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HSC Coburg

Nur kurz nachgedacht

Der HSC Coburg schlägt TuS Ferndorf 29:24 und erobert Rang zwei in der 2. Handball-Bundesliga. Er meistert eine kritische Phase nach der Pause.



Voller Einsatz in der Abwehr und im Angriff: Coburgs Andreas Schröder (rechts) setzt sich gegen Jonas Faulenbach vom TuS Ferndorf durch.	Mehr Bilder: www.np-coburg.de Fotos: Henning Rosenbusch
Voller Einsatz in der Abwehr und im Angriff: Coburgs Andreas Schröder (rechts) setzt sich gegen Jonas Faulenbach vom TuS Ferndorf durch. Mehr Bilder: www.np-coburg.de Fotos: Henning Rosenbusch  

Coburg - Der achte Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga war der bislang aufschlussreichste. Zum einen zeigte sich die enorme Ausgeglichenheit der Liga, zum anderen scheint der HSC 2000 Coburg in seinem Reifeprozess weiter vorangekommen. Der verdiente 29:24-(12:7)-Erfolg gegen den TuS Ferndorf vor 2019 Zuschauern in der HUK-Arena förderte Bemerkenswertes zutage. Das Team von Jan Gorr steckte nicht nur die Ausfälle von Sebastian Weber und Stepan Zeman weg, sondern meisterte auch eine kritische Phase in der zweiten Halbzeit mit Ruhe und Abgeklärtheit. Zwar ist (noch) nicht alles Gold, was glänzt, dennoch befindet sich der HSC auf dem richtigen Weg. Mit dem fünften Sieg im fünften Heimspiel der Saison ist der Sprung auf Rang zwei gelungen.

HSC 2000 Coburg - TuS Ferndorf 29:24 (12:7)

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (16 Gegentore/7 Paraden), Konstantin Poltrum (8/3) - Maximilian Jaeger (4), Lukas Wucherpfennig (3), Felix Sproß, Dominic Kelm (1), Florian Billek (3/2), Marcel Timm (1), Pontus Zetterman (9), Girts Lilienfelds, Tobias Varvne (3), Andreas Schröder (1), Christoph Neuhold (4).

TuS Ferndorf: Marin Durica (8 Gegentore/1 Parade), Tim Hottgenroth (21/8) - Jonas Faulenbach (3), Marijan Basic, Lucas Schneider (2), Mattis Michel (3), Magnus Neitsch (3), Jan Wicklein, Julian Schneider (4/1), Tim Rüdiger, Julius Lindskog Andersson (1), Patrick Weber (8), Thomas Rink.

SR: Felix Pusch/Stefan Weiße (HV Radebeul). - Zuschauer: 2019

Siebenmeter: 2/2 - 3/5.

Zeitstrafen: 2 (Schröder, Zetterman) - 5 (L. Schneider, Neitsch 2, J. Schneider, Müller)

Spielfilm: 1:2 (5.), 6:2 (14.), 9:4 (21.), 11:4 (25.), 12:7 (HZ), 14:8 (33.), 16:10 (35.), 18:11 (38.), 20:14 (41.), 21:15 (43.), 21:18 (47.), 23:19 (49.), 23:21 (51.), 24:22 (53.), 27:22 (57.), 28:23 (58.), 29:24 (Ende).

 

Bärenstarke Abwehr

Nach leichten Anlaufproblemen mit einer 1:0- und 2:1-Führung der Gäste machten die Coburger da weiter, wo sie beim klaren Sieg in Dormagen aufgehört hatten. Mit einer bärenstarken Abwehrleistung brachten sie die Ferndorfer schier zur Verzweiflung. "Bis zum 9:3 haben wir unseren Gästen wirklich den Zahn gezogen. Wir haben sie zu schnellen Würfen gezwungen und herausragend verteidigt”, sagte HSC-Trainer Jan Gorr nach der Partie.

