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HSC Coburg

Herber Dämpfer für den HSC 2000

Die Coburger Handballer verlieren das Top-Spiel der 2. Bundesliga bei der HSG Nordhorn-Lingen deutlich mit 21:29. Nach guter Anfangsphase reißt beim Team von Jan Gorr der Faden.



Sichtlich bedient: die Coburger Jakob Knauer (links) und Anton Prakapenia auf der Bank.	Fotos: Iris Bilek
Sichtlich bedient: die Coburger Jakob Knauer (links) und Anton Prakapenia auf der Bank. Fotos: Iris Bilek  

Lingen/Coburg - Auch im vierten Anlauf hat der HSC 2000 Coburg die Heimreise von der HSG Nordhorn-Lingen ohne Punkte antreten müssen. Hatte es nach zwanzig Minuten noch gut ausgesehen, bestimmten die Gastgeber danach mehr und mehr die Partie und gewannen mit 29:21. HSC-Coach Jan Gorr hatte im Vorfeld noch davon gesprochen, dass es "wahnsinnig verlockend" sei, einen Big Point im Emsland zu landen. Davon war sein Team dann doch weit entfernt.

HSG Nordhorn-Lingen - HSC 2000 Coburg 29:21 (16:12)

HSG Nordhorn-Lingen: Björn Buhrmester (21 Gegentore, 18 Paraden), Bart Ravensbergen (n.e.) - Lutz Heiny, Toon Leenders (3), Pavel Mickal (4/1), Patrick Miedema (1), Alexander Terwolbeck (1), Luca de Boer (3), Philipp Vorlicek (5), Alec Smit, Lasse Seidel, Julian Possehl (2), Georg Pöhle (10/3). Trainer: Heiner Bültmann.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (18 Gegentore, 7 Paraden), Konstantin Poltrum (11 Gegentore, 4 Paraden) - Maximilian Jaeger (2), Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß (1), Sebastian Weber, Anton Prakapenia (3), Florian Billek (5/2), Marcel Timm (1), Jakob Knauer, Pontus Zetterman (5), Tobias Varvne (1), Patrick Weber (3). Trainer: Jan Gorr.

SR: Pawel Fratczak/Paulo Ribeiro.

Spielfilm: 1:1 (3.), 2:4 (8.), 3:6 (11.), 7:8 (15.), 7:9 (19.), 11:10 (23.), 12:10 (25.), 14:10 (28.), 16:12 (Halbzeit), 16:13 (31.), 20:16 (37.), 21:17 (43.), 23:17 (46.), 23:18 (49.), 25:19 (53.), 26:19 (55.), 29:21.

Zuschauer: 3.543.

Siebenmeter: 4/5 (Mickal scheitert an Kulhanek) - 2/2.

Strafminuten: 8 (Pöhle 4, Leenders, Heiny) - 6 (Timm, Prakapenia, Weber)- Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Marcel Timm (48:17).

Beste Spieler: Pöhle, Buhrmester - Zetterman.

 

Wie anspruchsvoll die Aufgabe werden sollte, zeigte sich von Beginn an, da die Coburger mit Markus Hagelin (Entzündung an der Ferse) auf einen wichtigen Abwehrstabilisator verzichten mussten. Dieses Fehlen konnten die Gäste nicht auf Dauer kompensieren. Die kompakte 6:0-Abwehr der Hausherren versuchte der HSC mit schnellen Gegenstößen zu überraschen. Die HSG stand dem in nichts nach, sodass es immer wieder temporeich hin und her ging.

