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HSC Coburg

Wer kann mit auf große Fahrt?

Der in Coburg nicht zu schlagende HSC tritt am Freitagabend beim VfL Lübeck-Schwartau an. Jan Gorr plagen im Vorfeld personelle Probleme.



Nach seinen zwölf Toren gegen Hamburg schlägt sich HSC-Rechtsaußen Florian Billek mit einem Infekt herum. Wird er rechtzeitig fit?	Foto: H. Rosenbusch
Nach seinen zwölf Toren gegen Hamburg schlägt sich HSC-Rechtsaußen Florian Billek mit einem Infekt herum. Wird er rechtzeitig fit? Foto: H. Rosenbusch  

Coburg - Emsdetten, Lübbecke, Gummersbach, Krefeld, Ferndorf, Hamm-Westfalen, Eisenach - und seit dem Samstag auch: Hamburg. Die Liste der Opfer des HSC 2000 in der Arena auf der Lauterer Höhe wird länger und länger. Den Coburger Handballern scheint in der laufenden Zweitliga-Saison, die am Freitag in Spieltag 15 geht, zu Hause nicht beizukommen. Selbst notorischen Kritikern des Klubs müssen die dominanten Heimauftritte der Mannschaft um Florian Billek, der mit 106 Treffern aktuell die Torjägerliste anführt, so langsam imponieren.

Neuhold bleibt

Nach den jüngsten bitteren Meldungen, die der HSC zu den bevorstehenden Abgängen von Jaeger und Timm hatte herausgeben müssen, konnte der Klub am Mittwoch mal wieder eine positive Mitteilung versenden: Christoph Neuhold, 25, hat seinen Vertrag um ein Jahr bis zum Ende der kommenden Saison verlängert. Indes ist Stepan Zeman, 22, für den ersten Lehrgang der tschechischen Nationalauswahl vor der EM nominiert worden. Ob er es bis in den finalen Kader schafft, ist damit freilich noch nicht sicher. db

Und, weil Billek und Co. auswärts immerhin auch drei Erfolge aufweisen, steht der HSC (22:6 Punkte) seit dem Wochenende an der Tabellenspitze. Zwei Zähler trennen Coburg dabei vom ersten Nichtaufstiegsplatz. Der eine oder andere könnte angesichts der guten Ausgangsposition und der HSC-Heimstärke bereits unken: Wie viele Siege in der Fremde braucht es eigentlich noch für den Aufstieg?

 

Einer am Freitagabend in der Hansehalle wäre sicherlich kein allzu kleiner Schritt auf diesem Weg. Dort trifft die Truppe von Trainer Jan Gorr auf den VfL Lübeck-Schwartau. Das Internetportal Sportdeutschland.TV überträgt die Partie wie gewohnt in voller Länge, sie beginnt um 19.30 Uhr.

Die große Fahrt des HSC in den Norden Deutschlands - laut Google sind es exakt 567 Kilometer von der HUK-Arena bis zur Hansehalle - beginnt dabei schon am Donnerstag, Abfahrt: 11.30 Uhr. Mit welchem Personal, darüber herrscht am Mittwoch jedoch noch großes Rätselraten - Jan Gorrs Ausführungen nach.

Denn während Spielmacher Tobias Varvne laut dem 41-Jährigen nach leichten muskulären Problemen aus dem HSV-Spiel am Montag und Dienstag zwar nur reduziert, aber trainieren konnte; musste Gorr - Stand Mittwochmittag - auf gleich fünf Akteure bislang komplett verzichten: Florian Billek, Stepan Zeman (beide Infekt), Maximilian Jaeger (muskuläre Probleme) sowie Felix Sproß und Lukas Wucherpfennig (beide Magen-Darm). Entsprechend wirkt es fast schon maßlos untertrieben, wenn ihr Trainer von "einigen Sorgen" spricht. Andererseits ist Jan Gorr dafür bekannt, im Vorfeld eines Spiels schon auch mal die eine oder andere Nebelkerze zu zünden für sein Gegenüber.

Das heißt im Fall von Lübeck-Schwartau neuerdings: Piotr Przybecki, 47. Der Pole, der zuletzt unter anderem die Nationalmannschaft seines Landes betreute, folgte beim VfL auf Torge Greve, der nach sieben Jahren in Schleswig-Holstein mittlerweile in Gummersbach die Fäden spinnt. Unter Przybecki kann Lübeck-Schwartau bisher noch nicht an die Greve-Ära anknüpfen. Der VfL (11:17), eigentlich ausgestattet mit ganz ähnlichen Ambitionen wie der HSC, krebst in der Tabelle tief in der unteren Hälfte des Tableaus herum, derzeit auf Rang 13. Aus den letzten fünf Partien holte der VfL gerade mal einen Sieg - zu Hause gegen den Vorletzten aus Emsdetten.

Die schlechte Bilanz, eine Folge des Wechsels auf der Bank? "Sicher ist das als eine Ursache anzuführen", sagt Jan Gorr, "dabei verändern sich immer Dinge, das braucht Zeit." Es sei jedoch Unsinn die Ergebnisse an Przybecki festzumachen. Der sei ein "ausgewiesener Fachmann".

Überhaupt ist der Coburger Trainer davon überzeugt, dass auf sein Team ein "richtig schweres Spiel" zukommt. Wegen der robusten 6:0-Abwehr des VfL im Verbund mit Torwart Dennis Klockmann; sowie der individuellen Klasse von etwa Mittelmann Markus Hansen. Und möglicherweise ja auch wegen der Resultate in Lübeck aus den vorigen zwei Saisons, als Coburg in der berühmt-berüchtigten Hansehölle mit 22:25 (2017/18) beziehungsweise 22:28 (18/19) unterlag.

Und doch. So selbstbewusst wie der HSC derzeit auftritt, spricht nicht gerade wenig dafür, dass sich Lübeck-Schwartau am Freitag in jene Liste einreihen wird: Dormagen, Dresden, Konstanz - die bisherigen Opfer der Coburger in fremder Halle.

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Felix Sproß (?), Maximilian Jaeger (?), Marcel Timm, Sebastian Weber, Stepan Zeman (?), Christoph Neuhold, Andreas Schröder, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Florian Billek (?), Lukas Wucherpfennig (?). - Es fehlt: Jakob Knauer (langzeitverletzt).

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
04. 12. 2019
17:08 Uhr

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David Büttner

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04. 12. 2019
17:08 Uhr



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