Dass seine Mannschaft zur Pause nur mit fünf Toren vorne lag, schmeckte ihm allerdings nicht. "Wer gedacht hatte, dass beim Zwischenstand von 9:3 das Ganze in ruhiges Fahrwasser läuft, der hat sich verrechnet. Was mir in dieser Phase ein bisschen missfallen hat, war, dass wir die freien Bälle, die wir uns hinten erkämpft haben, nicht mit einer besseren Quote genutzt haben. Dann können wir mit einem anderen Ergebnis als 12:7 in die Pause gehen.” Ein zweistelliger Vorsprung wäre drin gewesen. TuS-Coach Michael Lerscht bemängelte später die fehlende Tiefe im Spiel seines Teams in Hälfte eins. Ferndorf habe dem HSC deshalb zu diesem Zeitpunkt keine Probleme bereiten können.

"Unfassbar intensiv"

Nach dem Wechsel verlief das Spiel bis zur 40. Minute und dem Zwischenstand von 20:14 zunächst ausgeglichen. "Die Partie war unfassbar intensiv”, resümierte Gorr, der danach mit ansehen musste, wie der Vorsprung seiner Mannschaft Tor um Tor schmolz. "Wir wussten, dass wir durch den Ausfall von Sebastian Weber und Stepan Zeman möglicherweise Schwierigkeiten in unserer Deckung bekommen. Andreas Schröder und Marcel Timm, die 60 Minuten unseren Mittelblock gestellt haben, haben dann wirklich um jeden Schritt gekämpft, Das hat Ferndorf - und das zeigt die Klasse von Patrick Weber, aber auch von Jonas Faulenbach - im Rückraum trefflich genutzt. Sie haben von hinten getroffen, sie haben uns am Kreis überrumpelt. Das war der Grund dafür, dass es dann wieder enger wurde.”

Kühlen Kopf bewahrt

Ausgerechnet der Ex-Coburger Patrick Weber drehte auf und war letztlich mit acht Treffern bester Ferndorfer Werfer. Zehn Minuten vor Ende waren die Gäste wieder dran. "Ich sehe das 23:21, das 24:22, da musst du als Heimmannschaft kühlen Kopf bewahren und bei deinem Spiel bleiben. Das ist uns gelungen”, freute sich Jan Gorr, der aber auch einräumte, dass es ein, zwei glückliche Situationen für sein Team gegeben habe. Dass die Partie nicht kippte, war ein Verdienst der beiden Coburger Torhüter Konstantin Poltrum und Jan Kulhanek, die in der entscheidenden Phase glänzend parierten. Den Deckel drauf machten dann Lukas Wucherpfennig und Max Jaeger mit ihren sehenswerten Toren zum 25:22 (53.) und 26:22 (55.). Damit war das Spiel gelaufen.

12.10.2019 - HSC 2000 Coburg - TuS Ferndorf - Foto: Henning Rosenbusch

HSC 2000 Coburg - TuS Ferndorf
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Der Ferndorfer Trainer Michael Lerscht, der in der zweiten Halbzeit nicht nur einmal mit den Schiedsrichtern haderte, erkannte den Sieg des HSC an. "Intensiv, interessant, ich glaube das Spiel hat viele mögliche Titulierungen. Unterm Strich waren wir nicht gut genug”, sagte er. "Doch meine Mannschaft muss sich nicht grämen. Das war eine geile kämpferische Leistung. Wir haben Coburg zumindest ein bisschen zum Nachdenken gebracht.” Jan Gorr konterte gelassen: "Insgesamt gesehen hat mein Kollege recht. Wir haben nachgedacht, sind aber nicht in Nervosität und Hektik verfallen. Und das war wichtig, um das Spiel zu gewinnen.”

Überragender Zetterman

Der HSC 2000 steht nicht zu Unrecht auf Platz zwei. Mit zwei starken Torhütern im Rücken ist die Abwehr aktuell das Prunkstück der Vestestädter. In der Offensive kommt das schwedische Duo Pontus Zetterman (neun Tore) und Tobias Varvne langsam wieder in Fahrt, auch Christoph Neuhold nähert sich der Form aus der Vorrunde der Saison 2018/19. Auch alle anderen Positionen sind mit Spielern besetzt, die Überdurchschnittliches leisten können. Gelingt es Trainer Jan Gorr, seinen Handballern immer die Höchstleistung rauszukitzeln, dann ist der HSC ein Aufstiegskandidat.

Autor

Michael Hager
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
13. 10. 2019
09:46 Uhr

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Michael Hager

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Veröffentlicht am:
13. 10. 2019
09:46 Uhr



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