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HSC Coburg

Vertraute Gegner

Die Ex-HSCler Stefan Lex und Oliver Krechel laufen seit der aktuellen Saison für den ASV Hamm-Westfalen auf. Nun kommt es zum ersten Wiedersehen mit den alten Kollegen.



Es sind Bilder wie diese, die in Coburg zurückblieben von Oliver Krechel (links) und Stefan Lex.	Fotos: Archiv/Henning Rosenbusch
Es sind Bilder wie diese, die in Coburg zurückblieben von Oliver Krechel (links) und Stefan Lex. Fotos: Archiv/Henning Rosenbusch  

Hamm/Coburg - Es sind Geschichten, wohl fast so alt wie der Mannschaftssport an sich: Ein Spieler oder Trainer trifft mit seinem neuen Verein auf seinen alten Klub. Die Geschichten sind gut. Denn sie sprühen nur so vor dem, was den Sport in seinen Grundfesten ausmacht: Emotion. Wenn am Freitagabend der HSC 2000 zum Top-Spiel der 2. Handball-Bundesliga in Hamm antritt, dann spielen sich auf der Platte gleich drei solcher Geschichten ab: Christoph Neuhold wechselte vor der Saison vom ASV nach Coburg, Oliver Krechel und Stefan Lex gingen den umgekehrten Weg - vertraute Gegner in der Westpress Arena.

Stefan Lex, 29, Rückraum rechts, klingt gut gelaunt an diesem Donnerstagmittag. Möglicherweise ja, weil das Vormittagstraining gestrichen wurde wegen der Partie am Freitag. Lex ist angekommen in seiner neuen Heimat - privat und mittlerweile auch sportlich. "Ich bin etwas schwieriger in die Runde gekommen und konnte nicht zeigen, was ich eigentlich kann", sagt er. "Im Laufe der Zeit habe ich mich aber gefestigt und sehe mich jetzt auf einem guten Weg." Der Linkshänder steht aktuell bei 38 Saisontoren, einer Quote von 55 Prozent und 25 Vorlagen.

Coburgs Trainer Jan Gorr bezeichnet ihn als eine der zentralen Figuren im Spiel des ASV, der aktuell Platz sechs belegt. "Ein wenig hinken wir den Erwartungen noch hinterher", meint Lex mit Blick auf die Tabelle.

Das handballerische Geschehen in Coburg hat der 29-Jährige aus der Entfernung im Auge - mit durchweg positiven Gefühlen. Er lief insgesamt zwei Jahre für den HSC auf. Kontakt nach Coburg hat Lex vor allem noch mit Lukas Wucherpfennig. "Ansonsten verliert man sich eben doch manchmal ein bisschen aus den Augen." Zur Partie am Freitag sagt er: "Eine kleine Besonderheit" seien solche Spiele gegen den alten Arbeitgeber immer. "Auch wenn ich das schon das eine oder andere Mal erlebt habe." Und: Es dürften Kleinigkeiten entscheiden, "ich hoffe natürlich, dass diese dann eher auf unserer Seite liegen."

Oliver Krechel, 28, Torwart, musste sich nach seinem Wechsel nach Hamm nicht nur in Sachen neuer Heimat und neuem Verein umstellen. Auch seine Tochter kam zur Welt. Und wie läuft es sportlich? "Ganz gut", sagt der ehemalige HSC-Publikumsliebling, berüchtigt für seine emotionale Spielweise. "Felix Storbeck und ich sind ein gutes Duo. Wir ergänzen uns." Dabei stand Krechel in der bisherigen Saison rund eineinhalb Stunden länger auf der Platte als sein Teamkollege. Die Bilanz des 28-Jährigen: eine Quote von 29,13 Prozent. Zum Vergleich: Die von Coburgs Nummer eins Jan Kulhanek beträgt 33,77 Prozent.

Zur Saison des HSC sagt Krechel: "Ich verfolge das intensiv. Bei den Jungs läuft aktuell ziemlich viel zusammen und das freut mich. Sie stehen zurecht da oben." Was den Freitag angeht, beschleiche den Torwart, der sechs Jahre für Coburg auf die Platte ging "eine positive Aufregung. Ich freue mich sehr, so viele bekannte Gesichter wiederzusehen." Gerade zu Felix Sproß, Lukas Wucherpfennig und Philipp Barsties pflegt Krechel noch enge Bande.

Überhaupt denke er noch oft zurück an seine Coburger Zeit. "In der Kabine erzählt man sich ja oft die eine oder andere Anekdote und meine stammen eben meist aus Coburg." Die familiäre Atmosphäre in der Stadt und die Nähe zu den Fans - dies werde ihm besonders in Erinnerung bleiben.

Zum Ende vielleicht noch eine Kampfansage an die alten Kollegen, Herr Krechel? Der 28-Jährige denkt nach: "Ich kann nur sagen: Keiner reist gerne nach Hamm."

Der Gegenbeweis heißt Christoph Neuhold, 24, Rückraum links. "Das ist natürlich ein ganz besonderes Spiel, ich bin sehr gespannt auf die Atmosphäre in der Halle", sagt der Rechtshänder, der zwei Jahre lang für den ASV auf Torejagd ging. "Ich persönlich bin natürlich sehr, sehr motiviert, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als sonst." Und das will etwas heißen.

Nun bleibt abzuwarten, wessen Geschichte am Freitagabend mit einem kleinen Happy-End gekrönt wird.

Autor
David Büttner

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
20:12 Uhr

Aktualisiert am:
06. 12. 2018
20:12 Uhr

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David Büttner

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06. 12. 2018
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06. 12. 2018
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