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HSC Coburg

Wolf & Co. belohnen sich nicht

Die 2. Mannschaft des HSC 2000 zeigt in der 3. Liga Ost gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen eine gute Leistung. Eine Aufholjagd bleibt jedoch am Ende erfolglos.



Lukas Dude (rechts hinten) und seine HSC-Kollegen mühten sich nach Kräften, mussten aber dennoch am Ende eine bittere 25:26-Niederlage gegen Oftersheim/Schwetzingen quittieren.	Foto: Iris Bilek
Lukas Dude (rechts hinten) und seine HSC-Kollegen mühten sich nach Kräften, mussten aber dennoch am Ende eine bittere 25:26-Niederlage gegen Oftersheim/Schwetzingen quittieren. Foto: Iris Bilek  

Coburg - Nach einer, vor allem nach dem Seitenwechsel, überaus beherzt geführten Partie hatte der HSC 2000 Coburg II in der 3. Handball-Liga Ost im Spiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen nur hauchdünn mit 25:26 das Nachsehen. Mit dieser angesichts des engen Spielverlaufes unnötigen und auch wohl unverdienten Niederlage fielen die Coburger auf den vorletzten Tabellenplatz zurück. Bei drei Absteigern wird die Luft immer dünner für das Team des Trainergespanns Ronny Göhl/Till Riehn.

Zumal die Konkurrenz nicht schläft, sondern punktet. Zum Beispiel die SG Bruchköbel, die mit dem 29:26 gegen den Zweiten, GSV Eintracht Baunatal, einen überraschenden Heimsieg schaffte, auf Rang 13 vorrückte und damit auch den TV Erlangen-Bruck überholte, der sich beim TV Germania Großsachsen mit 29:34 geschlagen geben musste. Die SG Leipzig verlor zu Hause mit 30:36 Toren gegen HSG Hanau und bleibt mit drei Punkten Abstand zur HSC-Reserve am Ende der Tabelle. Die Überraschung dieses letzten Vorrundenspieltages ist wohl die derbe 20:41-Abfuhr der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II im Spiel beim HC Erlangen II.

HSC 2000 Coburg II - HG Oftersheim/Schwetzingen 25:26 (10:12). Die Enttäuschung beim Gastgeber und seinem getreuen Umfeld war nach dem Abpfiff riesig, denn wer so einen Endspurt hinlegt und drei Tore aufholt, den muss diese knappe Ergebnis besonders schmerzen. Die wohl entscheidenden Fehler wurden mehrheitlich bereits in der Anfangsphase gemacht, als mit zu risikoreichem Anspiel an den Kreis dem Gegner nicht nur in die Karten gespielt wurde, sondern man auch völlig unnötige Gegentore kassierte. Das Coburger Trainer-Duo beantragte schon nach knapp acht Minuten die erste Auszeit. Der HSC startet dann seine erste Gegenattacke und zwang nach dem 5:6 (15.) seinerseits den Gegner zum Timeout. Der Gegner, bei dem der erstligaerfahrene Daniel Hideg gekonnt die Fäden zog, legte nach dem 6:6 (18.), erzielt durch Andreas Wolf in Unterzahl, zwar wieder drei Tore vor, ohne jedoch die Gelb-Schwarzen groß abschütteln zu können. Wolf & Co. blieben dran. Sie blieben aber ohne das nötige Glück, sonst wäre der Ausgleich schon vor dem Pausenpfiff möglich gewesen, der dann beim 12:12 in der 33. Minute verdientermaßen folgte. Mehr wurde es jedoch nicht. Im Gegenteil: Oftersheim kam in dem hektischer werdenden Spiel nach dem 14:14 (37.), 15:15 und 16:16 (41.) immer wieder zum Vorteil und zog nach dem 17:18 mit einem Glückstreffer auf 17:20 (46.) weg.

