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HSC Coburg

Mit Rückenwind an die Nordsee

Der HSC 2000 Coburg gastiert am Samstag in der 2. Handball-Bundesliga in Wilhelmshaven. Trainer Jan Gorr hat den vierten Sieg in Folge im Visier.



Der reaktivierte Coburger Kreisläufer Dominic Kelm, Pontus Zetterman und Lukas Wucherpfennig (von links) freuen sich über den Heimsieg gegen Bundesliga-Absteiger TV Hüttenberg.	Foto: Henning Rosenbusch
Der reaktivierte Coburger Kreisläufer Dominic Kelm, Pontus Zetterman und Lukas Wucherpfennig (von links) freuen sich über den Heimsieg gegen Bundesliga-Absteiger TV Hüttenberg. Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg - Jan Gorr war zufrieden. "Es war im Großen und Ganzen ein gutes Spiel von uns", sagt der Trainer der Coburger Zweitliga-Handballer über den jüngsten Auftritt seiner Mannschaft. Gegen den TV Hüttenberg, Gorrs ehemaligen Verein, behauptete sich der HSC am Ende deutlich mit 29:24. "Ich würde sagen, es war ein relativ souveränes Spiel. Wir konnten uns auf unsere Abwehr verlassen." Auch in der Offensive stimmte beim Tabellenzweiten der Liga (39:11 Punkte) die Abstimmung. "Gegen die Hüttenberger 3:2:1-Abwehr haben wir immer wieder unsere Tore gemacht", lobt der 40-Jährige die Leistung seines Teams.

Der Erfolg gegen die Hessen war für die Vestestädter bereits der dritte in Folge. "Das gibt natürlich Sicherheit und Stabilität. Und genau darauf kommt es ja an", erklärt Gorr und schiebt nach: "Es ist wichtig, dass wir wieder mehr Kontinuität in unser Spiel bekommen."

Um den vierten Erfolg nacheinander einzufahren, arbeiteten die Coburger Handballer in den vergangenen Tagen wieder intensiv an ihrem Spiel. "Die Trainingswoche war soweit ganz gut", ist der Übungsleiter zufrieden. Bei dem einen oder anderen Spieler dürfe man es aber nach Verletzungen mit der Belastung nicht übertreiben. Jan Gorr rechnet damit, dass ihm für die Partie am Samstagabend um 19.30 Uhr in Wilhelmshaven (16:34 Punkte) jenes Personal zur Verfügung steht, das auch Hüttenberg bezwang.

Bereits am Freitag macht sich der HSC-Tross auf die weit mehr als 500 Kilometer lange Reise. Die Gelb-Schwarzen legen in Hildesheim einen Zwischenstopp ein. Dort findet das Abschlusstraining statt, ehe es ins Hotel nach Oldenburg geht.

Coburgs Trainer will seine Spieler ausgeruht auf die Platte schicken, um möglichst mit zwei Punkten im Gepäck die Heimfahrt antreten zu können. Dass die Aufgabe an der Nordsee für sein Team alles andere als leicht werden dürfte, davon ist der gebürtige Mittelhesse überzeugt. "Wilhelmshaven ist wahnsinnig offensivstark, vor allem durch Tobias Schwolow im linken Rückraum und René Drechsler im rechten Rückraum." Zusätzlich habe der WHV in der Winterpause personell noch einmal nachgelegt. Bartosz Konitz wechselte aus Hagen an den Jadebusen. Von den insolventen Rhein Vikings kam Miladin Kozlina. "Beide sind sehr erfahren und ehemalige Nationalspieler ( Anm. d. Red.: Polen und Slowenien). Durch die Verpflichtungen konnte der WHV seine Defensive noch einmal stabilisieren. Auf uns kommt eine extrem knifflige Aufgabe zu, die wir lösen wollen."

Doch gerade zu Hause hat der Wilhelmshavener Handball-Verein seine Stärken. Elf seiner 16 Zähler holte das Team von Christian Köhrmann in der heimischen Halle. "Wir kennen die Nordfrost-Arena. Auch wenn der Name etwas anderes verspricht, erwartet uns dort eine heiße Atmosphäre", ist sich der 40-Jährige sicher. Am vergangenen Spieltag feierte der Tabellenvorletzte einen wichtigen Heimsieg im Kampf um den Klassenerhalt gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Hagen. "Sicherlich wird dieser Sieg für Euphorie sorgen", glaubt Coburgs Chefanweiser und spricht die Drucksituation der Hausherren an: "Sie brauchen Punkte." Zwei Zähler haben die Norddeutschen derzeit Rückstand auf das rettende Ufer.

Geht es nach Jan Gorr werden es auch am Samstag nicht weniger. "Wichtig wird sein, das Wilhelmshavener Angriffsspiel zu unterbinden. Wir müssen Schwolow und Drechsler, die sehr gut eingespielt sind, an die kurze Kette legen. Dann können wir in unser Tempospiel gehen", führt er aus - ohne dabei zu vergessen, was den Grundstein für einen möglichen Auswärtssieg bilden soll. "Ohne eine gute Deckungsarbeit wird es nicht gehen."

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Felix Sproß, Max Jaeger, Sebastian Weber, Markus Hagelin, Dominic Kelm, Anton Prakapenia, Patrick Weber, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Jakob Knauer, Florian Billek, Lukas Wucherpfennig. - Es fehlen: Marcel Timm, Christoph Neuhold und Petr Linhart.

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Pascal Grosch

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Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
16:48 Uhr

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Pascal Grosch

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14. 03. 2019
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