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HSC Coburg

Mission: i-Tüpfelchen

In seinem letzten Heimspiel im Jahr 2018 trifft der HSC 2000 am Samstag auf den TuS N-Lübbecke. Der Erstliga-Absteiger ist rein individuell das Maß der Dinge in Liga zwei.



Coburgs Marcel Timm animiert die Zuschauer auf der Lauterer Höhe. Auch am Samstagabend gegen den Tabellenfünften wird der HSC die Unterstützung von den Rängen brauchen. Foto: H. Rosenbusch
Coburgs Marcel Timm animiert die Zuschauer auf der Lauterer Höhe. Auch am Samstagabend gegen den Tabellenfünften wird der HSC die Unterstützung von den Rängen brauchen. Foto: H. Rosenbusch  

Coburg - Jan Gorr lacht. "Ich habe länger nicht geschaut", sagt er dann - auf die Frage, wie gerne er derzeit denn auf die Tabelle blicke. Man mag das dem 40-Jährigen glauben oder auch nicht. Aber so oder so, natürlich weiß der Trainer des HSC 2000 Coburg ganz genau, wie gut sein Team in der 2. Handball-Bundesliga dasteht vor dem anstehenden 18. Spieltag. Zwei Partien vor Ende der Hinrunde trennen den Spitzenreiter vier Zähler von einem Nichtaufstiegsplatz. Einzig der punktgleiche HBW Balingen-Weilstetten kann den Coburgern tabellarisch aktuell wirklich folgen.

Der HSC verteidigt seine Spitzenposition nun schon seit einigen Wochen, jüngst dank eines 28:23-Erfolgs beim ASV Hamm-Westfalen. Einem auf dem Papier absoluten Ausrufezeichen der bereits länger verletzungsbedingt dezimierten Coburger Handballer - der ASV gehört zu den Spitzenklubs und heimstärksten Teams der Liga. Aber Jan Gorr wäre nicht Jan Gorr, wenn er nichts zu mäkeln hätte an der Leistung seiner Mannschaft in der Partie vom vergangenen Freitagabend. "Ich habe einige Dinge gesehen, die müssen wir besser machen", moniert der gebürtige Mittelhesse am Donnerstag. "Gerade in der zweiten Halbzeit, als Hamm nochmal rangekommen ist, war das zu großen Teilen von uns initiiert. Da müssen wir noch genauer, noch disziplinierter spielen."

Die nächste Möglichkeit dafür bietet sich Gorrs Team am Samstagabend um 19.30 Uhr, wenn der HSC Absteiger TuS N-Lübbecke auf der Lauterer Höhe empfängt. Das Duell Tabellenerster (27:7 Punkte) gegen Tabellenfünfter (22:12) ist das Top-Spiel am 18. Spieltag in Liga zwei. Zugleich ist es aber auch der letzte Auftritt der Coburger Handballer vor heimischer Kulisse im Jahr 2018 - und damit auch für Gorr eine besondere Begegnung: "Wir haben eine wahnsinnig tolle Hinrunde gespielt mit tollen Spielen in unserer Arena. Ein Sieg gegen Lübbecke wäre das i-Tüpfelchen."

Nicht zuletzt, weil die Gäste für den HSC-Coach "die Mannschaft mit dem besten individuellen Potenzial der Liga" sind. Nicht wenige hatten dem Team aus Nordrhein-Westfalen vor der Saison zugetraut, ähnlichen dem Bergischen HC in der Vorsaison, die Liga zu dominieren. Bislang ist daraus aber nichts geworden. Gerade zu Saisonbeginn tat sich der von Aaron Ziercke trainierte Erstliga-Absteiger ein ums andere Mal extrem schwer. Gorr führt dies vor allem auf die "hohe Leistungsdichte" in der Liga zurück.

Ungeachtet dessen erwartet der 40-Jährige Lübbecke im weiteren Saisonverlauf noch ganz vorne in der Tabelle. Und nennt die anstehende Partie daher auch eine "geniale Gelegenheit, im Idealfall unseren Vorsprung mit einem Erfolg nochmal auszubauen."

Dafür wird der HSC am Samstag die individuelle Klasse des TuS einhegen müssen. Gorr hebt in diesem Zusammenhang etwa den Esten Dener Jaanimaa auf Rückraum Rechts hervor, einen Shooter und Torjäger wie aus dem Lehrbuch. Oder auch den äußerst erfahrenen Polen Lukasz Gierak auf Rückraum Mitte. Oder den jungen Valentin Spohn auf Rückraum Links. Oder, oder, oder. Coburgs Trainer könnte die Reihe wohl fast beliebig fortsetzen. Das Lübbecker Spiel fuße, so Gorr weiter, dann auch eher auf der relativ freien Entfaltung dieser individuellen Klasse und weniger auf einem gebundenen, kollektiven Spiel.

Es spricht für ein gewisses Maß an Selbstvertrauen, das mittlerweile beim HSC Einzug erhalten hat, dass Coburgs Trainer die Favoritenrolle für Samstag - trotz des hochklassigen TuS-Personals - nicht gänzlich von sich weist, sondern sagt: "Es gibt gute Argumente für beide Seiten."

Eines, das für Coburg sprechen könnte, ist, dass mit Felix Sproß (Linksaußen, Rückraum Mitte) und Lukas Wucherpfennig (Rechtsaußen) zwei Spieler aus dem HSC-Lazarett zurückkehren könnten auf die Platte. Ausgeschlossen ist dies hingegen weiter für Florian Billek (Rechtsaußen) und Sebastian Weber (Kreis). Aber Personal hin oder her, Gorrs Marschroute steht: "Wir werden alles daran setzen, um zu beweisen, dass wir die Nase vorne haben."

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum, Fabian Apfel - Max Jaeger, Felix Sproß (?), Marcel Timm, Markus Hagelin, Anton Prakapenia, Christoph Neuhold, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Jakob Knauer, Lukas Wucherpfennig (?), Girts Lilienfelds. - Es fehlen: Florian Billek, Sebastian Weber.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
13. 12. 2018
17:02 Uhr

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
13. 12. 2018
17:02 Uhr



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