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HSC Coburg

Kontrolle als Schlüssel

Der HSC 2000 reist am Freitagabend zum ASV Hamm-Westfalen. Jan Gorr, Coburgs Trainer, zählt den Gegner zu den Top Vier der Liga.



Die Coburger Abwehr steht: Mit allen Mitteln verteidigen die HSC-Spieler in gelb-schwarz in dieser Szene aus dem Spiel gegen Ferndorf das Tor von Jan Kulhanek. Foto: Henning Rosenbusch
Die Coburger Abwehr steht: Mit allen Mitteln verteidigen die HSC-Spieler in gelb-schwarz in dieser Szene aus dem Spiel gegen Ferndorf das Tor von Jan Kulhanek. Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg/Hamm - Es sind nunmehr schon einige Wochen ins Land gezogen, seitdem der HSC 2000 die Tabellenspitze in der 2. Handball-Bundesliga erobert - und bislang auch nicht mehr abgegeben hat. Allerdings läuft der Coburger Motor seit ein paar Spieltagen auch längst nicht mehr so rund, wie dies noch zu Saisonbeginn der Fall gewesen war, als der HSC lange Zeit die einzig ungeschlagene Mannschaft der Liga stellte - und den einen oder anderen Gegner regelrecht demoralisierte. Die relativ deutlichen Niederlagen beim VfL Lübeck-Schwartau und beim HBW Balingen-Weilstetten belegen dies. Dafür gibt es Gründe.

Jan Gorr, Trainer des Tabellenführers, hebt am Mittwoch, zwei Tage vor der Partie am Freitagabend beim ASV Hamm-Westfalen (19.15 Uhr), einen besonders hervor: Der HSC erzielt derzeit zu wenige Tore im Tempogegenstoß. "Das ist in den letzten vier Wochen ein ernstes Thema. Eines, das uns das Leben schon schwer gemacht hat, weil wir diese Tore mit viel Aufwand kompensieren müssen", sagt der 40-Jährige. Die Ursachen dafür seien vielfältig, aber sicherlich verknüpft mit den verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen. Insbesondere denen von Coburgs eigentlichem Topscorer Florian Billek, Rechtsaußen-Ersatz Lukas Wucherpfennig und Linksaußen Felix Sproß.

Gorr meint jedoch, jüngst eine gewisse Entwicklung erkannt zu haben - zwischen der Partie in Balingen und der zuletzt zu Hause gegen Ferndorf. Zumindest ergebnistechnisch lässt sich eine solche nicht leugnen: Dem 26:31 gegen den HBW folgte im nächsten Top-Spiel ein 24:21 gegen den TuS. Verantwortlich dafür, neben einem Mehr an Treffern per Tempogegenstoß, war vor allem aber eine eklatante Steigerung des Coburger Abwehrverbunds.

Eine ähnliche Defensivleistung dürfte der HSC wohl auch am Freitagabend benötigen, wenn es denn klappen soll mit einem Erfolg in der Westpress-Arena in Hamm. Der ASV von Trainer Kay Rothenpieler rangiert in der Tabelle mit 20:12 Zählern aktuell fünf Punkte hinter Coburg und belegt damit Rang sechs. Also eben jenen Platz, auf dem Hamm die vergangene Saison beendet hatte.

Reiner Zufall? Oder entspricht dieses Tabellengefilde nunmal dem Niveau des ASV? "Ich denke, dass man sowohl in Hamm als auch von Außen das Team noch weiter vorne gesehen hat", so Gorr. Grundsätzlich seien die Nordrhein-Westfalen eine Mannschaft, die unter die besten Vier gehört. Ähnlich wie der HSC hatte der ASV zur aktuellen Saison einen mittelschweren Umbruch eingeleitet, inklusive der Zielsetzung: Es soll Richtung Liga eins gehen. Sieben Abgängen standen sieben Neuzugänge gegenüber. Insgesamt, bilanziert Coburgs Übungsleiter, sei Hamm nun stärker aufgestellt als in der Vorsaison. Allerdings hätten dort nicht gleich zu Saisonbeginn die Rädchen so gut ineinandergegriffen. Anders also als beim HSC.

Die Partie am Freitagabend wird auch eine des Wiedersehens. Auf Seite des ASV spielen mit Oliver Krechel und Stefan Lex zwei Akteure, die in der vergangenen Serie noch für den HSC aufliefen. Christoph Neuhold ging den umgekehrten Weg, aus Hamm nach Coburg. Für dieses Trio dürfte die Begegnung also eine nicht gerade alltägliche werden.

Ebenfalls nicht ganz so üblich ist die Abwehrvariante, die Gorr dem ASV bescheinigt: "Eine recht agile, offensiv ausgerichtete 6:0-Deckung." Sie dient als Grundlage für das Tempospiel der Nordrhein-Westfalen. Letzteres ist in den Augen des HSC-Trainers dann auch das Markenzeichen des ASV: "Wir können uns also auf ein schnelles Spiel einstellen."

Und so überrascht die Marschroute, die Gorr seinem Team mit auf den Weg gibt, auch eher wenig: "Wir müssen diszipliniert spielen und trotz hohem Tempo die Kontrolle behalten." Dies sei immer ein Schlüssel in den Partien gegen Hamm, schließt Coburgs Coach seine Ausführungen vor dem anstehenden 17. Spieltag. Die Saison neigt sich also bereits ihrer Halbzeit zu - und der HSC steckt mitten im Aufstiegsrennen.

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Max Jaeger, Marcel Timm, Markus Hagelin, Anton Prakapenia, Christoph Neuhold, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Jakob Knauer, Girts Lilienfelds. - Es fehlen: Felix Sproß, Sebastian Weber, Florian Billek, Lukas Wucherpfennig.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
05. 12. 2018
17:24 Uhr

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David Büttner

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05. 12. 2018
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