Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerLoewe-InsolvenzNP-FirmenlaufGlobe-TheaterMordfall OttingerStromtrasse

HSC Coburg

HSC 2000 zittert sich zum Derby-Sieg

Die Coburger Zweitliga-Handballer bezwingen am Freitagabend auswärts den TV Großwallstadt. Keeper Konstantin Poltrum hält das 31:30 mit einer Parade in letzter Sekunde fest.



Vor mehr als 1700 Zuschauern in der Elsenfelder Untermainhalle wurde das Team von Trainer Jan Gorr nur ergebnistechnisch seiner Favoritenrolle gerecht. Patrick Weber (am Ball) steuerte zwei Tore zu Coburgs Sieg bei.	Foto: I. Bilek
Vor mehr als 1700 Zuschauern in der Elsenfelder Untermainhalle wurde das Team von Trainer Jan Gorr nur ergebnistechnisch seiner Favoritenrolle gerecht. Patrick Weber (am Ball) steuerte zwei Tore zu Coburgs Sieg bei. Foto: I. Bilek  

Elsenfeld/Coburg - Der HSC 2000 hat auf die schmerzhafte Niederlage gegen Lübeck-Schwartau mit einem hauchdünnen Erfolg beim TV Großwallstadt geantwortet. Im fränkischen Derby hatten Florian Billek und Co. am Freitagabend mit 31:30 (14:25) das glücklichere Ende auf ihrer Seite in der Untermainhalle in Elsenfeld. Den Coburger Sieg sicherte dabei Torwart Konstantin Poltrum ab, der einen Abschluss von Marcel Engels Sekunden vor der Schlusssirene parierte. Weil Balingen-Weilstetten und Nordhorn-Lingen parallel souveräne Erfolg feierten hat sich an der Situation an der Tabellenspitze der 2. Handball-Bundesliga nichts geändert: Der HSC rangiert weiter auf Platz zwei, einen Zähler vor Verfolger Nordhorn-Lingen. Schon am Sonntag steht für Coburg das nächste Derby auf dem Programm, dann zu Hause gegen Rimpar (17 Uhr).

Turm in der Schlacht

In einem am Freitagabend zu jeder Zeit offenen, stets fairen Spiel mit nur zwei Zeitstrafen war Coburg letztlich nur die glücklichere Mannschaft, die es nach 50 Minuten aber verpasste, den Sack zuzumachen und dafür fast noch bestraft worden wäre. Turm in der Schlacht war Coburgs Poltrum mit Paraden zum genau richtigen Zeitpunkt. Auf der anderen Seite stellte Michael Spatz, Führender der Torjägerliste, abermals seine Treffsicherheit unter Beweis. Auch der Rückraum des TVG agierte am oberen Limit, beim HSC setzten vor allem Billek und Anton Prakapenia die Impulse.

Lautstarke, mehr als 100 Mann starke Fan-Unterstützung hatte das Team von Trainer Jan Gorr mitgebracht. Der begann statt mit Tobias Varvne, der mit einer Wadenzerrung angeschlagen war und für Sonntag geschont werden sollte, mit dem Ex-TVGler Felix Sproß auf der Mittelposition, der auch gleich den Weg frei machte für den ersten HSC-Treffer durch Anton Prakapenia, Sebastian Weber erhöhte auf 2:0. Doch innerhalb von nicht einmal zwei Minuten war die Führung dahin. Der TVG überraschte Coburg mit schnellen Vorstößen. Doch die zeigten im Angriff viele durchdachte Aktionen, waren oft nur durch Fouls zu bremsen. Nach einigen streitbaren Entscheidungen der Referees, die Gorr lautstark reklamierte, wofür er Gelb sah, ging der Gastgeber dann aber Führung.

