht. Patrick Weber (am Ball) steuerte zwei Tore zu Coburgs Sieg bei.	Foto: I. Bilek

26.04.2019

HSC 2000 zittert sich zum Derby-Sieg

Die Coburger Zweitliga-Handballer bezwingen am Freitagabend auswärts den TV Großwallstadt. Keeper Konstantin Poltrum hält das 31:30 mit einer Parade in letzter Sekunde fest. » mehr

Hat seine Operation an den Weisheitszähnen überstanden: HSC-Rechtsaußen Florian Billek.	Foto: Henning Rosenbusch

17.04.2019

Bereit für den Endspurt

Der HSC biegt auf die Zielgerade der Saison in der 2. Handball-Bundesliga ein. Am Samstag ist Lübeck-Schwartau zu Gast. Trainer Gorr rechnet mit wurfgewaltigen Gästen. » mehr

HSC-Kapitän Sebastian Weber setzt sich in dieser Szene am Kreis unter anderem gegen Luca Witzke (rechts) durch und erzielt eines seiner an diesem Abend fünf Tore beim Coburger 32:26-Erfolg in Nordrhein-Westfalen.	Fotos: Iris Bilek

05.04.2019

HSC 2000 gelingt die Revanche

Die Coburger Zweitliga- Handballer bezwingen TuSEM Essen am Freitag auswärts mit 32:26. Das Team von Jan Gorr dreht gegen Spielende auf. » mehr

Erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag beim HSC 2000 Coburg: Andreas Schröder (rechts).	Foto: Sportfoto-Zink

01.04.2019

HSC verpflichtet Top-Spieler

Andreas Schröder kommt im Sommer vom HC Erlangen nach Coburg. Der 27-Jährige ist ein gestandener Handballer und soll eine Führungsrolle übernehmen. » mehr

Die Coburger Spieler (von rechts) Florian Billek, Patrick Weber, Pontus Zetterman und Kollegen feiern nach dem Kantersieg gegen Emsdetten mit ihren Fans.	Fotos: Henning Rosenbusch

01.04.2019

HSC bringt Hexenkessel zum Überkochen

Die Coburger Handballer machen Trainer Jan Gorr mit ihrem sportlichen Feuerwerk beim 33:23 gegen Emsdetten ein schönes Geburtstagsgeschenk. Sie spielen wie aus einem Guss. » mehr

Die Coburger Handballer jubeln nach einem Sieg in der HUK-Arena. Eine verschworene Einheit und ein Maximum an Emotionen - für Chefcoach Jan Gorr das Erfolgsrezept.	Foto: Henning Rosenbusch

28.12.2018

"Der Aufstieg wäre ein Wahnsinnserfolg"

Jan Gorr lobt sein junges Team in den höchsten Tönen. Der HSC-Trainer hofft, dass seine Handballer in der Rückrunde weiter so attraktiv spielen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Re: Gartenmarkt Mitwitz

Gartenmarkt in Mitwitz | 24.05.2019 Mitwitz
» 49 Bilder ansehen

"Fridays for Future" in Coburg Coburg

"Fridays for Future" in Coburg | 24.05.2019 Coburg
» 24 Bilder ansehen

Kreismusikfest und Jubiläum des Musikvereins Weißenbrunn

Kreismusikfest und Jubiläum des Musikvereins | 19.05.2019 Weißenbrunn
» 36 Bilder ansehen

Autor

Ralph Bilek

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
01. 03. 2019
21:44 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".