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HSC Coburg

Turbulent, anstrengend, geil

Obwohl der HSC 2000 den Aufstieg verpasst hat, zeigen sich die Verantwortlichen mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden. Kritik üben sie an der Erwartungshaltung in Coburg.



Zogen ein positives Resümee (von links): HSC-Vorstandssprecher Stefan Apfel, Moderator Stefan Eichhorn, HUK-Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann, HSC-Geschäftsführer Michael Häfner und Trainer Jan Gorr.	Foto: Rosenbusch
Zogen ein positives Resümee (von links): HSC-Vorstandssprecher Stefan Apfel, Moderator Stefan Eichhorn, HUK-Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann, HSC-Geschäftsführer Michael Häfner und Trainer Jan Gorr. Foto: Rosenbusch  

Coburg - Einen Tag vor dem abschließenden Spiel zu Hause gegen Dessau-Roßlau haben die Verantwortlichen des HSC 2000 Coburg eine durchweg positive Saisonbilanz gezogen. Auch wenn der Aufstieg in die erste Handball-Bundesliga verpasst worden ist, zeigten sich die Verantwortlichen am Freitag bei einer Pressekonferenz in den Räumen des Hauptsponsors HUK-COBURG sehr zufrieden.

"Alle sind enttäuscht, dass uns der große Wurf nicht gelungen ist", sagte HSC-Vorstandssprecher Stefan Apfel. "Gegen Ende der Saison ist uns ein wenig die Luft ausgegangen und die bärenstarke Konkurrenz hatte das Momentum auf ihrer Seite. Wir sind aber sehr, sehr stolz auf das Erreichte." Vor der Serie habe es mit sieben Neuzugängen immerhin den größten personellen Umbruch in der Geschichte des HSC gegeben.

"Die Mannschaft hat in der Vorrunde begeisternden Handball gespielt und uns träumen lassen. In der durchwachsenen Rückrunde hat das Team dann nicht mehr an diese Leistungen anknüpfen können", meinte Apfel, der optimistisch ist, dass sich die Coburger am Samstagabend den dritten Platz in der 2. Liga sichern. Er betonte, dass der HSC 2000 nunmehr seit vier Jahren zu den besten 22 Handball-Klubs in Deutschland gehöre und damit Kontinuität eingekehrt sei.

Klaus-Jürgen Heitmann, Vorstandssprecher der HUK-COBURG Versicherungsgruppe, sprach ebenfalls von einer erfolgreichen Saison. Aus Sicht des Hauptsponsors sei der eingeschlagene "Coburger Weg" sehr gut. "Wichtig ist es, ein nachhaltiges Fundament zu schaffen. Wenn man hoch geht, dann sollte man auch die Chance haben, oben zu bleiben. Sicherlich ist die erste Liga nicht unattraktiv, ein weiteres Jahr in der zweiten Liga ist aber kein Problem", sagte Heitmann. Ziel seines Unternehmens sei es, allen in der handballverrückten Region etwas Attraktives zu bieten.

"Ich bin rundum zufrieden. Es war sportlich eine geile Saison", sagte HSC-Geschäftsführer Michael Häfner, der seit dem 1. April 2018 im Amt ist. Es sei aber auch ein anstrengendes und turbulentes Jahr gewesen mit einem großen strukturellen Umbruch. Die Trennung von Geschäftsführer Steffen Ramer habe zu Problemen im Bereich Vertrieb und Marketing geführt. Der neue Mann Phillipp Rebhan habe bereits gute Gespräche mit Sponsoren und Partnern geführt, sodass Häfner nach eigener Aussage positiv gestimmt sei, was die Zukunft betrifft. Nicht nur in der Geschäftsstelle seien Prozesse angepasst und optimiert worden. Mit Annika Brüning-Wolter, die bislang duale Studentin war, sei eine neue Kraft eingestellt worden, die für die Bürologistik und Heimspiel-Events zuständig ist.

"Was den Etat angeht, hatten wir im letzten Jahr mit großen Herausforderungen zu kämpfen", sagte Häfner, der trotz mehrfacher Nachfrage keine exakten Zahlen nennen wollte. Kritik übte der HSC-Geschäftsführer an der "überzogenen Erwartungshaltung" in der Region. Sie sei nicht vereinbar mit den vorliegenden Rahmenbedingungen. "Wir wollen den Verein weiterentwickeln in den nächsten Jahren, solide und nachhaltig. Es wird keine Hau-Ruck-Aktionen mehr geben, einen Aufstieg nur mit Maß und Ziel", betonte der Geschäftsführer.

Der Zuschauerschnitt in der ablaufenden Saison sei gut und zufriedenstellend gewesen. Er soll im kommenden Jahr ausgebaut werden. Mit der Preissenkung bei den Stehplatz-Tickets auf zehn Euro in der neuen Saison sei der Verein dem Wunsch der Fans entgegengekommen. Die nun günstigeren Dauerkarten werden den Anhängern beim Hoffest Ende Juli in der Seifartshofstraße von den Spielern der ersten Mannschaft übergeben. Außerdem soll die Marke "HSC" neu aufpoliert werden. "Wir werden frecher auftreten", versprach Michael Häfner, ohne Einzelheiten zu nennen.

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Michael Hager
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Veröffentlicht am:
07. 06. 2019
17:58 Uhr

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Michael Hager

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07. 06. 2019
17:58 Uhr



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