Der HSC zeigte jedoch die richtige Reaktion und Kapitän Weber brachte mit einem sehenswerten Wurf vom Kreis sein Team wieder in Front. Doch über den Kreis und mit schnellen Vorstößen blieb die HSC-Abwehr verwundbar. Gegen den frei auf ihn zulaufenden Engels verhinderte Jan Kulhanek im Tor mit einer Glanztat einen erneuten Rückstand. Aber auch auf der anderen Seite wurden die Würfe der Coburger zu oft eine Beute von Arthur Kugis im TVG-Tor, die Genauigkeit im Passspiel ging etwas verloren. Das lag auch an der gegnerischen Abwehr, die häufig die Wege zustellte.

26.04.2019 - TV Großwallstadt - HSC 200 Coburg 30:31 - Foto: Iris Bilek

Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC
Großwallstadt - HSC

Damit kamen die Coburger gerade zum Ende der ersten Halbzeit nicht zurecht und hatten Glück, dass sie nicht mit drei Toren in Rückstand gerieten. Mit zwei schön herausgespielten Toren und erfolgreichen Abschlüssen von Billek und Patrick Weber egalisierten die HSCler die Partie dann wieder. Als ihre Fans schon dachten, wenigstens mit einem Remis in die Pause gehen zu können, ließ sich die Abwehr mit einem direkt verwandelten Freiwurf von Jan Winkler überrumpeln.

Nach dem Seitenwechsel folgte ein munteres Scheibenschießen, zunächst mit Vorteilen für die Gastgeber. Beim 19:20 lag Coburg anschließend aber wieder vorne, woraufhin beide Teams eine Reihe bester Chancen ausließen. Reaktionsschnell auf HSC-Seite dabei Poltrum, der jetzt das Tor hütete. Dieser Wechsel fruchtete, seine Paraden waren es, die sein Team auf drei Tore davonziehen ließen.

Aber abschütteln ließ sich der Gegner trotzdem nicht. Es entwickelte sich ein atemberaubendes Spiel, in dem beide Teams extrem hohes Tempo gingen. Selbst nach einer zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung konnten sich die Coburger ihres Sieges nicht sicher sein. Doch sie gingen jetzt mit viel mehr Konsequenz und Energie zu Werke, zeigten auch einmal überraschende Würfe, etwa in Person von Sproß zum 25:29. Doch ausgerechnet ihm blieb der Torerfolg zum 25:30, frei am Kreis, versagt. Im Gegenzug verkürzte der TVG erneut. Die Partie war jetzt hochemotional, Großwallstadt deckte mit zwei Mann vorgezogen, setzte den HSC unter Druck und kam Tor um Tor näher. Dennoch reichte es für den abstiegsbedrohten Aufsteiger nicht mehr zu einem Punkt.

Stimmen

HSC-Trainer Jan Gorr: "Das war ein waschechtes Derby, beide Mannschaften haben mit unfassbar viel Energie gekämpft und deswegen war es bis zur Schlusssekunde offen. Wir haben uns sicher nicht in jeder Situation clever verhalten und uns trügerisch schon auf der Siegerstraße gewähnt. Doch die zwei Punkte sind das Wichtigstee."

HSC-Geschäftsführer Michael Häfner: "Mir hat die erste Halbzeit nicht gefallen, wir haben es dem Gegner zu leicht gemacht. Dann haben wir endlich couragiert gespielt, die Partie gedreht und bringen uns dann durch unüberlegte Aktionen doch noch einmal in Gefahr. Normalerweise müssen wir das hinten raus sicher gewinnen."

Statistik

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Markus Hagelin, Maximilian Jaeger (3 Tore), Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß (2), Sebastian Weber (2), Anton Prakapenia (8), Florian Billek (9/4 Siebenmeter), Marcel Timm (1), Jakob Knauer, Pontus Zetterman (4), Tobias Varvne, Patrick Weber (2).

TV Großwallstadt: Jan Steffen Redwitz, Arthur Kugis - Michael Spatz (5/5), Marcel Engels (8), Florian Eisenträger, Jan Blank (2/1), Christos Erifopoulos, Antonio Schnellbacher, Dino Corak (3), Mario Stark (5), Tom Spieß (1), Thomas Keck, Jan Winkler (6), Lars Spieß, Andre Göpfert.

