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HSC Coburg

Roter Fleck

Der HSC 2000 muss bereits am Freitag beim Siebten Essen auf die Platte. In der Hinrunde war die Partie das Spitzenspiel überhaupt - mit einer bitteren Pointe für die Coburger.



Szene nach dem Hinspiel in der HUK-Arena: Während Coburgs Marcel Timm die 29:30-Niederlage zu begreifen versucht, feiert der TuSEM im Hintergrund kollektiv seinen Erfolg. Gelingt dem HSC 2000 in der Sporthalle Am Hallo die Revanche?	Foto: Henning Rosenbusch
Szene nach dem Hinspiel in der HUK-Arena: Während Coburgs Marcel Timm die 29:30-Niederlage zu begreifen versucht, feiert der TuSEM im Hintergrund kollektiv seinen Erfolg. Gelingt dem HSC 2000 in der Sporthalle Am Hallo die Revanche? Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg - Irgendwie passend, dass Marcel Timm ausgerechnet dieser Tage wieder zusehends zu Kräften kommt, nach einer verletzungsbedingten mehrwöchigen Zwangspause. So kurz vor dem Rückspiel beim TuSEM Essen am Freitagabend um 19.30 Uhr. Das Internet-Portal sportdeutschland.tv überträgt die Partie in voller Länge. Denn wie wohl kein Zweiter verkörperte der junge Kreisläufer des HSC 2000 die riesige Coburger Enttäuschung nach der Niederlage in letzter Sekunde im Hinspiel. Der 1,95-Meter-Recke, der Mitte Oktober in Abwesenheit seiner etatmäßigen Kreisläufer-Kollegen nahezu 60 Minuten durchackern musste, kämpfte nach der Schlusssirene auf dem Feld der HUK-Arena sichtlich mit den Tränen - und verlor.

Man konnte ihn verstehen. Immerhin hatte das damals absolute Top-Spiel der 2. Handball-Bundesliga zwischen Erstem (HSC) und Zweitem (TuSEM) zuvor eine geradezu nervenzerreißende Wucht entwickelt. Und, möglicherweise noch entscheidender: Die Coburger hatten vor den mehr als 2700 Zusehern den Sieg ja selbst in der Hand; nur um in Person von Tobias Varvne den Ball Sekunden vor Schluss zu verlieren und im Tempogegenstoß den K.o. durch einen Spieler in Rot zu kassieren. Bis heute ist das 29:30 der einzige Fleck auf einer in dieser Saison ansonsten blütenweißen Coburger Heim-Weste.

"Es war ein geniales Spiel, unglaublich intensiv", erinnert sich Jan Gorr vier Tage nach seinem 41. Geburtstag am Samstag, den ihm seine Spieler mit einem deutlichen Heimerfolg über Emsdetten versüßten. "Bis sechs Sekunden vor Ende hatten beide Teams alles in der Hand, leider ging es nicht zu unseren Gunsten aus. Das würden wir jetzt gerne umdrehen." Sonderlich präsent sei die Hinspiel-Niederlage für den HSC-Trainer jedoch nicht mehr. "Jedes Spiel hat seine Geschichte." Ob das alle seine Spieler so sehen?

Der Papierform nach geht Coburg (43:13 Punkte) als Tabellenzweiter favorisiert in die Begegnung in der Sporthalle Am Hallo. Weiter drei Zähler Vorsprung haben Florian Billek und Co. auf den ersten Nichtaufstiegsplatz, den Nordhorn-Lingen (40:16) belegt. Für den HSC ist die tabellarische Ausgangssituation also noch immer ähnlich gut wie Mitte Oktober. Nicht so beim TuSEM. Die von Jaron Siewert trainierten Nordrhein-Westfalen sind auf Rang sieben zurück gespült worden, schon zehn Punkte liegen zwischen Coburg und Essen.

"Das ist eine Frage der Konstanz", sagt Jan Gorr, angesprochen auf die veränderte Ausgangslage. "Auch wir knabbern an diesem Thema, unter dem Strich waren wir aber dennoch etwas konstanter. Daher ist das Pendel für uns ausgeschlagen." In der Tat wechseln sich beim TuSEM ein ums andere Mal Sieges- mit Niederlagenserien ab.

Und derzeit steckt Essen mal wieder in einer der letzteren Kategorie. Einem 25:36 bei Nordhorn-Lingen folgte ein 33:39 zu Hause gegen Dormagen sowie ein 30:33 in Wilhelmshaven. Wirklich viel ableiten könne man daraus aber nicht, meint Coburgs erfahrener Übungsleiter. Einziger Ausreißer sei die klare Niederlage gegen Dormagen. Bei Nordhorn-Lingen sowie Wilhelmshaven sei es nunmal schwer, urteilt Gorr. Eine wenig überraschende Aussage, genau wie Essen unterlag der HSC in diesen beiden Auswärtsspielen.

Der TuSEM steht für kurzweilige Handballspiele. Dazu genügt ein flüchtiger Blick auf die Statistik. Die Nordrhein-Westfalen haben mit bisher 856 Treffern ligaweit die meistern erzielt, andererseits rangieren sie mit 824 kassierten Toren in dieser Disziplin auch ganz weit oben in Liga zwei. Entsprechend prognostiziert Jan Gorr: "Das wird ein sehr flottes, zweikampfgeprägtes Spiel."

Besonders im Auge hat er dabei die Essener Jonas Ellwanger, Justin Müller (beide Rückraum Mitte), Luca Witzke, Lucas Firnhaber (beide Rückraum rechts) und Dennis Szczesny (Rückraum links). Auf Seiten des HSC könnte erneut der zuletzt bärenstarke Anton Prakapenia im Fokus stehen.

Aber auch dem nach dem Hinspiel noch untröstlichen Marcel Timm ist zuzutrauen, eine größere Rolle einzunehmen. Zusätzlichen Mut machen könnte dem 21-Jährigen dafür ein Kommentar unter seinem enttäuschten Facebook-Post zur Niederlage im Oktober: "Manchmal machen Niederlagen einen noch stärker. Kopf hoch. Super gekämpft. Es gibt auch noch ein Rückspiel", heißt es da. Versehen mit einem zwinkernden Smiley.

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Felix Sproß, Maximilian Jaeger, Marcel Timm, Sebastian Weber, Markus Hagelin, Anton Prakapenia, Patrick Weber, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Jakob Knauer, Florian Billek, Lukas Wucherpfennig.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
03. 04. 2019
16:52 Uhr

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David Büttner

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03. 04. 2019
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