16.02.2019 - HSG Nordhorn-Lingen - HSC 2000 Coburg 29:21 - Foto: Iris Bilek

HSG Nordhorn-Lingen - HSC 2000 Coburg 29:21
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Im Positionsspiel taten sich beide Teams schwer. Aber Pontus Zetterman überraschte nicht nur einmal mit verdeckten Hüftwürfen Buhrmester im Tor der Nordhorner und war maßgeblich an der Drei-Tore-Führung nach zehn Minuten beteiligt. Der Schwede hatte sein Pulver aber früh im Spiel verworfen. Trotz des Pechs, das der HSC bei Abprallern hatte, hielt die Gästeführung zunächst. Als Coburg danach zwei Mal überhastet abschloss und einen schönen Spielzug nicht mit einem Tor krönen konnte - Varvne scheiterte am Keeper - war der Gastgeber zur Stelle und wendete das Blatt langsam aber sicher. Allerdings gelang ihnen zunächst nicht der Ausgleich, auch weil Kulhanek einen Strafwurf an den Pfosten lenkte.

Doch aufgrund einiger "Fahrkarten" der Coburger passierte es dann doch. Nordhorn kam zu seinem gefürchteten Konterspiel und ging in Front. Die Hausherren bestimmten nun die Partie gegen zu lässig wirkende HSCler, die sich zwei weitere Abpraller nicht sichern konnten.

Gegen die immer sicherer stehende HSG-Abwehr gab es in den letzten zehn Minuten vor dem Wechsel kaum ein Durchkommen, auch nicht am Kreis, der fast immer gut abgeschirmt war. Und über die Außenspieler des HSC lief so gut wie gar nichts. Was dann trotzdem noch durchkam, parierte Torhüter Buhrmester, sodass die unerwartet deutliche Halbzeitführung der Nordhorner letztlich auch gerechtfertigt war. Denn sie machten weniger Fehler als die Gäste aus der Vestestadt.

Kurz nach Wiederanpfiff musste die Partie für einige Minuten unterbrochen werden, da scheinbar von einer Vorveranstaltung in der Multifunktionshalle Konfetti von der Decke regnete. Coburg spielte im Anschluss öfter über seine Außenspieler, was gleich mehr Platz schaffte. Doch in der Abwehr blieben die Gäste über den Kreis ungewöhnlich verwundbar, was die Hausherren immer wieder nutzten. Vorne fehlte der Überblick, der Ball lief zu oft quer, es ging zu wenig steil in Richtung HSG-Tor. Das machte es den Hausherren leicht, die Lücken zu schließen. Coburg kam überhaupt nicht mehr richtig zum Zug und die Nordhorner Fans feierten ihren starken Rückhalt im Tor lautstark - denn einen Ball nach dem anderen fischte er weg.

Ins Bild passte dann auch noch die diskussionswürdige Rote Karte gegen Marcel Timm elf Minuten vor dem Abpfiff wegen Schiebens in der Luft. Hinzu kamen vermehrt überhastete Abschlüsse, Pech bei drei Pfostentreffern von Patrick Weber und weiterhin eine stark aufspielende HSG-Mannschaft.

Doch der Faden war letztlich bereits nach 20 Minuten gerissen. Richtig nahmen die Coburger diesen nicht mehr auf. Zudem ging das Torwartduell diesmal eindeutig zugunsten der HSG aus. Im Hinspiel war es genau umgekehrt, sodass unterm Strich eine verdiente Niederlage für die Coburger bleibt.

"Wir waren heute einfach nicht gut genug und haben nicht das gezeigt, was wir wollten. Wir haben die Rückraum-Reihe von Nordhorn nie in den Griff bekommen. Zunächst haben wir aus dem Rückraum sehr gut geworfen, dann gar nicht mehr. Wir kamen nicht mehr in unser gebundenes Spiel, hatten auch keine Gegenstöße. So gewinnt man auswärts nichts. Wir müssen jetzt unsere Lehren daraus ziehen", sagte Coburgs Kapitän Sebastian Weber.

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Iris Bilek
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Veröffentlicht am:
16. 02. 2019
21:54 Uhr

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Iris Bilek

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Veröffentlicht am:
16. 02. 2019
21:54 Uhr



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