SR: Julian Fedtke/Niels Wienrich. - Zuschauer: 1743.

Spielfilm: 0:2 (3.), 3:3 (5.), 3:4 (7.), 6:5 (12.), 7:7 (15.), 7:8 (17.), 8:8 (19.), 10:10 (21.), 11:11 (24.), 12:11 (25.), 14:12 (28.), 14:14 (30.), 15:14 (Halbzeit), 15:15 (31.), 17:16 (34.), 18:18 (35.), 19:20 (38.), 19:22 (41.), 20:22 (43.), 22:24 (46.), 22:26 (47.), 24:28 (50.), 25:29 (51.), 28:30 (57.), 29:31 (58.), 30:31 (Ende).

Siebenmeter: 6/6 - 4/4.

Strafminuten: 0 - 4.

Autor

Ralph Bilek
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
26. 04. 2019
22:06 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
HSC 2000 Coburg Handball-Bundesliga Handballspieler Jan Gorr TV Großwallstadt
Elsenfeld Coburg
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Lückenreißer und Torjäger: Der explosive und dynamische Rückraumspieler Christoph Neuhold befindet sich im Aufbautraining. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ins Team des HSC 2000 Coburg ist noch nicht absehbar.	Foto: Iris Bilek

08.04.2019

Eine letzte Verschnaufpause

Der HSC 2000 Coburg liegt auf Aufstiegskurs. Die heiße Phase in der 2. Handball-Bundesliga beginnt in zwei Wochen. Eine Zwischenbilanz mit Cheftrainer Jan Gorr. » mehr

Denker, Lenker und Vollstrecker beim HSC: Tobias Varvne. Mehr Bilder: www.np-coburg.de Foto: Iris Bilek

23.12.2018

Varvne führt HSC 2000 zum Sieg

Die Coburger Handballer nehmen die Hürde in Dessau-Roßlau mit 28:25. Sie sichern sich die Herbstmeisterschaft in der 2. Bundesliga. » mehr

Hat seine Operation an den Weisheitszähnen überstanden: HSC-Rechtsaußen Florian Billek.	Foto: Henning Rosenbusch

17.04.2019

Bereit für den Endspurt

Der HSC biegt auf die Zielgerade der Saison in der 2. Handball-Bundesliga ein. Am Samstag ist Lübeck-Schwartau zu Gast. Trainer Gorr rechnet mit wurfgewaltigen Gästen. » mehr

Erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag beim HSC 2000 Coburg: Andreas Schröder (rechts).	Foto: Sportfoto-Zink

01.04.2019

HSC verpflichtet Top-Spieler

Andreas Schröder kommt im Sommer vom HC Erlangen nach Coburg. Der 27-Jährige ist ein gestandener Handballer und soll eine Führungsrolle übernehmen. » mehr

HSC Geschäftsführer Michael Häfner (links) und Torwart Jan Kulhánek nach der Vertragsverlängerung.	Foto: HSC 2000

10.11.2018

Kulhánek "hext" weiter beim HSC 2000

Der 37-jährige Torwart verlängert seinen Vertrag beim Zweitligisten Coburg vorzeitig bis 2020. Das sorgt bei den Handballern für große Freude. » mehr

Anton Prakapenia

07.06.2019

Prakapenia geht, Knauer verlängert

Anton Prakapenia verlässt den HSC 2000 nach nur einer Saison und wechselt in die erste Bundesliga. Eigengewächs Jakob Knauer verlängert seinen Vertrag in Coburg vorzeitig. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Baustart am Brockardt-Areal steht an

Baustart am Brockardt-Areal | 16.07.2019 Coburg
» 12 Bilder ansehen

Bulldog-Treffen Ebern

Bulldog-Treffen in Ebern | 14.07.2019 Ebern
» 9 Bilder ansehen

Samba-Festival 2019 Coburg

Samba-Festival Coburg | 14.07.2019 Coburg
» 49 Bilder ansehen

Autor

Ralph Bilek

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
26. 04. 2019
22:06 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".