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HSC Coburg

Rückschlag oder Fingerzeig?

Nach der Pflichtaufgabe gegen die Rhein Vikings reist der HSC 2000 Coburg zur HSG Nordhorn-Lingen. Die Partie am Samstag ist das Duell Zweiter gegen Dritter - ein Spitzenspiel.



Nicht wenig deutet daraufhin, dass Markus Hagelin dem HSC auch in Lingen fehlen wird. Auf Kreisläufer-Kollege Marcel Timm (im Bild) dürfte am Samstagabend entsprechend viel Arbeit zukommen.	Foto: Henning Rosenbusch
Nicht wenig deutet daraufhin, dass Markus Hagelin dem HSC auch in Lingen fehlen wird. Auf Kreisläufer-Kollege Marcel Timm (im Bild) dürfte am Samstagabend entsprechend viel Arbeit zukommen. Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg - Niemals würde Jan Gorr öffentlich von einem Pflichtsieg sprechen, das ist einfach nicht sein Stil. Dass alles andere als ein Erfolg beim Pflichtspielauftakt 2019 gegen den mittlerweile pleite gegangenen HC Rhein Vikings einer kleinen Katastrophe gleichgekommen wäre, das dürfte aber auch der Trainer des HSC 2000 im kleinen Kreis nicht bestreiten. Zu gut war und ist die Ausgangssituation der Coburger im Kampf um die Aufstiegsplätze in der 2. Handball-Bundesliga. Die Begegnung am vergangenen Sonntag geriet dann auch zu einer standesgemäßen Angelegenheit, 37:22 hieß es nach der Schlusssirene in der HUK-Arena zugunsten des Tabellenzweiten.

Ob die Insolvenz des Schlusslichts indes noch Auswirkungen auf das Punktekonto des HSC (33:9) haben könnte, dazu möchte Gorr im Vorfeld des 22. Spieltags keine Einschätzung abgeben: "Das muss man abwarten." Coburg hatte am zweiten Spieltag bei den damals noch nicht finanziell wankenden Rhein Vikings, die derzeit einen personellen Aderlass durchmachen, nur remis gespielt. Ein aus HSC-Sicht heute umso ärgerlicheres Ergebnis. Kein anderes Topteam ließ gegen den HC Punkte. Coburgs direkter Verfolger etwa, die HSG Nordhorn-Lingen (30:12), gewann in Düsseldorf mit 33:27.

Mit eben dieser HSG bekommt es der HSC nun zu tun: Am Samstagabend gastieren Florian Billek und Co. zum Spitzenspiel beim Tabellendritten. Anwurf in der Emsland-Arena in Lingen ist um 19.30 Uhr. Das Internet-Portal sportdeutschland.tv überträgt die Partie in voller Länge.

Es ist ein Spiel von gänzlich anderem Charakter als das am vorigen Sonntag, wie auch Coburgs Trainer Jan Gorr unterstreicht - in doppelter Hinsicht, präzisiert der 40-Jährige. Einmal mit Blick auf die Ausgangssituation: "Es geht gegen einen direkten Konkurrenten. Die Aussicht, den Vorsprung auszubauen ist natürlich verlockend." Mit einem Erfolg könnte der HSC den Abstand auf den ersten Nichtaufstiegsplatz auf bereits fünf Zähler vergrößern - es wäre ein Fingerzeig. Und zudem handballerisch, fährt Gorr fort: "Individuell ist das eine viel höhere Qualität. Außerdem werden wir es nicht mit einer so offensiven Deckung, sondern einer kompakten 6:0-Verteidigung zu tun bekommen."

Das Hinspiel, das Coburg Anfang September recht souverän mit 29:25 für sich entschieden hatte, dient dem Coach des Tabellenzweiten dabei nach eigener Aussage als Muster mit lediglich begrenztem Wert. In der HUK-Arena musste HSG-Trainer Heiner Bültmann den einen oder anderen schmerzlichen Ausfall verzeichnen. Bis auf voraussichtlich Jens Wiese kann Bültmann nun hingegen wohl aus dem Vollen schöpfen.

Individuell hebt Coburgs Übungsleiter die Rückraum-Achse der Niedersachsen hervor. Namentlich: Georg Pöhle, Patrick Miedema, Julian Possehl und Philipp Vorlicek. Dieses Quartett sei die Triebfeder im Positionsangriff der HSG Nordhorn-Lingen. Überhaupt, so Gorr weiter, sei das gebundene Spiel des Tabellendritten ein "sehr gutes. Die große Stärke ist, dass Nordhorn im Zusammenspiel ein paar Kombinationen hat, die sehr gut einstudiert sind, nicht nur zwei oder drei, sondern viele." Eine Folge großer personeller Kontinuität auf Schlüsselpositionen.

Eine solche gibt es beim HSC mitunter auch, etwa im Mittelblock in Person von Markus Hagelin. Dessen Einsatz in Lingen scheint aber mehr als fraglich. Der Schwede verpasste wegen eines Infekts bereits die Partie gegen die Rhein Vikings. Zwar ist die Erkältung mittlerweile abgeklungen, doch laboriert der 29 Jahre alte Kreisläufer aktuell auch an Problemen an der Ferse. Sein Trainer spricht von einem "entzündlichen Prozess". Hagelin sei auf dem Weg der Besserung, am Mannschaftstraining teilgenommen hat er in dieser Woche (Stand Donnerstagnachmittag) aber noch nicht.

Anders als Coburgs Winterneuzugang Patrick Weber. Seinen Ausblick auf die Partie am Samstag gab der 26-Jährige bereits kurz nach seiner Premiere im HSC-Trikot am Sonntag ab: "Die Vorzeichen sind klar, das ist ein Spitzenspiel. In Nordhorn ist es nie leicht zu gewinnen, das weiß ich auch noch aus ein paar Jahren 2. Liga. Aber ja, dafür sind wir hier."

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Felix Sproß, Max Jaeger, Marcel Timm, Sebastian Weber, Markus Hagelin (?), Anton Prakapenia, Patrick Weber, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Jakob Knauer, Florian Billek, Lukas Wucherpfennig.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
14. 02. 2019
16:50 Uhr

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David Büttner

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14. 02. 2019
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