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HSC Coburg

Marschroute: Emotion

Zweiter Heimauftritt der Saison für den HSC 2000: Zu Gast ist am Samstag der TuS N-Lübbecke - und ein alter Gorr-Bekannter.



Mit 14 Treffern nimmt HSC-Co-Kapitän Florian Billek vor dem 3. Spieltag Position sechs in der Torjägerliste der 2. Handball-Bundesliga ein.	Foto: H.Rosenbusch
Mit 14 Treffern nimmt HSC-Co-Kapitän Florian Billek vor dem 3. Spieltag Position sechs in der Torjägerliste der 2. Handball-Bundesliga ein. Foto: H.Rosenbusch  

Coburg - Es war ein Teufelskreis. Der HSC 2000 nutzte nach zuvor ausgeglichenen 45 Minuten seine Möglichkeiten gleich in Reihe nicht mehr, Aue münzte das wiederholt in Tempogegenstöße um. Dem EHV schwoll vor einer tobenden Heimkulisse die Brust, den Coburgern schwand der Mut - und die Ruhe im Spiel. So erzählt Jan Gorr vier Tage später die Geschichte der Schlussviertelstunde aus der Handball-Zweitliga-Partie Aue gegen Coburg.

Noch etwas nüchterner betrachtet, liest sie sich die Bilanz vom Sonntag so: Am 2. Spieltag hat der HSC nach einem auch nicht allzu überzeugenden Auftaktsieg seine erste Saisonniederlage kassiert, mit 25:33 war es dann auch gleich eine der deutlichen Sorte. Und so viel vorweg: Die anstehende Aufgabe am Wochenende dürfte für Coburg kaum weniger kompliziert werden als die in Aue.

Nach dem Derby im Erzgebirge hat das Team von Trainer Gorr am Samstagabend den individuell stark besetzten TuS N-Lübbecke zu Gast auf der Lauterer Höhe. Anwurf in der HUK-Arena ist um 19.30 Uhr.

"Im Prinzip ist das in vielen Bereichen bereits eine Erstliga-Truppe", sagt der 41-Jährige zum Kontrahenten aus Nordrhein-Westfalen. "Von daher ist das mit Sicherheit unser stärkster Gegner bisher in dieser Saison." Im Kader der Gäste finden sich beispielsweise Namen wie Valentin Spohn, Marian Orlowski (beide Rückraum links) und Roman Becvar (Rückraum Mitte).

Der TuS hatte in der Vorserie als der Aufstiegsfavorit schlechthin gegolten, landete als Absteiger jedoch nur auf einem biederen siebten Platz, vier Ränge und zwölf Punkte hinter dem HSC. So war es auch wenig verwunderlich, dass die Vereinsführung schon frühzeitig in der Saison keine Zukunft für Trainer Aaron Ziercke mehr sah. Ihn ersetzt hat nun ein gewisser Emir Kurtagic, der zuvor in Hüttenberg die Fäden zog.

Jan Gorr und der 39 Jahre alte Deutsche mit bosnischen Wurzeln haben eine Vorgeschichte. Es war Kurtagic, wegen dem Gorr vor einigen Jahren ein eigentlich bereits fixes Engagement beim Traditionsverein Gummersbach letztlich nicht hatte antreten dürfen. Kurtagic, damals eingesprungen als Interimstrainer, überzeugte die Oberen beim VfL so sehr, dass diese von Gorr abrückten - trotz Vertrag. Wäre die Geschichte etwas anders verlaufen, der gebürtige Mittelhesse wäre womöglich nie in Oberfranken gelandet.

"Wir wollen natürlich zeigen, dass wir besser sind", sagt der heutige HSC-Coach mit Blick auf das Wochenende, "entsprechend emotional werden wir das angehen." Und auch wenn Jan Gorr davon nichts wissen will, dürfte man im Coburger Lager durchaus einen gewissen Optimismus aus den direkten Aufeinandertreffen der Vorsaison ziehen. Die entschieden Florian Billek und Co. nämlich mit 36:33 und 32:27 für sich.

Andreas Schröder stand zu dieser Zeit noch im Dienst des HC Erlangen. Der Neuzugang in Reihen der Coburger zog sich zuletzt in Aue eine schwere Hüftprellung zu (die NP berichtete). Gegen den TuS wird der 28 Jahre alte Rückraumspieler laut seinem Trainer aber wieder einsatzbereit sein. Auch im Angriff. Im Erzgebirge nämlich stand Schröder ab dem Zeitpunkt seiner Verletzung angeschlagen nur noch in der Defensive auf der Platte. Ansonsten hätte ja vielleicht er, der bei seiner Liga-Premiere im neuen Trikot sieben Mal traf, den Teufelskreis der letzten 15 Minuten durchbrechen können.

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum, Fabian Apfel - Felix Sproß, Maximilian Jaeger, Max Preller, Marcel Timm, Sebastian Weber, Stepan Zeman, Christoph Neuhold, Andreas Schröder, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Girts Lilienfelds, Florian Billek, Lukas Wucherpfennig.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
05. 09. 2019
16:44 Uhr

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David Büttner

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05. 09. 2019
16:44 Uhr



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