Nach Toren von Munoz und Dude war Coburg dann wieder ganz nah dran, aber der Gegner konterte geschickt, erzielte nach einem unglücklichen HSC-Ballverlust nicht nur das 19:22, sondern auch Treffer Nummer 23, weil die Referees das Spiel nach einem Vergehen an Franke - er wurde am Trikot gezerrt und festgehalten - nicht abgepfiffen haben. Coburg bäumte sich nochmals auf, drückte die Gäste in die Defensive und kam auf 22:23 (55.) heran. Die Tore warfen Wolf, Fichtner und Franke, der sich allerdings nach dem Wurf am Fuß verletzte und die letzten fünf Minuten zuschauen musste.

Drei sehenswerte Treffer durch Andreas "Andi" Wolf, unter anderem zum 24:24 und 25:25 reichten in der Hochgeschwindigkeits-Phase der letzten Minuten nicht mehr zum verdienten Coburger Remis, weil ein ideales Rückhand-Anspiel von Hideg an den auf Linksaußen völlig freistehenden Max Barthelmeß die Gastgeber doch noch aus den Angeln hob. Ein bitteres Ende für die Coburger Mannschaft, in der jeder einzelne sein Bestes gegeben hatte und die mit Wolf (10) und Lukas Dude (6) ihre erfolgreichsten Schützen hatte.

HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Fabian Apfel (Tor); Max Preller, Marvin Munoz (2), Nikola Franke (1), Benjamin Beyer, Lars Fichtner (2), Lukas Dude (6), Patrick Pernet, Jonathan Rivera, Dominik Bühler (2), Niklas Knauer (2/1), Andreas Wolf (10/2). - SR: Christian Dux (Paderborn)/Benett Follmert (Lemgo). - Zuschauer: 98. - Siebenmeter: 2/1 - 4/3. - Zeitstrafen: 2:4.

Stimmen zum Spiel

Till Riehn (HSC-Trainer): "Niederlage ist Niederlage, aber heute trotzdem wieder anders als es schon war. Toller Auftritt im Endeffekt, umso ärgerlicher, dass wir uns nicht dafür belohnen. Wir hatten heute den Vorteil, dass mehr Spieler die Verantwortung übernommen haben, gerade als Andi Wolf vor der Pause noch nicht so seinen Wurf-Tag gefunden hatte, und haben auch in Halbzeit zwei so weitergemacht. Es war absolut ein Spiel auf Augenhöhe, wo wir wieder paar hundertprozentige nicht reinmachen, ein, zwei Fehler zu viel machen und auch im Überzahlspiel nicht konsequent sind. Auf meine Kappe muss ich nehmen: Die Auszeit muss ich irgendwie anders hinbekommen, dann haben wir vielleicht noch acht Sekunden, ein mögliches Tor zu erzielen. Ärgerlich, echt ärgerlich, weil die Jungs es sich echt verdient hätten. Das Positive muss mitgenommen werden. Es war wieder wie vergangene Woche ein engagierter Auftritt. Wenn das konsequent weiter geht, werden wir unsere Punkte noch holen, möglichst schon in den beiden Spielen bis zur Winterpause.

Nikola Franke (HSC-Spieler; in 55. Minute verletzt ausgeschieden): Wir haben dort angesetzt, wo wir letzte Woche aufgehört haben, haben in der Abwehr gut gedeckt, mit viel Körperkontakt. Vielleicht war es noch etwas zu wenig gegen Tom Jansen und Daniel Hideg, die beiden einzigen, die uns wirklich Probleme aus dem Rückraum bereitet haben. Dennoch darf unsere Abwehr wohl gelobt werden. Auch vorne haben wir seit langem wieder einmal ein gutes Spiel gezeigt, haben den Ball laufen lassen und gute Möglichkeiten erarbeitet. Schade nur, dass wir einige freie Chancen zu viel liegen gelassen haben. Schade."

Autor

Erich Bilek
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Veröffentlicht am:
10. 12. 2018
16:02 Uhr

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Erich Bilek

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10. 12. 2018
16:02 Uhr



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